Linkes Lexikon F: Fals … Für


Linkes Lexikon

 

F
 

 

Fake NewsFalschmeldung
 

falsche Entlehnung — Form des Trugschlusses oder der Demagogie; Die falsche Entlehnung ist verwandt mit dem Analogieschluß.
 

falsche Prämissen(setzung) — Form der Demagogie, die es ermöglicht, mittels richtiger Schlüsse oder Schlußketten auf die erwünschten falschen Ergebnisse zu kommen.
 

falsche Sozialdemokraten — Von Evariste eingeführter Term zur Bezeichnung derjenigen konservativen politischen Organisationen, die sich noch immer „sozialdemokratisch“ oder gar „sozialistisch“ nennen, obgleich sie Beschäftigtenfeindliche, Beschäftigungsfeindliche Politik, undemokratische internationale Abkommen und Kriege unterstützen — kurz eine volksfeindliche Politik machen. Als politische Parteien sind falsche Sozialdemokraten keine Arbeiterparteien, setzen sich aber meist noch für formale Frauenrechte oder Rechte von relativ unpolitischen Minderheiten ein. Ihr Spektrum ist – international betrachtet – breit. Sind sie innerhalb des bürgerlichen Spektrums relativ links (aber natürlich rechts der Mitte nach Evarists Quasiskala (deswegen „falsche“)), dann setzen sich (nicht sehr konsequent) immerhin noch z. B. für Lehrstellen oder eine nur moderate Steigerung von Mieten ein und sind gegen Krieg. Auch Ausländerfeindlichkeit bekämpfen sie noch, wenn sie noch nicht neoliberalisiert sind. Das Recht auf medizinische Versorgung ist noch verankert. Da die falschen Sozialdemokraten einen Teil des politischen Spektrums darstellen, sind sie nur als solcher im Spektrum zu verstehen. Dabei hilft die Artikelserie Serie zur falschen Sozialdemokratie. Neoliberalisierte falsche Sozialdemokraten unterstützen auch imperialistische Kriege und führen sie durchaus auch mal selbst. Auf Evaristes Quasiskala findet man sie zwischen -4 und 0.
 

falsche Sozialdemokratie — von Evariste eingeführter Term zu Bezeichnung ehemaliger sozialdemokratischer Bewegungen und Parteien, die sich sozial geben und die Bezeichnung „sozialdemokratisch“ oder gar „sozialistisch“ im Namen führen, während sie in Wirklichkeit mit der Marktwirtschaft Frieden geschlossen haben und Sozialabbaupolitik betreiben. (Siehe auch hierzu »Serie zur falschen Sozialdemokratie«!)
 

Falschmeldung — Durch Versehen oder Absicht entstandene falsche Nachricht; Falschmeldungen können gravierende Konsequenzen haben. Sind sie absichtlich entstanden, können sie bei Schaden strafrechtliche Konsequenzen haben. Eine unabsichtliche oder scheinbar unabsichtliche Falschmeldung heißt Ente. Die häufigsten Fake News entstehen durch Propaganda in den normalen Nachrichten. Das liegt an der Kriegführung der NATO, die alle Hauptmedien der NATO-Staaten und die darüber hinaus durch Besitz okkupierten Medien anderer Staaten in die strategische und taktische Kriegführung einbindet. Der CIA ist im Ernstfall allen NATO-Geheimdiensten übergeordnet und in der Sache weisungsberechtigt. Für die Verbreitung der NATO-Propaganda in der BRD ist der BND zuständig. Er durchsetzt deutsche Nachrichtenagenturen und Medien. Die wichigsten Intendanten, Chefredakteure und Korrespondenten stehen auf seiner Gehaltsliste. Typische Falschmedlungen trotz gegenteiliger Beweise sind:

  • Milosevic ist ein Nationalist,
  • Gaddafi läßt auf Demonstranten schießen,
  • In Syrien tobt ein Bürgerkrieg,
  • Die Krim wurde von Rußland annektiert,
  • Assad hat Giftgas eingesetzt,

und tausende anderer Meldungen mehr.
Wichtiger als Fake News sind allerdings Weglassungen und Eindrücke, mit denen die NATO operiert.
 

Falsifikation — logische Widerlegung durch negatives Testresultat. Das Gegenteil ist die Verifikation (die Absicherung der Richtigkeit). Will man eine Aussage oder These verifizieren, hat man das Problem, daß sich in der Praxis Aussagen über reale Gegenstände nicht immer logisch beweisen lassen. Das bedeutet, daß auch bei positiven Resultaten nicht immer die Allgemeingültigkeit der Aussage logisch ableiten läßt. Von weit größerer Kraft ist hingegen die Falsifikation, da ein gültiges Gegenbeispiel die Aussage oder These klar widerlegt. Die Falschheit ist aus Gründen der Logik leichter nachzuweisen, als die Richtigkeit.
 

Falsifizierbarkeit — durch Gegenbeispiele widerlegbar. Die Widerlegung einer falschen Aussage ist wie oben geschildert viel leichter, als der Beweis einer richtigen Aussage. Die Falsifizierbarkeit ist für alle falschen Aussagen gegeben. Für eine Quasiverifikation kann man daher versuchen, alle möglichen Gegenteile einer Aussage zu falsifizieren. Da es aber in der Regel unzählige und schwer erkennbare Gegenteile gibt, stößt das Verfahren an gegenstandsbedingte Grenzen.
 

Farce0. allgemein — durch Realität als Symbol oder gar Inhalt obsolet gewordenes materielles, ideelles oder künstlerisches Werk; Als Farce bleibt von einem Gegenstand nur seine triviale dann meist lächerliche Existenz. Von dieser Trivialität leiten sich weitere Bedeutungen ab. 1. In der Politik kann ein Gesetz, ein Gremium, eine Insttution, eine Handlungsweise, eine Schrift, ein Programm u. a.s durch Inkonsequenz, Korruption, Pervertierung seines Inhaltes oder seiner wesentlichen Idee – also seines Wesens entkleidet werden. Die leere Hülle ist insbesondere dann, wenn sie mit Bedeutung aufgeladen ist, eine Farce. 2. Im Theater bezeichnet man triviale und derbe Stücke als Farcen. 3. in der Küche In der Zeit als Fleisch und Fisch als besonders wertvolle Lebensmittel betrachtet wurden, wurde die pflanzliche Füllung von Fleisch-, Fisch- oder Geflügelgerichten als Farce bezeichnet.
 

