Konzept der Schule des Linksseins


 

Kann man Menschen politisch verändern? – Kann man die Erbarmungslosigkeit bekämpfen?

Grundlage unserer Betrachtung ist die Erkenntnis, daß da politische Spektrum die Menschenverachtung als Dimension zeigt. das politisch Linke ist als Emanzipation aus der verordneten für die Herrschaft so notwendigen Erbarmungslosigkeit (gegenüber Unterprivilegierten) entstanden. Das Linke selbst ist dabei relativ, denn es kann graduell sehr unterschiedlich stark ausgeprägt sein. (Man kann sogar erwarten, daß in der Zukunft noch viel linkere Bewegungen entstehen, die wir uns jetzt noch nicht vorstellen können.) Das ist ein Resultat der Theorie des Spektrums, die hier noch nicht präsentiert wird.
Betrachten wir Gesellschaften, die barbarischer sind, als unsere, fällt uns deren relative Erbarmungslosigkeit auf. Wir können dort die Todesstrafe, drei oder vier parallele Jobs als Erwerbsnotwendigkeit, unzureichende Gesundheitsversorgung, ungerechte Justizsysteme, institutionellen Rassismus, Polizeibrutalität, Schußwaffenunfälle und Morde in für uns ungewöhnlicher Masse beobachten. Es gibt große Unterschiede zwischen verschiedenen Ländern. Wir sehen also, daß die Erbarmungslosigkeit relativ ist. Interviewen wir Befürworter der Todesstrafe in den USA, bekommen ganz selbstverständlich höfliche Antworten von relativ erbarmungslosen Leuten, denn im gesamten Spektrum von rechts nach links gibt es an jeder Position ein jeweiliges politisches Selbstverständnis. Daraus ergibt sich die Frage, ob man erbarmungslose Menschen überhaupt ändern kann, denn der (relativ) Erbarmungslose beurteilt politische Fragen ja genau von seiner erbarmungslosen Warte aus und hält die Resultate seines Denkens für richtig. Waffennarren (in den USA), die dem Fernsehen freundliche Interviews geben, zeigen ihren eigenen Kindern vor dem Fernsehen den Umgang mit Schußwaffen. Sie erklären dem Fernsehen dann, daß sie den Gegnern des Waffenbesitzes erklären müßten, daß es wichtig sei, sich zu schützen. Sie halten ihre Gegner für dumm. Sie verstehen nicht, daß ihr Handeln ressentimentgetrieben ist und daß dem Waffenbesitz, dem Waffenkult und ihrer politischen Waffenbefürwortung der heimliche Wunsch, die Waffe gegen einen Menschen einzusetzen, zugrunde liegt. Dieser Wunsch ist das Resultat der Brutalität der gesamten Gesellschaft, die auf dem Elend und der Ungleichheit fußt. Gesellschaftliche Brutalität und dumme Kultvorstellungen, (Männlichkeitsideale und dumme kulturspezifische Scham- und Peinlichkeitsvorstellungen, sowie akzeptierte Kulte) haben dann die Vorstellung von cooler Waffenbenutzung erzeugt.
Selbstverständlich gibt es viele rechtsextreme Verhaltensweisen, die änderungswürdig wären. Beispielsweise gibt es im Rechtsextremismus keine Kritik der Herrschaft. Das liegt daran, daß die Solidarität nach rechts hin kontinuierlich abnimmt. Die Unterdrückung der Armen und Schwachen wird nur links bekämpft und ganz rechts gut geheißen. Der Übergang ist fließend. Die Mehrheit in einem stabilen Ausbeuterstaat steht rechts und befürwortet den Ausbeuterstaat. So war es allerdings zu (fast) allen Zeiten.

In dieser Situation wollen wir Menschen mittels Texten helfen, nach links zu finden!

