Was ist der Unterschied zwischen Links und Rechts?

Wörter: 1157; Linkslevel: ±0 Indifferente; Pilotartikel von: Serie zum Politischen Spektrum

 

Serie zum Politischen Spektrum

 

 

Gibt’s sowas überhaupt?

Als ich vor zwanzig Jahren mit dem Studium begann, wurde die DDR abgewickelt. Diese Erfahrung war grundlegend für mein Verständnis des Kapitalismus, das Verständnis, daß der kalte Krieg – einseitig geführt – weitergeht und daß es ständig Klassenkampf von oben gibt, war letztlich der Beginn meines Klassenbewußtseins. Um das zu entwickeln, muß man aber bereits links sein.
In diesen für den Osten schrecklichen, für mich aber hoffnungsvollen Tagen meines ersten Semesters wurde ich durch die Aussage eines Kommilitonen ( – ebenfalls ein Ostler (Westdeutsch: Ossi)) schockiert, der einer Diskussion mit den Worten: „Ach Rechts-Links – alles egal!“ entgehen wollte. „Rechts und Links – das ist alles Quatsch! – Das gibt es gar nicht.“ meinte er. Dieser Ansicht bin ich oft begegnet, weshalb hier beschrieben werden soll, warum Rechts und Links nicht verwechselt werden können und warum der Unterschied fundamental wichtig in der Politik ist

Der Kapitalismus ist geprägt von Klassengegensätzen. Darum geht es hier nicht – jedoch werden diese Klassengegensätze von der herrschenden Klasse verschleiert. Daher ergreifen die Menschen entsprechend ihren Auffassungen bewußt und unbewußt unterschiedlich Partei bezüglich dieser Gegensätze. Es muß daher erläutert werden, was alle real denkenden politischen Organisationen bewegt – diejenige Dimension beleuchtet werden, die durch Links und Rechts aufgespannt wird. Das politische Spektrum reicht der Konvention nach von Links bis Rechts.

 

Was ist also Links und was Rechts?

Links zu sein bedeutet egalitär zu sein, rechts zu sein – elitär.
Links zu sein, bedeutet für gleiche Rechte aller zu sein, rechts zu sein – für Partikularinteressen einzutreten.
Links zu sein, bedeutet solidarisch zu sein, rechts zu sein – korrupt und unsolidarisch.
Links zu sein, bedeutet das Menschenrecht zu erkämpfen, rechts zu sein – es zu bekämpfen.
Links zu sein, bedeutet die ausbeuterische und unterdrückerische Obrigkeit zu bekämpfen, rechts zu sein – ihr zu gehorchen.
Links zu sein, bedeutet, die Menschen zu lieben, rechts zu sein – den Staat.
Links zu sein, bedeutet, daß der Staat den Bürgern (Beitragszahlern) gehört und ihnen dient, rechts zu sein, daß die Menschen dem Staat gehören und ihm dienen.

 

Implikationen

Daher bedeutet links zu sein,

  • die Staatsquote zu erhöhen,
  • mit dem Geld Bedürftigen zu helfen,
  • Kindergärten zu fördern und Sozialwohnungen zu bauen und
  • Rechte von Minderheiten durchzusetzen,

rechts zu sein – hingegen,

  • den Staat zu verkleinern,
  • das Geld der Armen den Reichen zu schenken,
  • Armeen aufzustellen und Prestige-Projekte zu finanzieren und
  • Privilegien zu sichern.