Faschismusallgemein: exzessiver Herrschaftsextremismus – offene Terrorherrschaft, die sich auch gegen Linke richtet und deswegen erlaubt bzw. initiiert wird. 1. — Exzessivster Extremismus, der mordet und Faschisten-1 im Extremismus und in der Feindschaft gegenüber Linken, der Gleichheit, sowie der Freiheit gegenüber vereint; 2. Rechtfertigende Ideologie organisierter Faschisten-1 u. -2, mit spezieller Ausrichtung gegen (den jeweiligen Faschismus charakterisierende) Lieblingsfeinde. 3.faschistische Diktatur – brutale Terrorherrschaft, die zunächst Linke und Menschenrechtler verfolgt, um sich dann ihren (sektiererisch erwählten) Lieblingsfeinden zuzuwenden. Die faschistische Diktatur wird im Imperialismus vom Monopolkapital und vom Finanzkapital an die Macht gehoben, wenn sich die Masse nicht mehr mit den Mittel der Scheindemokratie beherrschen läßt, um sich linker Organisationen, Gewerkschaften, Menschen-, und sogar Bürgerrechtlern erwehren zu können. Der Faschismus beendet die allgemeine Freiheit und ermöglichte so eine effiziente Unterdrückung, die allerdings in offene und sehr brutale Gewalt gekleidet ist. 4.faschistischer Term, Ausdruck, Ausspruch oder faschistisches Ideologem (selten gebraucht) Beispiele: “arisch”, “Rassenschande”, “entartet”; Alle Faschismen-4 sind demagogisch.
Allgemein: Der Faschismus ist eine Option des Imperialismus, die zur Verhinderung oder zum Sturz linker Herrschaft eingesetzt wird. Der Faschismus benötigt Faschisten der ersten Art (1.), die zur Ausübung exzessivster Gewalt fähig sind. Daher tritt Faschismus fast nie in reiner Form auf. Er wird immer auch fremdenfeindlich, rassistisch sozialchauvinistisch, frauenfeindlich, spezifisch religionsfeindlich, minderheitenfeindlich, revanchistisch, biologistisch oder in anderer Weise menschenfeindlich bzw. gegen Schwache gerichtet sein. Er vereint alle Chauvinismen. Relativ reine Faschismen waren der chilenische Faschismus des Augusto Pinochet, der alle Linken ausrottete, die nicht schnell genug emigrieren konnten und der argentinische Videla-Faschismus. Der reine Faschismus ist ein Modell, bei dem nur Linke – Kommunisten, Gewerkschafter, Menschenrechtler verhaftet oder getötet werden, um danach die Herrschaft zu festigen, Eigentumsrechte und Privilegien besser durchsetzen zu können und Arbeitskämpfe sofort niederschlagen oder ganz verhindern zu können. Der reine Faschismus hat die Form einer Militärdiktatur.
 

Faschismusform — spezielle ideologische Ausprägung des Faschismus 2; Faschismusformen lassen sich ohne Probleme mischen. Ihre Mischung ist der Normalfall. Dazu gehören
widerlegte
rassistische, tribalistische, völkische, nationalistische, Euthanasie, antisemitische, speziell antireligionistische, proprietaristische, rein antikommunistische, frauenfeindliche;
aktuelle
sozialchauvinistisch/ utilitaristische;
zukünftige
genetizistische, educative(?)
Formen. Sehr gefährlich werden könnten zukünftig Faschismen, die sich auf echte technologisch oder nur von Reichen beeinflußbare Unterschiede stützen.
 

Faschist/en1. exzessiver Rechtsextremist ohne jegliches Erbarmen; 2. Faschisten der ersten Art (1.) in Anspruch nehmende Herrscher, Oligarchen, Kasten oder auch Staaten, die Linke, relativ Linke oder unabhängige Entwicklungspolitiker beseitigen oder stürzen wollen.
 

faschistisch — offenen Terror nutzend, Linke (Kommunisten, Sozialisten, Gewerkschafter, Menschenrechtler, echte Sozialdemokraten) verfolgend, exzessiv mordend
 

faschistoid1. — abgeleitet von faschistisch meint es leicht abschwächend faschistenartig; 2. — Evariste nutzt den Begriff zur Differenzierung im politischen Spektrum. „faschistoid“ liegt demnach zwischen rechtsextrem, aber noch nicht faschistisch und faschistisch. „faschistoid“ liegt auf der vorläufigen Quasiskala demnach um -4,5.
 

FDGO — Siehe Freiheitlich Demokratische Grundordnung!
 

FDP — nicht zu verwechseln mit FTP (File Transfer Protocol) sich freiheitlich-demokratish nennende aber in Wirklichkeit wirtschaftsliberale Partei
 

Feigheit — Rechtsextreme bzw. menschenverachtende Kategorie, die Risikobewußtsein schmäht.
 

Feinddenken — extreme Vergiftung des Denkens, die von der Notwendigkeit der Vernichtung von Gegnern ausgeht
 

Feindstrafrecht — spezifisches Sonderstrafrecht, das für einen Feind oder eine als Feind betrachtete Gruppe geschaffen wurde; Oft tauchen Elemente eines Sonderstrafrechtes und im besonderen eines Feindstrafrechts in durch konservative Gesetzgeber geprägten Strafgesetzbüchern auf. (§§ 129 a, b, c StGB, sowie Rentenstrafrecht der deutschen Einheit)
 