– Muß das nicht scheitern?
Die Ablehnung anderer politischer Anschaungen betrift nur unverständliche Anschauungen, die zu weit entfernt sind. Sie ist außerdem selbst in einer psychoökonomischen Entscheidung begründet. Sie ist Resultat einer als (politisch) ausweglos betrachteten Situation. Wir können Menschen über ihre Motive und über die wahren Ursachen der Kriminalität aufklären. Das Wissen darüber, daß eine Gesellschaft anders sein kann, erhalten wir leicht durch einen internationalen Vergleich. Wären die Menschen so schlecht, wie viele Konservative und Rechtsextremisten so oft behaupten, müßten alle Länder die gleiche Kriminalität haben und die Länder mit der meisten Polizei müßten den konservativen Vorstellungen entsprechend die geringste Kriminalität besitzen. Genau diese Länder besitzen jedoch die höchste Kriminalität. An dieser Stelle kann man kriminologische Resultate präsentieren, die einen Zusammenhang der echten Kriminalität mit zwei Parametern zeigen – dem Elend durch niedriges Bruttoinlandsprodukt pro Kopf und der Ungleichheit gemessen durch den Gini-Index.
Wer also weit rechts ist und in einem extremistischen Land lebt, muß als erstes lernen, daß das ein abnormer, schrecklicher Zustand ist, und daß er selbst in dieser Situation schrecklich geworden ist. Das wird einen gewissen Widerstand erzeugen.
Wir gehen jedoch davon aus, daß politische Positionen mit einem geringen Abstand zur eigenen Position toleriert werden. Das folgt aus der Theorie, die voraussichtlich am Jahresende präsentiert wird. Wenn also der politische Abstand der Lektionennicht zu hoch ist, solten sie aufgenommen werden.

 

Konzept der Linkslevel

Trivia: Politik ist immer auch Parteilichkeit. Ohne Partei zu sein, ist man außerhalb der Politik. Parteilichkeit beinhaltet Überzeugungen mit einem gewissen Beharrungsvermögen. Dieses lehnt Argumente, die einen gewissen politischen Abstand überschreiten, automatisch ab.
Das Linkslevelkonzept beinhaltet nun, das Spektrum in kleine Teile zu teilen und möglichst streng innerhalb dieser Level zu arbeiten. Zu diesem Zwecke müssen die Autoren das Spektrum sehr gut verstehen.
Genaueres steht unter »Warum hohe Linkslevel von Rechten nicht verstanden werden können« .
Die konsequente Verfolgung des Level-Konzepts führte zum Nachdenken über Abstände und zu einer Theorie des politischen Spektrums (in Arbeit).

 

utS-Linkslevel

Das untransformierte Spektrum
Das untransformierte (noch verzerrte) Spektrum (utS) ist das noch vorläufige nicht-abstandsrelevante Spektrum. Obwohl also praktisch bereits anschaulich mit Abständen gearbeitet wird, ist das utS derzeit nur eine Ordnung ohne Metrik.
Das ut-Spektrum selbst besteht derzeit aus angeordneten politischen Eigenschaften. Die Abstände sind geschätzt und ohne rechnerische Bedeutung. totzdem wurden anhand des utS wesentliche Teile der Theorie entwickelt.
 

Orientierungslevel
Auf den Linkslevelseiten (noch nicht online) sind für jeden Beitrag Orientierungslevel (OT, OtL) angegeben. Sie tragen ein oder zwei Nachkommastellen und bringen alles in eine Reihenfolge. Außerdem dienen sie später der Umtransformierung des Spektrums (Mapping). Derzeit sind alle Beispielspektren und Level in utS-Leveln (untransformiertes Spektrum) angegeben. Das bedeutet, daß, unter der Annahme, daß eine Metrik der politischen Achse durch Entwicklung eines Abstandsbegriffes gefunden werden kann, das derzeitige nicht-metrische pseudokardinale Spektrum durch eine Transformation (ein Mapping) in eine quasikardinale Skala überführt wird, welche dann “leicht” durch Messung in ein wirklich metrisches Spektrum überführt werden kann. Dieses metrische Spektrum wäre dann entzerrt und beinhaltete echte Abstandsrelationen. Ein Abstandsbegriff müßte symmetrische und transitive Eigenschaften besitzen.
Wenn das Spektrum umtransformiert wurde, werden die Orientierungslevel eine höhere Genauigkeitsstufe darstellen.
Trotz des provisorischen Charakters der Skala gibt es bereits eine Quasiordnung mit der man arbeiten und bereits viel zeigen kann. Die utS-Level werden jedenfalls als Lernlevel genutzt.

 

 

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