Daher bedeutet links zu sein, das Gesundheitssystem und das Bildungssystem zu verbessern, rechts zu sein — hieran zu sparen, damit Quacksalber, Privatuniversitäten und Versicherungen daran „verdienen“.
Daher bedeutet links zu sein, gegen die Diskriminierung von Minderheiten, gegen Ausländerfeindlichkeit und Faschismus, gegen Ausbeutung und Rechteabbau einzutreten, rechts zu sein – das Gegenteil.
Und weiter bedeutet links zu sein – gegen die Wehrpflicht und gegen Zwangsdienste zu sein, rechts zu sein – Opfer vom Volke zu verlangen und Menschen zu Mördern zu machen.
Daher bedeutet links zu sein, für Demokratie zu kämpfen, rechts zu sein – sie zu bekämpfen.
Daher bedeutet links zu sein, Privilegien zu bekämpfen, rechts zu sein – sie mit Gewalt durchzusetzen.
Daher bedeutet links zu sein, altruistisch zu sein und das Gemeinwohl zu stärken, rechts zu sein – egoistisch zu sein und es zu bekämpfen.
Daher bedeutet links zu sein, ökologisch zu sein, rechts zu sein – ohne Rücksicht zu konsumieren.
Daher bedeutet links zu sein, Völkerfreundschaft, rechts zu sein – Krieg.

 

Sekundäre Implikationen

Im Kapitalismus bedeutet links zu sein daher, daß man für seine Überzeugung eingesperrt oder ermordet werden kann.
Im Kapitalismus bedeutet rechts zu sein daher, linke Oppositionelle zu bespitzeln, zu verfolgen und Gewerkschafter zu ermorden.
Im BRD-Kapitalismus bedeutet links zu sein daher, den Klassenkompromiß aufzuspalten, rechts zu sein, in Mallorca oder Thailand Urlaub zu machen oder nach Tschechien ins Bordell zu fahren und dafür CDU zu wählen.
Im Kapitalismus bedeutet links zu sein daher, die eigene Sicherheit, den Arbeitsplatz, die ökonomische Existenz, die Gesundheit oder sogar das Leben für die eigene Überzeugung aufs Spiel zu setzen.
Da richtige Linke (Linkslevel +2,5 und höher) Ausbeutung als Ursache (deren Sinn) für die Unterdrückung und als Ursache der Ausbeutung (→ »Links und Eigentum«) das Privateigentum an Produktionsmitteln ausgemacht haben, sind Linke gegen das Privateigentum an Produktionsmitteln und Rechte dafür, daß jeder beliebig viel Eigentum anhäufen kann (wenn er es vermag).

Links und rechts sind Antagonismen.

Links und rechts spannen ein Spektrum auf. So gibt es in jedem Lande ein Spektrum aus verschiedenen Positionen zwischen den beiden Enden. Links finden wir den Humanismus und rechts die Erbarmungslosigkeit. Links ist konstruktiv und rechts destruktiv. Links bedeutet Fortschritt. Das politisch Linke ist historisch jung. Erst durch das neue Linke erkennen wir das Rechte und damit das Politische an sich.
Vom Links-Rechts-Schema abweichende Positionen nennen wir unpolitisch. Sie spielen für den gesellschaftlichen Fortschritt keine Rolle.

Extrem rechte Positionen sind logischer Weise menschenverachtend und gemeingefährlich. Sie behindern den Fortschritt.

Daher bedeutet im Kapitalismus links zu sein, von den Kapitalisten gefürchtet und von den extrem Rechten verfolgt und ermordet zu werden, soweit diese die Macht dazu haben.
Daher bedeutet rechts zu sein, im Sozialismus, daß man eingesperrt gehört, solange man rechts ist, weil man nicht frei herumlaufen darf!


 
Implikationen im Spektrum

Das beschriebene Links-Rechts-Schema ist wichtig für das Verständnis der politischen „Landschaft“ dazwischen, die wir „Spektrum“ nennen.

