Zur Ablehnung der politischen Parteinahme in der bürgerlichen Politikwissenschaft – kleine Kritik des Unpolitischen

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Kritik der politischen Neutralität –

In den Politikwissenschaften finden wir häufig Menschen, die völlig unpolitisch sind. Daher findet man auf politischen Veranstaltungen ausgesprochen wenige Politikwissenschaftler. Die wenigen, die man findet, sind meist links. Studenten und Wissenschaftler der Politikwissenschaften (die PoWis) haben Hemmungen, sich politisch zu bekennen. Außerdem wird in den Politikwissenschaften ein wenig das Dogma, man dürfe sich als Politikwissenschaftler keiner Überzeugung anschließen, gepflegt. Wir zeigen hier, daß das bürgerlicher Humbug ist.

In den Gesellschaftswissenschaften ist es gegen Ende des 20. Jahrh.s Sitte geworden, von der eigenen Sozialisiertheit, der eigenen Kultur, dem eigenen Geschlecht, der Religion, der Ethnie und sogar der eigenen Überzeugung zu abstrahieren. Durch solche Objektivierung sollte eine Verwissenschaftlichung der Gesellschaftswissenschaften erreicht werden. Das klingt an sich nach einer guten Idee, da so etwas kompliziertes, wie die menschliche Gesellschaft, die von tausenden Ursachen geprägt und unter tausenden Aspekten betrachtbar ist, durch systematischen Ausschluß von Subjektivität überhaupt erst wichtige Geheimnisse preisgibt. In der Vergangenheit konnten dadurch z. B. die herrschenden Klassensichtweisen und der Eurozentrismus aufgebrochen (wenn auch nicht überwunden) werden. Die westliche Politikwissenschaft ist jedoch heute wieder stärker als früher eine Wissenschaft, die mit der politischen (und ihrer eignen) Lage mehr als zufrieden ist. Da paßt es gut ins Konzept, von der eigenen Überzeugung zu abstrahieren und sich fernab jeder Betroffenheit im Glanze des eigenen Geistes zu sonnen.
Daher wenden wir uns hier gegen den letzten der aufgezählten Punkte, da wir glauben, daß die eigene Überzeugung nicht objektivierbar ist.

 

Was unterscheidet einen politischen Menschen von einem unpolitischen?

Ein politischer Mensch agiert ausgehend vom Interesse. Ein politischer Mensch stellt die Machtfrage. Ein politischer Mensch hat Ahnung, wovon er spricht, ein unpolitischer – nicht!
Ein unpolitischer Mensch kann ein politisches Interesse mithilfe intellektueller Einsicht formulieren, aber niemals durchsetzen. Ein unpolitischer Mensch agiert als nicht-Betroffener.
 

Wie kommt das?

Wie bei allen Wissenschaften, Wissensgebieten, Hobbys etc. führt Beschäftigung mit dem Gegenstand trivialer Weise zu Kenntnissen. Warum aber ist der politisch interessierte Akteur dem Politikwissenschaftler überlegen?
 

Interesse

Das liegt daran, daß Lernen vor allem auf Interesse beruht. Wer nicht wirklich interessiert ist, lernt schlecht. Politische Menschen sind immer interessierter, als jeder bürgerliche Politikwissenschaftler.
 

Problemorientierung und Dekadenz

Wer sich für Politik interessiert, muß problemorientiert denken. Gerade Linke haben ein umfangreiches Problembewußtsein. Sie lösen ständig Probleme (– etwas, das Rechte niemals tun). Ein Politikwissenschaftler, der sich vor seinem Gegenstand hinter scheinbarer Neutralität verbirgt, weicht der Lösung von Problemen aus. Seine “Wissenschaft” degeneriert zur verständnislosen Schilderung. Auf diese Weise können nicht sehr viele Resultate gewonnen werden. Die spannendsten Bücher über Politik werden daher von Linken geschrieben. Die Publikationen “neutraler” PoWis sind langweilig.
Während Linke sich den Kopf darüber zerbrechen, wie das Elend, die Arbeitslosigkeit oder der Welthunger beseitigt werden kann, untersuchen PoWis Überzeugungen und Symptome der politischen Landschaft oder wie man Sympathien gewinnt. Kein PoWi untersucht, wie man Abrüstung erreichen oder Korruption bekämpfen könnte oder woran die Gesellschaft als solche krankt.