Feminismus — Kampf für Frauenrecht(e) — Feminismus im Kapitalismus — Anfangs ging es im Feminismus um Bürgerrechte für Frauen. Nach einzelnen Schulen und Strömungen unterscheiden sich kapitalistische Feminismen in ihren Forderungen.
Vergleich kapitalistischer, sozialistischer Feminismus: Während der kapitalistische Feminismus sektiererisch, oberflächlich und manchmal sogar antikommunistisch ist, ist der sozialistische Feminismus zuerst auf die ökonomische Gleichstellung der Frau aus. Im Kapitalismus (im Westen) kümmert man sich um Oberflächlichkeiten, wie die Sprache. Der (echt1) sozialistische Feminismus kritisiert denn auch die gesellschaftlichen Bedingungen, die zur Ungleichbehandlung der Frau führen. Ein Sozialist versteht, daß es im Kapitalismus notwendiger Weise noch mehr diskriminierte Gruppen gibt. Der kapitalistische Feminismus glaubt, daß die kapitalistische Gesellschaft (die ja auch rassistisch, fremdenfeindlich, sozialchauvinistisch, Kinder- und Altenfeindlich usw. ist, durch Propaganda frauenfreundlich gestimmt werden könnte.
Feminismus im Sozialismus — mit dem Aufkommen des Kommunismus ging es klar um Menschenrechte. Eine bedeutende Vertreterin dieser Anfangszeit ist Clara Zetkin. Im Sozialismus hat der Feminismus andere Möglichkeiten, da Frauen ihre ökonomische Selbständigkeit erlangt haben. Westliche Propaganda versucht diese Errungenschaften heute zu bestreiten (privates DDR-Museum in Berlin). Im Sozialismus ist es das Ziel feministischer Politik, Frauen ökonomisch gleichzustellen und an der Produktivkraftentwicklung teilhaben zu lassen, sie also von dieser Entwicklung nicht auszuschließen, wie das in vielen kapitalistischen Staaten bis heute der Fall ist. Im Sozialismus wachsen Frauen anders heran und sind selbstbewußter. Das Selbstbewußtsein entsteht, wenn eine Mensch einen Beruf lernt und Souveränität im Arbeitsprozeß, Kritikfähigkeit und eben ökonomische Selbständigkeit erlangt. Diese Eigenschaften werden im Kapitalismus nur einer Minderheit und anderen nur graduell zugestanden. Die Voraussetzungen für Feminismus sind im Sozialismus also schon ganz andere. Im Sozialismus ist der Feminismus sich der im Kapitalismus herrschenden Menschenverachtung bewußt, die auch andere Gruppen trifft, denen man Menschenrechte nicht in gleichem Maße zugesteht. Sozialistischer Feminismus sieht das Patriarchat als Folge kapitalistischer Produktionsverhältnisse. Da die Marktwirtschaft bereits menschenfeindlich ist, kann die kapitalistische Marktwirtschaft nicht frauenfreundlich sein. Unter frauenfreundlich versteht ein sozialistischer Feminist etwas anderes, als ein kapitalistischer Feminist. Der Grund hierfür ist die geringere Empfindsamkeit der im Kapitalismus aufgewachsenen Menschen, weil sie aufgrund eigener gradueller Ressentiments nicht im erforderlichen Maße von der verachtungstoleranten Gesellschaft abstrahieren können.
 

Ferienlager — soziale Einrichtung zur Freizeitgestaltung für Kinder und zur Entlastung von Eltern in den Ferien. Im Kapitalismus sind Ferienlager meist privat organisiert, während sie im Sozialismus öffentlich organisiert und für alle verfügbar und erschwinglich sind.
 

Feudalismus — Gesellschaftsordnung, die oberflächlich auf der Existenz von Adel und dem Gedanken der Gottgewolltheit der sozialen Stellung (Ständehierarchie) beruht, jedoch in Wirklichkeit auf dem Prinzip des Lehens beruht, das durch die Dominanz landwirtschaftlicher Produktion und somit der vorrangigen Bedeutung des Eigentums an Land als dominantes epochebildendes Produktionsmittel induziert wird.
 

Fidel Castro — Fidel Castro Ruz — Kubanischer Revolutionär, Denker, Staatsmann, Entwicklungspolitiker und Antiimperialist — führte die kubanische Revolution 1959 gegen den Diktator F. Batista an und errichtete die erste karibische Demokratie. Später folgte als Reaktion auf illegale imperialistische Embargos und us-amerikanische Akte des Terrorismus und der Sabotage eine notgedrungene Entwicklung zum Sozialismus (Verfassungsreferendum 1976). Diese wurde 2002 durch ein Verfassungsreferendum vertieft. Fidel Castro gehört zu den bedeutendsten antiimperialistischen Entwicklungspolitikern der Erde. Bedeutende Resultate sind die Entwicklung Kubas vom ärmsten karibischen Land mit extremer Analphabetenrate zu einem Land mit flächendeckender guter Bildung und der höchsten Ärztedichte der Welt. Bemerkenswert sind die einzigartigen demokratischen Entwicklungen Kubas, wonach ein schrittweises Hocharbeiten der Politiker im Wahlsystem erforderlich ist und ein explizites Abwahlverfahren existiert. Diese Entwicklungen sind den imperialistischen Scheindemokratien des Nordens noch fremd. Fidel Castro wird von Kleingeistigern als grausamer Dauerredner und von Linken als inspirierter Denker geschätzt.
 

fiktives Kapital — eine der zwei Formen des zinstragenden Kapitals, das ein Anrecht auf Mehrwert symbolisiert und das in Form von Wertpapieren (Aktien, Derivate) und Obligationen (etc.) erscheint. (Kapital besteht aus Industriekapital, Handlungskapital und zinstragendem Kapital.) Das fiktive Kapital gehört zur Zirkulationssphäre des Kapitalismus und unterscheidet sich vom (echten) Kapital dadurch, daß es weder wirkliche Arbeitskraft, noch wirkliche Produktionsmittel kauft und nicht wirklich an der Mehrwertproduktion beteiligt ist. Fiktives Kapital entsteht, indem private Unternehmen ohne Garantien für den Wert (in Konkurrenz zum Geldmonopol des Staates) zusätzlich zum Realwert von Unternehmen Aktien herausgeben, die Zinserträge versprechen. Fiktives Kapital wird durch Kapitalwäsche (Herausgabe von Derivaten) mit Realkapital vermischt und so interessanter gemacht. Dadurch steigt die destabilisierende Gefährlichkeit des fiktiven Kapitals.
 