Ausbeuter müssen, um weiter ausbeuten zu können, unterdrücken. Um zu unterdrücken und um andere Menschen zu bewegen, ihnen zu helfen und damit gerade auch die Helfer, die keine Ausbeuter sind, vom Sinn ihrer Tätigkeit überzeugt sind, brauchen sie eine rechte Gesinnung. Rechte Gesinnung bedeutet Menschenverachtung. (Menschenverachtung ist gegen Empathie, Kooperation und Akzeptanz gerichtet. Sie ist eine strategische Emotion. Sie wird benötigt, um jemandem etwas antun zu können. Wenn man jemanden in Not ignorieren möchte, benötigt man auch ein wenig davon. Die Menschenverachtung gehört zur Grundausstattung des Kapitalismus, weshalb die Völker in kapitalistischen Ländern weiter rechts stehen, als in anderen Ländern. )
Der Konservatismus (in Deutschland) ist eine solche Gesinnung vermischt mit religiösem Zierrat und Familienromantik.
Das Links-Rechts-Schema verdeutlicht, warum „die Grünen“ nicht mehr „grün“ sind. Sie sind nicht mehr links. Linke wissen, daß soziale wie auch ökologische Forderungen immer nur gegen Konzerninteressen durchgesetzt werden können – niemals mit ihnen! Sie wissen, daß der kapitalistische Staat nicht demokratisch sein kann. „Die Grünen“ wissen es nicht mehr und können außer unpolitischen Angelegenheiten nichts mehr durchsetzen.
Das Links-Rechts-Schema verdeutlicht, daß die CDU weit rechts von der Mitte zu finden ist und die heute kriegführende SPD mit ihrer Niedrigstlohnsklaverei und der Rentenreform heute ebenfalls weit rechts von der Mitte zu finden ist.
Die Linkspartei, die mitunter an Landesregierungen teilnimmt, muß in einer bürgerlichen Koalitionsregierung eine Mischung aus kapitalistischer Politik (also Unterdrückung) und linken Zielen verfolgen. Es ist klar, daß eine Mischung aus Unterdrückung und Emanzipation, eine Mischung aus privatkapitalistischer Aneignung und Gemeinwohl, eine Mischung aus Akkumulation und Umverteilung nach unten, eine Mischung aus Krieg und Frieden nicht funktionieren kann. Sie ist daher bei weitem nicht die linkeste Kraft im politischen Spektrum.

[Evariste] überarbeitet am 24.11.2015, 11.03.2016
[Evariste] Zuletzt überarbeitet am 26.04.2017
 

Weiter zur Serie zum Politischen Spektrum

 

Zur Kategorie „Links bis Rechts“ siehe auch

±0 Indifferente
»Wo stehen die Parteien im politischen Spektrum?«
»Was ist der Unterschied zwischen radikal und extrem?«
»Warum ist man rechts oder links – Wie erzieht man Rechte oder Linke?«
. . . » Links und Eigentum – Warum die Linken die Eigentumsfrage stellen «
 

+1 Echte Sozialdemokraten
»Wie kommt das politische Spektrum zustande?«
»Was ist der Unterschied zwischen Rechts und Links (»Was ist der Unterschied zwischen Links und Rechts? II«)<«
 

+2 Sozialdemokratisierte Linke oder linke Sozialdemokraten
»Was ist für linke asozial?«
»Warum alternative Modelle zum politischen Spektrum falsch sind – Fortgeschrittenes zum politischen Spektrum«
. . . » „Sozialdemokratischer“ Imperialismus «
 

+3 Linke
» Rechts-extrem ist rechtsextrem«
»Warum das politische Spektrum ein Kontinuum ist«
 

+4 Sozialisten
»Erzeugende des politischen Spektrums«
 

oder einfach: Serie zum Politischen Spektrum
 

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»Was ist der Unterschied zwischen Demokratie und Diktatur?«

8 Kommentare zu “Was ist der Unterschied zwischen Links und Rechts?

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  2. Pingback: Was ist der Unterschied zwischen radikal und extrem? | Schule des Linksseins

  3. Pingback: Wie kommt das politische Spektrum zustande? | Schule des Linksseins

  4. Pingback: Seehofers Kreuther Kracher... - Seite 8

  5. Wenn ich Ihren Beitrag lese bin ich „sehr“ links… allerdings kann ich mich mit dem Punkt Zuwanderung und Völkervermischung nicht anfreunden! Da kann ich mich leider nicht mit anfreunden. Ich sehe persönlich nichts gutes darin. Jedes Volk und jede Kultur sollte für sich bleiben. Dies ist meine persönlich Ansicht. Ich bin noch relativ jung und vielleicht ändert sich mein Weltbild. Derzeit denke ich so…