Politikwissenschaften, die nicht die Aufgabenstellung haben, Probleme zu lösen, sondern Politik nur beschreiben, Politik – also auch Verbrechen – nur als zu untersuchenden Gegenstand begreifen, beschreiben diesen Gegenstand oberflächlich und ohne Verständnis. Das Dogma, daß Distanz Objektivität schafft ist hier auf die Spitze getrieben, denn wer in dieser Welt lebt, unterliegt der Politik, er ist, wenn er sich nicht um sie kümmert, ihr Opfer. Eine Negation dieser Wahrheit bedeutet entweder seine Augen zu verschließen oder zufriedene Voreingenommenheit. Auf einer C4-Stelle kann man recht zufrieden sein. Mit Alg2 deutlich weniger.
 

Unehrlichkeit der Wissenschaft vor sich selbst

Die Auswirkungen der Abschaffung des Privateigentums an Produktionsmitteln auf die Zivilisation, den Zugang zu Gesundheitsleistungen, die Kriminalität, das Elend, die Ausbeutung, die Akkumulation, die Regierungskriminalität, die Imperien, die Korruption parlamentarischer Abläufe, der Bruch des Völkerrechts durch die Stärksten, die Medienmanipulation, … usw., usf. sind absolut tabu in der bürgerlichen Politikwissenschaft. – Dabei ist gerade das besonders politisch. Tatsächlich gibt es keine unpolitische Politikwissenschaft, da echte Politikwissenschaft nämlich Ergebnisse zeitigt. Diese Ergebnisse sind dann genehm oder nicht. Das heißt, daß ein Teil von ihnen unterdrückt würde, woraus klar folgt, daß vorauseilend vieles gar nicht erst erforscht wird.

Der PoWi, der sich unpolitisch und außerhalb des politischen Spektrums wähnt, erliegt einer Illusion.
 

Einwand – politisch ist nicht gleich betroffen

Man kann hier einwenden, daß das Problem des Politisch- mit dem des Betroffen-seins nicht identisch ist, da es jede Menge Betroffener (z. B. Arbeits-, Obdachlose) gibt, die völlig unpolitisch sind.
Die Probleme der intellektuellen Verelendung sowie der kulturellen, religiösen und pharmazeutischen Betäubung, der Diskriminierung und der Medienmanipulation sind jedoch allgemeine gesellschaftliche Probleme des Kapitalismus. Sie betreffen auch die PoWis.
Auch wenn ein Betroffener nicht automatisch als politischer Mensch agiert, agiert trotzdem ein politischer Mensch hundert mal eher als Betroffener, als ein unpolitischer.
 

Links vertritt das Volk

Dies hängt jedoch eigentlich von seiner Stellung im Spektrum ab. Frauen, Behinderte, Lohnabhängige oder Flüchtlinge werden eben nicht von Rechten, sondern von Linken vertreten. Das ist die Wahrheit. Echte PoWis sollten daher links sein.

 

Was bringt die Abstraktion von der Überzeugung1?

Wie funktioniert Abstraktion?

Die Abstraktion von der eigenen Kultur, der eigenen Sozialisiertheit, dem Eigeninteresse, … verlangt darüber hinaus umfangreiche Kenntnisse von anderem. Wenn ich vom Akzent der eigenen Sprache abstrahieren will, muß ich ausreichend Akzente anderer Sprachen beherrschen. Ich muß sie beschreiben können. Erst durch die durch sie geprägte Vorstellung bekommt der eigene Akzent ein Gesicht. Will ein Deutscher wissen, wie deutsch klingt, kann der zwar den großen Diktator von Charlie Chaplin (mit Hitlerimitation) ansehen, da der Rezipient jedoch selbst deutsch denkt, versteht er das dargestellte nicht so, wie ein Fremdsprachler. Erst durch ausreichendes Studium fremder Sprachen und Umgewöhnung kann er den (fremden) Geschmack des eigenen Akzents erahnen. Deutsch klingt hart, abgehackt und streng.
Abstraktion ist Arbeit.
 