Finanzkapital — Verschmolzenes Bank- und Industriekapital im Monopolkapitalismus
 

Fiskalpakt — als Vertrag getarnte Maßnahme zur Einschränkung der nationalstaatlichen Souveränität in der Europäischen Union; Der Fiskalpakt soll die Neuverschuldung der Mitgliedsstaaten begrenzen. Bei einer Neuverschuldung von 0,5 % des BIP im Jahr müssen die Mitglieder einen Plan zum Abbau der Verschuldung vorlegen, welcher von der EU-Kommission und dem Europäischen Rat abgenommen und genehmigt wird. Liegt der Schuldenstand erheblich unter 60 % kann die Neuverschuldung bei 1 % p a liegen. Wen ein Staat nur Gefahr läuft,die Defizit-Obergrenze von 3 % zu verletzen, treten automatisch Sanktionen in Kraft (es sei denn die Mitglieder stimmen dagegen). Es wird ein Verfahren eröffnet und die betroffenen Staaten müssen einen Plan zum Abbau vorlegen. Unkonstruktiver Weise können auch Strafen von 0,2 bis 0,5 % des BIP verhängt werden.
 

FKK → Freikörperkultur
 

Flächenbombardement — besondere Form des unterschiedslosen Tötens durch systematische Bombardierung großer Flächen. Das Flächenbombardement läßt Bewohnern keine Chance und zerstört die gesamte Infrastruktur des Gebietes. Es handelt sich um ein Kriegsverbrechen, da nicht nur unterschiedsloses Töten, sondern auch die Zerstörung ziviler Ziele verboten ist.
 

Flächenverbrauch — Selten beachtete politische Bedingung. Der Flächenverbrauch ist aufgrund der Begrenzung der planetaren Oberfläche und gerade in Zeiten der kapitalistischen Konkurrenz einer exponentiell wachsenden Weltbevölkeurung von allergrößter Bedeutung.
 

Flächenverbrauchsschlüssel — Planungsschlüssel zur prinzipiellen Zweckaufteilung der planetaren Fläche in Naturflächen, urbane Flächen, agrarische Flächen, Verkehrsflächen, Wohnflächen, usw. Der Flächenverbrauchsschlüssel muß politisch festgelegt werden.
 

Flächenverbrauchssteuer — Von Evariste vorgeschlagene Steuer für den Kapitalismus, die der Begrenztheit der planetaren Oberfläche und dem gleichzeitigen allgemeinen Bedürfnis an Fläche Rechnung trägt. Sie ist als kapitalistische Vorstufe zum Verbot des Eigentums an Boden im Sozialismus zu betrachten.
 

„flexibel“, „Flexibilisierung“ — kapitalistischer Euphemismus für die Akzeptanz schwer zumutbarer oder unzumutbarer Lebens- und Arbeitsbedingungen. Der Euphemismus dient vor allem der modernen Ideologisierung der Bevölkerung.
 

Flüchtlingsströme — u. a. wichtige Kriegsfolge; Durch Kriege entstehen große Flüchtlingsströme, die sich vor allem in das Land selbst und in die unmittelbaren Nachbarländer ergießen. Bei relativ kleinen Konflikten können die Flüchtlingszahlen bereits in die Hunderttausend gehen. Beim Kosovo-Krieg war es fast eine Million, beim letzten Irak-Krieg und beim der NATO gegen Syrien Krieg jeweils mehrere Millionen.
 

Flugverbotszone1. — Zone in der nicht geflogen werden darf. Ein solches Verbot kann nur durchgesetzt werden, wenn jemand Flugzeuge abschießen kann. 2. — Methode der NATO ein Land ohne Kriegserkärung zu bombardieren; Die „Flugverbotszone“ soll das Land von angeblichen Verbrechen, von denen vorher in NATO-Medien berichtet wurde, abhalten. Dann behauptet man zur Durchsetzung der Flugverbotszone müßten Luftabwehrstellungen am Boden bekämpft werden. Die NATO-Medien stellen dieses ersuchen wohlwollend dar und dann bombardiert die NATO das gesamte Land. In der Regel unterstützt sie dabei Contras am Boden oder bombardiert das Land so lange, bis es aufgibt. In Syrien wollten die USA ebenfalls eine Flugverbotszone errichten, bekamen jedoch aufgrund der Erfahrungen mit Libyen und Jugoslawien von den Vereinten Nationen keine Erlaubnis mehr.
 

Folter — Erpressung von Geständnissen und Informationen durch quälende Gewalt. In der ausgehenden Renaissance kam die Aufklärung und die Idee von einer allgemeinen Menschenwürde entstand. In dieser Zeit setzte sich bei bürgerlichen Juristen die Überzeugung durch, daß die Erpressung von Geständnissen zu Wahrheitsfindung ungeeignet ist, da Gefolterte alles zugeben, um der Folter zu entgehen. Aus diesem Grunde setzte sich in den darauf folgenden Jahrhunderten langsam eine Ächtung der Folter durch. Leider wirkt die Folter, wenn man strategische oder taktische Informationen (z. B. Namen von Mittätern, Freiheitskämpfern oder Oppositionellen) erfoltern will. Die so gewonnene Informationen können in gewisser Weise überprüft werden. Deswegen wird Folter als Unterdrückungsinstrument oder vom Militär in schwierigen Lagen eingesetzt. Das verstößt gegen die Antifolter-Konvention, die von vielen Staaten unterzeichnet wurde.
 

formaldemokratisch — Es gibt einen Unterschied zwischen geschriebenem Recht und Rechtspraxis. Genauso gibt es in der Politik einen Unterschied zwischen Echter Demokratie (Volksherrschaft) und der Rechtspraxis. In der Politik dürften die Abweichungen der Praxis von formalen Vorschriften weit größer sein. „Formaldemokratisch“ bedeutet, daß Rechte des Volkes obwohl erkämpft zunächst nur Buchstaben sind. Von praktischer Bedeutung sind sie nur, wenn das Volk selbst nicht aufhört, sie durchzusetzen.
 

formale Autorisierungsinversion — von Evariste eingeführter Term, der Autorisierung undemokratisch von oben nach unten also regelwidrig bzw. einfach durch Verdrehen der Autorisierungsrichtung, beschreibt. Es gibt auch eine Autorisierungsinversion durch Stellung. (→ »Was ist eine Autorisierungsinversion?«!)
 