  6. Hallo Dirk, wenn Du noch sehr jung bist, wie Du schreibst, dann weißt Du sicherlich bereits, dass man im Leben vieles erst nacheinander erfahren kann. Als ich jünger war hatte ich auch eine sehr starke Meinung zu manchen Sachverhalten. Das kam daher, wie ich jetzt mit 56 weiß, dass ich damals nur einen Bruchteil dessen wissen konnte (logischerweise), was ich jetzt weiß und inzwischen noch erfahren habe. Damals habe ich zwar gewusst, dass Vorfahren von mir nach Kalifornien ausgewandert sind, sie besuchten uns damals noch. Jetzt aber habe ich begriffen, dass sie Wirtschaftsflüchtlinge waren, die nichts anderes wollten, als sich eine Existenz aufzubauen. Inzwischen weiß ich auch, dass das, was viele als „Deutsche“ bezeichnen, eigentlich gar nicht so „rein“ deutsch ist. Erstens ist Deutschland als Land noch nicht so alt und zweitens sind unsere Vorfahren eine Mischung aus verschiedenen Menschen unterschiedlicher Kulturen und Länder. Ich finde es auch schön, wenn es verschiedene Kulturen gibt, wäre ja sonst langweilig auf der Welt und ich finde schön, dass sie gepflegt werden. Inzwischen weiß ich auch, dass ich manches erst nach eigener Erfahrung begriffen habe – also nur lesen oder im Internet anschauen ist nicht dasselbe, wie es mitgestalten und dadurch am eigenen Leibe erfahren. Ich wollte z.B. verstehen wie sich die Weltsicht asiatischer Menschen unterscheidet von unserer… Deshalb begann ich mit 48 Jahren eine Heil-und Kampfkunst zu erlernen (Kiaido) und erst dadurch habe ich wirklich erfahren/erlebt was es meint, die Welt nicht in Gut/Böse, Weiß/Schwarz usw. einzuteilen, sondern zu sehen, dass alle Qualitäten gleichwertig sind und zu irgendeinem Zeitpunkt förderlich oder hemmend oder zerstörend oder kontrollierend usw. wirken können. Das hat meine Weltsicht sehr erweitert. Diese Heil-und Kampfkunst-Seminare habe ich zum größten Teil in Italien besucht, sie wurden in Englisch gehalten von einem Koreaner, der in Sibirien aufgewachsen ist und etliche Jahre in den USA gelebt und gewirkt hat. Soviel zur Vermischung der Kulturen und wie ich dadurch dazu lernen konnte… Vielleicht möchtest Du eigentlich auch einfach nur Dein gewohntes Umfeld erhalten – die „Stimmung“ der Umwelt, in der Du Dich wohlfühlst. Eventuell erkennst Du auch, dass es beängstigend ist, wenn sich die Lebensumstände ohne eigenes Zutun ändern, ev. empfindest Du eine „Ohn“-Macht. Dies empfinden sicher Menschen, die vor dem Krieg flüchten oder vor Hochwasser oder vor Nazis oder vor einer großen Dürre. Als Kind hab ich manchmal gedacht, dass wir hier in Mitteleuropa doch ziemlich sicher und gut leben, dass ich aber persönlich gar nichts dazu beigetragen habe und dass ich das allen Menschen wünsche, damit sie friedlich leben können und sich den wirklichen Menschheitsaufgaben widmen können… Herzliche Grüße, Viola (P.S. Ich bin das erste Mal auf dieser Seite, Dein Beitrag hat mich sehr berührt…)

  7. Pingback: Was ich am „links“sein so gut finde?! – nachtgespraechblog

  8. Zunächst mal zum ersten Kommentar von Dirk.
    Wer rechts ist, weiß nicht immer, wie weit rechts er ist, da rechtssein ein Zustand politischer Bewußtlosigkeit ist. Mir scheint auch, daß Dirk hier weit außerhalb seines Levels gelesen hat. Demzufolge kann der Kommentar nicht sachgemäß sein. Wer sich explizit gegen „Völkervermischung“ ausspricht ist allerdings sehr weit rechts und das weiß er dann auch. Wer ausdrücklich schreibt, daß jedes Volk für sich bleiben sollte, sollte selbst erst einmal im Level -5 (in Worten „Minus Fünf“) lesen und und nicht bei 0. Die „Völkervermischung“ gibt es nicht, da es keine genetischen Völker gibt. Das ist ausführlich im Level -5 diskutiert.