Die linke Sicht auf die Politik

Aus linker Sicht ist “Neutralität” an sich schon eine Sünde, denn “Neutralität” stellt Links und Rechts gleich. Neutralität stellt Kenntniss mit Unkenntniss, Information mit Ressentiment, Empathie mit Erbarmungslosigkeit, Freiheit mit Unterwerfung, Zivilisation mit Barbarei gleich. Wie bereits in den Anfänger- bzw. Fortgeschrittenenartikeln »Was ist der Unterschied zwischen Links und Rechts« und »Was ist der Unterschied zwischen Rechts und Links« beschrieben, können wir die rechte Seite des politischen Spektrums nicht als gleichberechtigte politische Richtung betrachten. Wie gezeigt wurde, ist rechts immer unreif.
Nach linker Überzeugung beruht Linkssein auf Information.
Auch im Abstrahieren sind die Linken am besten. Die Linken kennen den politischen Gegner.
 

Warum bildet die persönliche Überzeugung von allen oben genannten Aspekten die Ausnahme?

Zunächst ist die persönliche Überzeugung kein gesellschaftlicher Parameter. Obwohl die in einer Gesellschaft vorkommenden Überzeugungen durchaus gesellschaftlich bedingt sind und Überzeugungen durchaus parametrisiert werden können. Jedoch geht es in der Wissenschaft um Erkenntnisgewinn und dieser dient zunächst der persönlichen Überzeugung, die gleichzeitig ihr Instrument ist. Die persönliche Überzeugung, so zufällig (bzw. eigentlich nicht zufällig) sie ist, kann nicht gefiltert werden. Sie beruht auf Erkenntnis. Der Versuch der Filterung würde zur Ausblendung wichtiger Erkenntnisse führen. Der Versuch der Filterung würde zu einer Betrachtung führen, die auf einem niedrigeren Kenntnisstand gründet. Die persönliche Überzeugung ist per definitionem eben nicht objektiv, sondern subjektiv. Eine subjektive Meinung müßte erst einmal beschrieben werden, um sie zu filtern. Würde sie relevant beschrieben, wäre sie objektiviert und eine neue Subjektivität mit neuen Kenntnissen würde sich einstellen. Subjektivität bleibt unbeschreibbar da die persönliche Überzeugung eben keine objektive Bedingtheit ist, sondern etwas, woran wir auch mit Wissenschaft subjektiv arbeiten.
Wissenschaft wird trotz allem von Subjekten gemacht, weshalb sie niemals völlig objektiv sein wird. Die Abstraktion vom Subjekt weg garantiert keine Objektivität. Sie ist nur Voraussetzung dafür, daß überhaupt Wissen extrahiert werden kann.
Aus der Abstraktion weg von Teilkenntnissen, können nur unzureichende Modelle folgen.

 

Zustand einer Gesellschaft

Betroffen von der Filterung bestimmter Informationen sind nicht nur die Politikwissenschaften, sondern vor allem die Politik und auch die Wirtschaftswissenschaften. Wenn konservative Fernsehprofessoren über die Wirtschaft, die Finanzkrise, die Verschuldungskrisen, oder nur über die Arbeitslosigkeit oder das Wirtschaftswachstum sprechen, machen sie in der Regel Propaganda. Die Behauptung wissenschaftlicher „Neutralität“ ist daher in der Regel eine Schutzbehauptung. Die bürgerlichen Wissenschaften behaupten diesen Adel von sich selbst und die Politik macht schamlos vom Nimbus der Wissenschaft Gebrauch.

 

Tatsachen

Tatsache ist, daß die bürgerlichen Politikwissenschaften selbst höchst befangen sind und selbst einfachste Erkenntnisse filtern. Dadurch kommt es zu völlig falschen aber ideologisch bedingten Vorstelllungen, die von der Politikwissenschaft unterstützt werden.