Fortschritt — im Bürgerlichen umstrittener Term, der nur im Marxismus zu Klarheit erhoben wird. Fortschritt kann z. B. auf die Gesellschaft, die Produktionsweise oder die Gesellschaftsordnung bezogen werden. Höhere Gesellschaftsordnungen basieren auf fortentwickelten Produktionsweisen, die Produktion nimmt einen immer gesellschaftlicheren Charakter an. Das bürgerliche Lager erkennt den Fortschritt schlecht und negiert den Fortschrittsbegriff teilweise, weil das Bürgerliche Lager höhere Rechtslevel hat. Fortschritt bedeutet eine Verbreiterung der Machtbasis das heißt der Teilhabe an der Macht und so auch eine bedeutende Verringerung des Elends. Fortschritt zeigt sich in einer Umwälzung des gesamten gesellschaftlichen Denkens.
 

fortschrittsfeindlich, Fortschrittsfeindlichkeit — dem Fortschritt feindlich gesonnen sind alle, die im politischen Spektrum rechts stehen. Dabei ist die Fortschrittsfeindlichkeit so relativ, wie die politische Haltung. Das bedeutet, daß ein Fortschritt um bei einem Rechten mit bestimmter Position im Spektrum Feindlichkeit auszulösen, über einen ausreichneden Abstand verfügen muß, da ein bestimmter Fortschritt im einzelnen immer eine nach links zunehmende politische Eigenschaft ist, die sich exakt im Spektrum verorten läßt.
 

Fracking — Aufbrechen von isolierenden (dichtenden) Erdschichten zum Zwecke der Förderung fluider Rohstoffe. Das Fracking beschädigt (verletzt) die Schichtstruktur von Lagerstätten und führt zur Vergiftung der Umwelt. Es sollte verboten werden.
 

frauenfeindlich, Frauenfeindlichkeit — „frauenfeindlich“ wird häufig synonym für „frauenverachtend“ gebraucht, ist jedoch tatsächlich die stärkere Variante.
 

Frauenquote — Mindest- Beschäftigungs-, Mitgliedschafts-, Besetzungs-, Teilnahme-, Berücksichtigungs- Quote von Frauen, die ihrer realen Diskriminierung in der Gesellschaft entgegen wirken soll. Frauenquoten gibt es bei einigen öffentlichen Berufen, zunehmend bei den meisten politischen Parteien, bei Vorständen verschiedener Art. Frauenfeinde wenden sich gegen diese Quote, weil sie eine Diskriminierung der Männer vermuten. Sie argumentieren, daß Frauen die per Quote in eine Position kommen, nicht fähig für diese Position wären. Dabei wird von den Frauenfeinden natürlicher Weise übersehen, daß der Sinn der Frauenquote darin besteht, eine reale Diskriminierung abzubauen und daß – weil das so ist – , jede Menge unfähiger Männer sich einfach so in den verschiedensten Positionen befinden. — Nur, fällt es Frauenfeinden eben nur bei Frauen auf. Tatsache ist, daß Frauenquoten oft noch unter 50 % liegen, daß es Ausnahmeregelungen gibt, nicht überall die nominale Frauenquote durchgesetzt werden kann und daß Frauen bei begehrten Leitungsposition immer noch weit fähiger sein müssen, als Männer.
 

frauenverachtend, Frauenverachtung — bedeutendes Ressentiment; politische Eigenschaft, die nach rechts zunehmend im politischen Spektrum vorkommt. Ihre Position im Spektrum ist, wie die aller Ressentiments, stark kulturabhängig. In ressentimentgeladenen – also in menschenfeindlichen Gesellschaften – ist die Frauenfeindlichkeit dem entsprechend stark (hohe Personen-Dichte rechts im Spektum).
 

„freier Markt“ — Begriff der kapitalistischen Ideologie, der nur die Freiheit der Unternehmer bzw. – genauer – der Kapitalisten betrachtet. Diese Freiheit besteht in dem Recht,

  • andere auszubeuten,
  • sich beliebig zu bereichern,
  • aus niederen Gründen Betriebe zu öffnen oder zu schließen
  • sich andere Unternehmen einzuverleiben,
  • Arbeitsbedingungen zu verschlechtern,
  • abhängige Menschen aus Arbeitsrechtsverhältnissen zu entlassen,
  • sich gemeinsam mit anderen Kapitalisten zu verschwören, um Menschen in Abhängigkeit zu halten oder
  • zu bringen,
  • beliebig viel Eigentum anzuhäufen, von dem andere abhängig sind.

Der „freien Markt“ bedeutet Konkurrenz der Unternehmer und stellt somit die kapitalistische Ausrede für die erzwungene Konkurrenz der Arbeitskräfte dar. In der Ideologie der freien Marktes wollen Kapitalisten als Unternehmer Freiheit. Sie wollen investieren, wo sie wollen und Arbeitsplätze „abbauen“, wo sie wollen. Sie wollen keine Mitbestimmung und sie wollen sich nicht am Gemeinwohl orientieren (müssen).
„Freier Markt“ bedeutet unfreie Menschen.
 

Freier Wille — Fähigkeit aus sich selbst heraus ohne (fremde) Manipulation Entscheidungen zu treffen; (Diese politische Definition ist die einzig sinnvolle. Viele haben über den “Freien Willen” philosophiert, ihn mystifiziert und seine Existenz infrage gestellt. All das ist sinnlos. Der Freie Wille hat vor allem politische Bedeutung.)
 