    Nun zum zweiten Kommentar von Dirk
    Zunächst mal ist es eine Unsitte, Beiträge zu entführen. Dann ist es eine Unsitte, Sachbezogene Diskussionen nicht hier zu führen.
    Die Kommentare eine -5 – Kandidaten sind eigentlich nicht diskussionswürdig. Sie sind realitätsfremd. Der hier in rede stehende Kandidat, der als zweiten Kommentar nur einen Link gesetzt hat, hat die Empfindung, daß Linke in diesem Lande Rechte unterdrücken würden. Dabei ist in Wirklichkeit es genau anders herum. Linke schlagen keine Polizisten. Die Gewalt geht natürlicher Weise von rechts aus. Da Polizisten in der Regel weiter rechts stehen, geht die Gewalt tatsächlich von ihnen aus. Während Linke Demonstrationen für den Frieden (8000 Leute „Frieden statt NATO“ 2016) in den Hauptmedien glatt verschwiegen werden, wird im Fernsehen über jede noch so kleine Pegida-Demonstration berichtet und Details von AfD-Parteitagen in allen Medien breitgetreten. Tatsächlich müssen diese Dinge nur Rechtsextremisten erläutert werden.
    Einzelne Punkte
    1. Das Gesundheitssystem der DDR und der sozialistischen Staaten war nicht heruntergekommen, sondern ganz hervorragend in der Fläche organisiert. Die Ärzteversorgung war sogar besser als heute, wo man Krankenhäuser privatisiert und Personal spart. Nur die Rettungswege ware in der DDR schlechter. Generell hatte sogar Gaddafis Libyen mehr Ärzte pro Kopf, als die meisten kapitalistischen Staaten und heute hat die Republik Kuba die höchste Ärztedichte der Welt. Kuba versorgt viele lateinamerikanische Staaten mit Ärzten und hilft bei Naturkatastrophen in Haiti und sogar in den USA nach dem Wirbelsturm Katrina.
    2. Tatsache ist, daß man im real existierenden Sozialismus Recht bekam. Ich selbst habe einmal die Gewerkschaft (FDGB) gegen meinen Betrieb in Stellung gebracht und eine Umsetzung durchgesetzt. Tatsächlich konnte man in der DDR mit kluger Argumentation überzeugen. Die DDR war im Gegensatz zu westlicher Propaganda ein Rechtsstaat. In Israel und den USA gibt es im Gegenteil eine extreme Ausländerfeindlichkeit der Rechten und einen extremen Antikommunismus, der sich gegen alles Linke richtet. Wenn Linke in Israel für den Frieden demonstrieren, werden sie auf der Straße angegriffen. Rechte Parteien, und das sind die meisten dort, sind gegen Einwanderung, gegen Flüchtlinge gegen die dort lebenden Beduinen und gegen palästinensische Bürger Israels. In den USA haben gerade die Rechten gewonnen und jeder weiß eigentlich, was das für die Ausländerfeindlichkeit bedeutet. Die Linken in beiden Ländern nehmen die diskriminierten Gruppen systematisch in Schutz.
    Faschisten sind eben keine „Nationalsozialisten“, denn so etwas gibt es überhaupt nicht. Wer das Wort „Nationalsozialismus“ benutzt, treibt die Propaganda von Hitler und Göbbels. Der deutsche NS-Faschismus wolle die Tatsache extremer Rechtsausrichtung verschleiern. Dies‘ alles wurde auf den Leveln -2 und -1 erläutert. (und auf +1) Faschisten sind – das kann man dem Spektrum entnehmen – extrem rechts, und echte Sozialisten radikal links. Diese Erläuterungen müßten nicht stattfinden , wenn D. sich erst mal an die Level gehalten hätte.
