“Nationalsozialismus” – ein Wort im westdeutschen Sprachgebrauch — Warum es keinen Nationalsozialismus gibt

Wörter: 799; Linkslevel: -2 Asozialisierte Mitläufer

Es ist schon nervig es immer wieder hören zu müssen, da “der Westdeutsche” an dieser Stelle ein Nazi-Wort benutzt, das aus diesem Grunde hier näher untersucht werden soll.

 

Grundsätzlich

ist der “Nationalsozialismus” eine demagogische1 Konstruktion, die dazu geschaffen wurde, die Arbeiterklasse für eine Partei zu begeistern, die in Wirklichkeit die Interessen des Kapitals, konkret des Monopolkapitals, vertritt.

Gibt es einen “Nationalsozialismus“?

Konkret betrachtet gibt es keine “nationalsozialistische” Theorie es gibt hier keinerlei theoretisches Standardwerk und schon gar kein wissenschaftliches. Was die Nazis als Standard-“werk“ betrachten, ist Hitlers “Mein Kampf”. Das ist jedoch anerkanntermaßen kein wissenschaftliches Werk, sondern sektiererische Spinnerei! Wir fassen also schon einmal zusammen, daß es keine “nationalsozialistische” Ideologie an sich gibt jedenfalls keine wissenschaftliche. Was es gibt, sind gewisse Vorstellungen von künstlicher Selektion und „völkischem“ Kampf man müsse der Natur durch künstliche Selektion “helfen” und dazu massenhaft Menschen umbringen und die Völker würden in einem natürlichen Konkurrenz-verhältnis zueinander leben. (All das ist längst widerlegt.) Unter Linken hat sich für dieses Phänomen das Wort “Faschismus” eingebürgert. Das Wort “Faschismus” steht für die totale systematische Negation der Menschenwürde, sowie offenen Staatsterror und ist daher extrem praktisch. Es erzeugt sofort Verständnis2. Die Faschisten mögen das Wort daher nicht, so wie sie das Wissen um Auschwitz auch nicht mögen. Politisch betrachtet, suggeriert “Nationalsozialismus”, eine Art Partikularsozialismus eben nur auf die “Nation” bezogen. Das ist aber nicht möglich! Begrenzte Solidarität ist unechte (eben keine!) Solidarität. Es gibt keinen Partikularsozialismus! Wenn wir ihn suchen, finden wir nur den Kapitalismus. Inhaltlich betrachtet, sind Sozialismus und Nationalismus nicht miteinander vereinbar.
 
– Denn

Sozialismus bedeutet Solidarität und Nationalismus – Feindschaft,

Sozialismus – Gleichheit, Nationalismus – Ungleichheit,

Sozialismus – Menschenrechte, Nationalismus – Barbarei,

Sozialismus – Frieden, Nationalismus – Krieg.


 

Das Wort “Nationalsozialismus” suggeriert den Westdeutschen (auch heute noch) daß es sich um eine Art Sozialismus handeln würde. Es ist eine Vermischung von Links und Rechts und hat daher große Bedeutung für die Totalitarismus-doktrin.
 

Die Wahrheit

Als die NSDAP noch eine winzige Splitterpartei war, kam ein arbeitsloser Kleinbürger, der sich schnell in der Partei hochgearbeitet hatte auf die Idee, ein Bündnis mit dem Großbürgertum einzugehen und die Arbeitermassen über den wahren Charakter der NSDAP zu täuschen. Zunächst herrschte Skepsis bei den Unternehmern. Einige Jahre später erläuterte Adolf Hitler aber im Industrieklub, wie er Gewerkschaften und linke Organisationen verbieten wollte. Die kriminellsten Industrien waren am begeistertsten. Mehr dazu steht in »Warum hat der Faschismus Klassencharakter?«.
Die Vokabel „Nationalsozialismus“ stammt von Goebbels und war von Anfang an als Demagogie konzipiert. In Wirklichkeit war der NS-Staat ein völkisch-nationalistisch ausgerichteter monopolkapitalistischer Staat.

Der ist Faschismus kein ideologisches Phänomen, sondern resultiert aus dem Klassencharakter der Gesellschaftsordnung – ist also nur die zur “offenen terroristischen Diktatur” (wie Dimitrow sagt) übergegangene Klassenherrschaft der Bougeoisie. Da Sozialisten und Kommunisten das erkannt haben, wollten sie nach dem zweiten Weltkrieg mit der Ausbeuterordnung brechen. Durch die Abschaffung des Privateigentums an Produktionsmitteln ist die DDR klar als Bruch mit der Ausbeuterordnung zu erklären.

Betrachten wir das Ende der Demagogie durch die ideologische Spaltung des sogenannten “dritten Reiches” nach seiner Zerschlagung durch die Aliierten, so ergibt sich in 0ter (nullter) Ordnung folgendes Bild:
 

 

"Drittes Reich"

"Nationalsozialismus" (Demagog. Vermischung)

/ \

/ Trennung \

/ \

/ \

BRD ##################DDR

Nationalismus############ Sozialismus

 

Es handelt sich hier aber nicht um eine Aufspaltung einer Ideologie, sondern nur um die, einer Vokabel. Wer ist dem „Nationalsozialismus” in Wirklichkeit näher gewesen? Die, die einen antifaschistischen Staat gründeten, oder die, bei denen Nazis nach dem Krieg, dank Adenauer, Heuss und anderen, erst richtig Karriere machen konnten? Westdeutschland hat sich zwar von Auschwitz, nie aber vom Angriffskrieg wirklich distanzieren können. Ganze „Vertriebenen“-Verbände und militaristische Traditionsvereine treiben ihr Unwesen in der BRD bis heute. Lange Zeit noch haben diese Verbände die deutsch-polnische Grenze in Frage gestellt, ja bis in‘s Jahr 2000 haben führende BRD-Politiker die Beneš-Dekrete und damit Tschechien angegriffen! Auch einige der grundlegenden Merkmale des Faschismus – Nationalismus, Revanchismus, Chauvinismus und Rassismus waren nicht nur Teil des westdeutschen common sense, sondern immer auch Staatspolitik – und sie sind es bis heute. Dazu kommt entlarvender Weise auch ein struktureller Anti-antifaschismus.
Es ist schon nervig – es immer wieder hören zu müssen – denn es bedeutet letztlich, daß die “Westdeutschen” den Nazis ideologisch noch immer auf den Leim gehen. Oder kann es sein, daß Teile der Westdeutschen das Wort Faschismus nicht mögen, da es doch Kritik an der Klassengesellschaft beinhaltet?
Die antikommunistische Furcht vor dem Sozialismus ist der Grund für die Westdeutschen immer noch der Vokabel “Nationalsozialismus” glauben zu schenken und sie auch noch zu benutzen. Kann es sein, daß einige Ausbeuter von einer Ausbeutung (Ausbeutung → Mehrwertrate) träumen, wie sie ím sogenannten dritten Reich herrschte, einer Ausbeutung, die man nur durch Terror aufrecht erhalten kann?

Die Benutzung des Wortes „Nationalsozialismus“ ist eine (teils absichtliche) Fortsetzung der Demagogie von Goebbels und Hitler. Sie lebt als solche in der BRD fort.

 

[Evariste]

2 Wirkliches Verständnis schafft der Artikel »Warum hat der Faschismus Klassencharakter?« vom Juli 2010.

 

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