Freihandel — demagogische Bezeichnung für nicht durch Schutzzölle, Verbote, Limitierungen oder durch Präferenzen „behinderten“ grenzüberschreitenden Handel. Der Freihandel ist eine marktradikale und damit konservative ideologische Denkfigur. Seine Durchsetzung ist eine für den Neoliberalismus typische Obszönität. Seine Protagonisten und heute Apologeten sehen unilateralen Freihandel als Fortschritt gegenüber bilateralen Verträgen. Tatsächlich ist Freihandel ein gefährlicher Eingriff in die Souveränität von Staaten, da der wirtschaftlich schwächere Staat durch ungleichen Handel ausgebeutet wird. Der wirtschaftlich stärkere Staat kann die Bedingungen des Handels ungleich stärker diktieren und somit auf Kosten des schwächeren akkumulieren. Frei sind im Freihandel nur die größten Konzerne, da ihre Eroberungen, Raubzüge und Akkumulationsketten nicht behindert werden dürfen. Private Konzerne und Interessengruppen versuchen Freihandel durch planvolles Aushebeln der formalen Demokratie zu ermöglichen. Eine zunehmend bewußter werdende Weltbevölkerung macht Freihandel schwieriger. Kriminelle Organisationen, die Freihandel durchsetzen, sind die WTO, der IWF, die Weltbank, die NATO, die EU und andere regionale und globale mächtige Organsationen.
 

Freihandelsabkommen — Demokratiefeindliche meistens bi-, tri- oder oligolaterale Abkommen, die sich über staatliche Souveränität (das heißt formale Demokratie), Verfaßtheiten, hinwegsetzt und Privatunternehmen die Möglichkeit gibt, gegen die Gesetze fremder Staaten vorzugehen. Freihandelsabkommen werden auf der ideologischen Grundlage von Völkerrecht für Unternehmen geschlossen. Inhalt von Freihandelsabkommen sind Regelungen, die „Diskriminierungen“ von Unternehmen durch Konkurrenten oder vor allem durch Staaten verhindern, „Investitionen vor Gesetzen schützen“ und die Möglichkeiten über die Gesetze fremder Staaten mitzubestimmen eröffnen. Dazu gibt es darin Klagemöglichkeiten vor neoliberalen privaten Sondergerichten, welche die Ideologie des freien Marktes durchsetzen sollen und von den Vertragsparteien den Staaten (in Wirklichkeit nur den korrupten Regierungen) anerkannt werden sollen. Freihandelsabkommen bedrohen in jeder Form die Demokratie.
 

Freiheit — Nach Immanuel Kant erfordert Freiheit Vernunft – Lustentscheidungen scheiden für den Freiheitsbegrif aus. Wir präzisieren das hier: Die Definition der Freiheit hängt vom Grad der Menschenverachtung – also der Position im politischen Spektrum – ab.
rechts

  • Ein Tier versteht keine Freiheit. Es entscheidet nach Lust, komplexere Entscheidungen sind durch Wahrnehmung und Instinkte gesteuert. in diesem Sinne wäre es als Frei zu betrachten. Gleichzeitig sieht der denkende Mensch, daß es gerade deswegen unfrei ist. Es denkt nicht.
  • Faschisten verstehen unter Freiheit, ihre Lieblingsfeinde, die z. T. gar nicht wissen, daß sie als Feinde betrachtet werden, umzubringen. Unter höchster Menschenverachtung pervertiert der Begriff der Freiheit zu etwas negativem.
  • Kapitalisten definieren Freiheit als das Recht auszubeuten, das Recht beliebig viel Besitz anzuhäufen, das Recht andere (z. B. damit) in Abhängigkeit zu bringen. Einige besonders unreife Exemplare verstehen unter Freiheit, daß sie Unternehmen öffnen oder schließen können, sie ihrem „Imperium“ ein verleiben – um ihren eigenen Besitz oder ihre eigene Macht zu steigern. Das ist eine Perversion des Freiheitsbegriffes. Noch schlimmer wird es, wenn „Unternehmer“ die Politik in einen Rüstungswettlauf treiben oder internationale Abkommen initiieren, um die Demokratien der Nationalstaaten auszuhebeln. Dieser Begriff von Freiheit ist einfach von hoher Menschenverachtung geprägt.
  • Relativ allgemein sagt der Volksmund Freiheit ist die Menge der Möglichkeiten, die man hat. Das läßt sich auch kapitalistisch interpretieren: Freiheit ist (die) Geld(-Menge, die man hat).
  • Immanuel Kant postuliert bereits, daß die Freiheit des Einzelnen der anderer nicht im Wege stehen darf.
  • Der Marxist definiert: Freiheit ist Einsicht in die Notwendigkeit.

links
Erfahrungsgemäß wird das oft nicht verstanden. Daher soll es hier erläutert werden: Ein kleines Kind hat am meisten Freiheit. Es braucht nicht zu arbeiten, muß noch keine Hausaufgaben machen und sich nicht die Stullen schmieren. Im Laufe des Lebens nimmt das Kind dann immer mehr Verantwortung an. Ist es 18, kann es offiziell Verantwortung für sich selbst übernehmen. Lernt es als Erwachsener einen Beruf, kann es in einem engen Bereich Verantwortung für andere übernehmen. Macht dieser Erwachsene den Führerschein, kommt wieder Verantwortung hinzu. Die größte Verantwortung haben Menschen, in wichtigen Positionen. Im Kapitalismus haben nicht verantwortungsvolle, sondern gierige und kriminelle Personen diese Positionen inne. Das erkennt man aber nur, wenn man die Menschen liebt und sie nicht verachtet. Die Verachtung entsteht als ideologisches Werkzeug im Konkurrenzkampf. Nur, wer Menschen nicht verachtet, kann sie lieben. Nur wer niemanden verachtet, kann die Probleme aller überhaupt erkennen und dann einschätzen. Wer niemanden verachtet ist zugleich der Erwachsenste von allen wer alle Probleme erkennt, muß sie lösen. Das schränkt seine Freiheit ein. Das wissen aber nur die, die daran gewöhnt sind, Probleme der Gemeinschaft (wirklich) zu lösen. Freiheit als Einsicht in die Notwendigkeit ist der Freiheits-Begriff, der die Freiheit am wenigsten (nur durch die erkannte Notwendigkeit einschränkt. Er ist deshalb der höchste Freiheitsbegriff. Die erwachsensten Menschen sind (praktisch) am wenigsten frei.
Allerdings haben die erwachsensten Menschen oft auch die höchsten Fähigkeiten. Es zeigt sich insbesondere im Kapitalismus wo der Mensch ein geknechtetes und erniedrigtes Wesen ist, daß das Ressentiment (die definitive Abwesenheit von Verantwortung) eingesetzt wird, wenn Personen sich durch ethische Vorgaben überfordert fühlen, sie also sich einer höheren Verantwortung nicht gewachsen fühlen und sich dann daran gewöhnt haben, sich auf ein bequemes Ressentiment zu stützen. So kann man nicht wachsen, denn das Denken bleibt unfrei. Entwicklung ist notwendig.
In einer Gesellschaft, in der die freie Entwicklung eines jeden zugleich die Bedingung der Entwicklung aller ist, haben alle die Einsicht in die Notwendigkeit erlangt.
 