    3. Linke sind gegen die Wehrpflich und gegen Zwangsdienste. – Wer denn sonst? Der real existierende Sozialismus war erstens bei weitem nicht so links, wie die radikale Linke und zweitens gab es eine Blockkonftrontation, die eine Verteidigungsarmee einer gewissen Größe erzwang. Ich weiß das, denn ich habe in Ost und West verweigert.
    Die DDR leitete gegen Ende der DDR keineswegs Zwangsmaßnahmen ein, wenn jemand eine andere Meinung vertrat. Sie verfolgte allerdings Leute, die sich gegen den Staat, das System oder konkrete unverhandelbare Bestandteile, wie z. B. die Einparteienherrschaft oder eben den Sozialismus ausprachen. Tatsächlich waren hiervon im wesentlichen Antikommunisten betroffen, die sich als Bürgerrechtler tarnten und sich ihre Dissidenz vom Westen vergolden ließen. Man findet sie heute in der CDU. Die Meinungsfreiheit war in der DDR genauso verfassungsmäßig und gesetzlich verankert, wie in der BRD (mit dem Unterschied, daß es in der DDR ein Recht auf Arbeit gab). An der deutsch-deutschen Grenze starben vor allem Personen durch Einwirkungen aus dem Westen. Diese Grenze war tatsächlich eine Verteidigungsgrenze. Es gab keine 70 000 Toten. Statt dessen gibt es viele Millionen Tote durch die BRD. Derzeit werden vier Kriege und über 20 Militäreinsätze durchgeführt. Durch Sanktionen wird vielen Ländern geschadet. aktuell hungert man Syrien, das Donbas, Moldawien, Nordkorea und Jemen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) aus.
    4. D. weiß auch hier nicht, wovon er redet. Z. B. könnte man sich mit der kubanischen Demokratie befassen – was ein Faschist aber nie tun würde. Und das Aus ist es für den Kapitalismus, wenn er Demokratie zuläßt, deshalb gab es in Chile den Pinochet-Putsch, In Honduras Parguay und kürzlich in Brasilien Putsche, in Georgien eine Rechtsputsch und in der Ukraine einen NATO-gesteuerten Rechtsputsch, der die Meinungsfreiheit, die Pressefreiheit, das Recht auf körperliche Unversehrtheit abschaffte, Parteien verbot. D. dreht einfach alle Tatsachen um.
    5. Noch einmal eine falsche Behauptung. D. nennt nicht die Quelle für seine blödsinnige Zahl.
    6. Behauptungen, die ohne Beweis erfolgen, sind ungültig. hier sind Beispiele gefragt.
    7. Und wieder eine blödsinnige Behauptung, die allerdings auch nicht mehr kommentiert werden muß.
    8. Zunächst mal gab es kein kommunistisches Rußland, sondern die Sowjetunion. Die Sowjetunion hat keinen einzigen Krieg begonnen. Sie hat in dem vom Westen bedrängten Afghanistan autorisiert durch Präsidenten Nadschibulla eingegriffen, um die vom Westen unterstützten Contras (Mudschaheddin) zurückzuschlagen. Es wurde außerdem mehre Versuche, Putsche im Warschauer Vertragsgebiet herbeizuführen, zurückgeschlagen. Einige davon waren mit Demokratisierungsbestrebungen vermischt, wurden jedoch vom Westen ausgenutzt.
    Das waren keine Kriege.

    Tatsächlich werden Kriege vom Westen – konkret von der NATO angezettelt und insbesondere seit 1990 ein Land nach dem anderen zerstört.
    Durch die NATO zerstörte Länder sind Vietnam, Laos, Jugoslawien, Irak, Afghanistan, Libyen, Syrien, Libanon, Ukraine, Jemen. Bedroht sind Mali, Iran, Nordkorea, Venezuela. Die meisten Länder allerdings werden mit Wirtschaftswaffen zerstört.
    Alle Einwände von D. sind ohne Substanz und undurchdacht. Der Faschist leidet an seinem eigenen Schmerz und kann die Realität nicht erkennen.
    [Evariste]

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