Freiheitlich Demokratische Grundordnung (FDGO) — Demagogischer Überbau über der Form der sich repräsentativ gebenden bürgerlich-demokratischen (provisorischen) Verfassung in der BRD. Diese Grundordnung nennt sich Freiheitlich und gewährt die Freiheit sich auf Kosten anderer beliebig zu bereichern, andere auszubeuten, Kriege zu beginnen, Rohstoffe in anderen Ländern auszubeuten, Handelsbilanzunterschiede und Währungsdifferenzen auszubeuten, andere zu verschulden, Abhängigkeiten auszubeuten, öffentliche Güter zu privatisieren staatliche Funktionen zu untergraben, gegen Fortschritt im Bildungssystem und im Gesundheitssystem zu intrigieren, sich Teile davon einzuverleiben und dem öffentliche Zugriff zu entziehen. Die FDGO begrenzt nicht das Eigentum, das eine Person besitzen und eignen darf. Sie ist im wesentlichen in der BRD ungenügend umgesetzt. Sie ist durch Gesetzgebung im Kern ausgehöhlt. Das herrschende Kapital hat in der BRD Institutionen geschaffen, die die Gesetzgebung privat kontrollieren oder sie umgehen.
 

Freiheitskämpfer — bewaffneter oder politischer Kämpfer für die Freiheit von Unterdrückung einer Minderheit, eines Volkes oder einer sozialen Schicht. Es ist leider üblich geworden auch Terroristen oder Contras als Freiheitskämpfer zu bezeichnen und Freiheitskämpfer als Terroristen. Echte Freiheitskämpfer repräsentieren einen relativen Fortschritt. (Siehe auch »Was ist der Unterschied zwischen Freiheitskämpfern und Terroristen?«!) Freiheitskämpfer kämpfen für das Volk (Volk 2).
 

Freikörperkultur — politischer Indikator für die allgemeine Arglosigkeit (bei religiös verordneter Prüderie). In westlichen Konkurrenzgesellschaften geben sich Menschen in verschiedener Hinsicht möglichst keine Blöße. Der an die Marktwirtschaft angepaßte Mensch vermeidet es Angriffsfläche zu zeigen. In sozialistischen (oder besser in solidarischen) Ländern (eigentlich Kulturen) kann die durch religiöse Vorschriften induzierte Prüderie daher schnell abgeschüttelt werden. In rechten (meint. Rechtsgerichteten) – also unsolidarischen – Ländern (z. B. in Japan) geschieht das Gegenteil. Wo früher Nacktheit (z. B. im öffentlichen Bad) kein Problem war, entsteht durch den westlichen Einfluß (In-Wert-Setzung der prinzipiell vermarktungsfähigen Nacktheit) eine neue Prüderie, die es vorher nicht gab.
In atheistischen Gesellschaften ist das Kriterium schwächer.
 

Freiwillige Selbstkontrolle — typisch kapitalistische Einrichtung einer freiwilligen „Selbstkontrolle“ kapitalistischer Film- und Medienproduzenten, sowie Vermarkter und Verleiher, die kaum in der Lage ist Schund oder wenigstens Schmutz im Bereich Medien und Computerspiele zu verhindern. Eine Freiwillige Selbstkontrolle ist das Resultat einer typisch kapitalistischen fahrlässigen Jugendschutzpolitik, die Gewaltverherrlichung im Interesse der Schlagkraft von Interventionsarmeen nicht verhindert, sondern mittels sogenannter Techniksendungen (z. B. auf N24) extra fördert. Eine Freiwillige Selbstkontrolle verhindert weder Nazi-Literatur, noch NATO-Propaganda. Typisch für die BRD-Kultur ist die Erhältlichkeit sogenannter Landser-Hefte an Zeitungskiosken. Aber auch jenseits von Nazi-Inhalten gibt es Schund und Schmutz im Kapitalismus. Auf Pro-7 MAXX laufen nachmittags japanische Zeichentrickfilme, in denen es ausschließlich um Kampf und Rivalität geht.
 

Freiwilliges Soziales Jahr — Unterwerfung Unterwürfiger unter die kapitalistische Forderung nach sozialen Opfern; Freiwillige Sklavenarbeit; Verrat lohnabhängig Beschäftigter, Arbeitsloser und prekär Beschäftigter, die alle ihre Arbeitskraft möglichst teuer verkaufen müssen.
 

freizeitliche Verelendung — Verelendungsform, die durch systematische profitgetriebene Verlängerung der Arbeitszeit im Kapitalismus zustande kommt. (Siehe auch »Was ist Verelendung?«)
 

Fremdenfeindlichkeit — Form der gruppenbezogenen Menschenverachtung, die die Ausländerfeindlichkeit wesentlich einschließt. Sie ist in allen kapitalistischen Ländern besonders ausgeprägt. Sie beinhaltet neben der Ausländerfeindlichkeit auch die Feindlichkeit gegenüber fremd erscheinenden Inländern. Sie setzt daher im Spektrum weiter rechts ein, als die reine Ausländerfeindlichkeit.
 

Frieden — Abwesenheit des Krieges; Der Frieden wird durch sozialistische Staaten garantiert. Kriege und kriegsauslösende Staaten sind immer kapitalistische – in der Regel imperialistische Staaten. Das Ende des staatssozialistischen Systems war auch das Ende des Friedens. Der Sozialismus verhinderte auch Kriege der NATO. Heute zerstört die NATO ein Land nach dem anderen. Diese Tatsache wird verschleiert.
 

Friedenskooperative — ehemalige Friedensorganisation der BRD, die im Krieg der NATO und der GCC-Staaten gegen Syrien auf die NATO-Kampagne „Adopt a Revolution“ „hereingefallen“ ist und damit NATO-Propaganda gegen Syrien und Baschar al Assad verbreitet hat. Assad-feindliche Organisationen, wie die „Friedenskooperative“ sind damit mit Schuld am Erstarken des IS.
 

Friedenspolitik — ehemals positiver Begriff, der heute von der NATO zum Zwecke des Kriegführens durchgeführt bzw. im Munde geführt wird. Wirklich friedliche Staaten, wie z. B. Libyen, Syrien, Ukraine, Rußland, Kirgistan, Iran, Nordkorea oder Venezuela werden von der NATO überfallen oder bedroht.
 

Friedenspreis des deutschen Buchhandels — Konservativer deutscher Preis der vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels vergeben wird und zunehmend in den Dienst der NATO-Propaganda (und 2003 sogar der Hetze) gestellt wird (wurde).
 

Friedliche Koexistenz — durch die NATO zum Auslaufmodell gemachtes völkerrechtliches Prinzip; Es ist dem Grundgesetz (GG) nach bindendes Prinzip.
 

Front Populair Ivorien — echte Sozialdemokratische Partei; echt gebliebenes Mitglied in der Sozialistischen Internationale, aus der auszutreten, Sigmar Gabriel (SPD (BRD)) gedroht hat, wenn eben dieser Front Populair Ivorien nicht austreten würde. Mit dem Überfall der Europäischen Union auf die Elfenbeinküste wurde der legitime Präsident Gbagbo, der eben Mitglied des Front Populair Ivorien ist, aus dem Amt geputscht und der Wahlfälscher Ouattara, der auch für Massaker verantwortlich ist, an die Macht gebracht.
 

FRONTEX – rassistische Deutsche Erfindung der militanten europäischen Abschottung von afrikanischen Flüchtlingen mittels Militärschiffen auf dem Mittelmeer. FRONTEX macht die Flucht über das Mittelmeer besonders tödlich. Der Name kommt aus dem französischen „Agence européenne pour la gestion de la coopération opérationelle aux frontières extérieures“. Die Auswahl der Zeichen bedeutet: „Front gegen Ausländer“.
 

FSJ → Freiwilliges soziales Jahr
 

FSK → Freiwillige Selbstkontrolle
 

Fumaderm — Vom Markt genommenes und umgewidmetes als Wirkstoff Dimethylfumarat enthaltendes Medikament, das vormals gegen Psoriasis eingesetzt wurde, jedoch nach Erkennung seines Markt-„Wertes“ durch die Produktionsfirma Biogen (USA) gegen Multiple Sklerose, nur noch zu einem weit höheren Preis unter dem neuen Handelsnamen Tecfidera erhältlich ist.
 

Fundamentalist — Zunächst nicht wertende Bezeichnung eines der politischen oder religiösen Linien- bzw. Richtungstreue Verpflichteten. Bei rechten Bewegungen sind Fundamentalisten meistens Extremisten, bei linken Bewegungen sind sie relativ konsequent und unbestechlich.
 

Fünf-Prozent-Hürde — undemokratische Einrichtung der repräsentativen bürgerlichen Demokratie zur Verhinderung des Wachstums neuer Parteien. In vielen Ländern gibt es Drei- und Vier-Prozent-Hürden. Bei vielen Kommunalwahlen gibt es Drei-Prozent-Hürden. Weitere Maßnahmen zu Verhinderung neuer Parteien sind diverse Hürdenregelungen der Wahlkampfkostenrückerstattung und – gerade in der BRD – von Finanzierungsregelungen für politische Parteienstiftungen. Begründet wird die fünf-Prozent-Hürde mit dem durchsichtigen Argument der „Arbeitsfähigkeit“ des Parlaments. Wer sich in der Demagogie auskennt (»Was ist Demagogie?«), kennt auch die diskriminierende Wertung der sogenannten“ Regierungsfähigkeit“.
 

FunktionalisierungChemie — chemische Funktionalisierung — Ersetzen einer gewöhnlichen Gruppe oder eines Gewöhnlichen Atoms durch eine Gruppe mit klar abweichender chemischer Eigenschaft; Politik — funktionsgeleitete (um-)Strukturierung — in-Struktur-Bringung zur Erfüllung einer Funktion; Etwas,das vorher keine oder parteiisch betrachtet, eine oder mehrere andere Funktion(en) hatte, wird zur Erfüllung spezieller Funktionen umstrukturiert. Das kann auch eine reale oder relative Funktionsverarmung sein. Eine Funktionsverarmung einer Volkswirtschaft tritt im Neokolonialismus auf. Eine Verarmung an Eigentümern und Produktvielfalt tritt im Neoliberalismus auf. Eine Funktionsverarmung oder eine reale Funktionsvernachlässigung bei einer öffentlichen Verwaltung tritt bei Privatisierung von Verwaltungsaufgaben auf. Ein öffentlicher Betrieb kann bei einer Privatisierung auch zusätzliche Funktionen haben, die den Kunden nichts mehr nützen, dafür aber den Aktionären Profit versprechen (Privatisierung von Bahn und Telekom) Wichtig ist auch das Gegenteil – die Entfunktionalisierung, wie sie z. B. bei der „Privatisierung“ öffentlicher Betriebe auftritt. (Siehe auch “öffentlichwe Funktion”!)
 

„Für Frieden und Sozialismus!“ — Motto der Jungpioniere in der DDR
 

1 Es gibt falschen Sozialismus, wie es falsche Sozialdemokratie gibt. Beides in einem haben wir in der französischen PS — einer falschen sozialdemokratischen Partei, die sich Partie Socialiste nennt.

 

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