 

Falsche Ideologeme und Informationen

Was wird gefiltert? Viele Beispiele gefilterter oder verfälschter Information gibt es. Hier können jedoch nur wenige als Beispiel behandelt werden. Sechs Beispiele:
 

Schuld der Arbeitslosigkeit

Die unter Konkurrenz stehenden Unternehmer wollen keine Arbeitsplätze schaffen, weil zusätzliche Arbeitsplätze ihnen „Wettbewerbsnachteile“ verschaffen würden. Sie sind aber auch gegen die Abschaffung der Konkurrenz auf kommunistische Weise, weil sie sich in Wirklichkeit bereichern wollen. Ergo lügen sie. – Und – die kapitalistischen Unternehmer sind schuld an fehlenden Arbeitsplätzen.

Sie verbreiten statt dessen, die Arbeitslosen wären schuld an der Arbeitslosigkeit. Das ist eine Zwecklüge, die ihnen niedrige Löhne und hohe Profite garantiert. Der Preis der Lüge ist das zunehmende Elend der arbeitenden Bevölkerung, das die Profiteure mehr als billigend in Kauf nehmen.
 
Sind Arbeitslose faul?
Da Investitionen also Arbeitsplätze vernichten und Unternehmer auch niemals genug vernünftig bezahlte Arbeitsplätze schaffen werden, wird ein Teil der Arbeitskräfte immer ungenutzt sein und um ihn nicht zu bezahlen, muß man ihn ausgrenzen. Um ihn diskriminieren zu können, muß man ihn verächtlich machen. Die Mähr von der Faulheit paßt sehr gut ins Konzept, da so von der eigenen Schuld an der Arbeitslosigkeit abgelenkt werden kann. Niemand zwingt die Unternehmer Arbeitsplätze zu schaffen und deshalb gibt es nicht genug. Wenn Arbeitskräfte gezwungen werden, sich auf Billigjobs zu bewerben, Unternehmer jedoch nicht gezwungen werden, Arbeitsplätze zu schaffen, gibt es eine Waffenungleichheit und eine klare politische Zweckorientierung. Die Politik verzerrt den Arbeitskampf. Bürgerliche Politikwissenschaft ignoriert das.
 

Investitionen vernichten Arbeitsplätze

Eine weitere Zwecklüge ist, Investitionen schüfen Arbeitsplätze. Diese Behauptung hört man seit Jahrzehnten. Aus ihr wird abgeleitet, daß der Staat die Wirtschaft fördern müsse, damit dann Arbeitsplätze geschaffen werden. Der kapitalistische Staat wirft also, statt das Elend zu bekämpfen, einen großen Teil des Geldes in den unersättlichen Rachen der privaten Unternehmer, wo das Geld verschwindet.
Jedes Kind kann wissen, daß Investitionen im Kapitalismus praktisch niemals Arbeitsplätze schaffen, sondern immer Arbeitsplätze vernichten. Wenn also bürgerliche Politiker um Investoren bzw. Investitionen buhlen, dann befeuert das höchstens die unsinnige Konkurrenz zwischen Regionen, schafft aber keine Arbeitsplätze, dann wer auch immer irgend etwas produzieren darf, bekommt Marktanteile oder vernichtet höchstens mit neuen Produkten alte Märkt, denn insgesamt kann nicht mehr produziert werden, als konsumiert wird. Die Kaufkraft ist begrenzt. (Siehe »Warum es keinen dritten Weg (I) gibt«)
Es ist eine Schande, daß bürgerliche Politikwissenschaft diese Zwecklügen seit Jahrzehnten hinnimmt.
 

Unternehmer wollen Arbeitslosigkeit

Konservative bzw. Unternehmerparteien stellen ihre Politik mitunter so dar, als wenn sie der Abschaffung der Arbeitslosigkeit dienen würde. Sie tun das selbst – oder gerade wenn, diese Politik ganz offensichtlich beschäftigtenfeindlich ist, also z.B. Lohnsenkungen, Flexibilisierungen oder Realeinkommenssenkungen umfassen. Sie behaupten dann, daß von dem gesparten Geld mehr Leute beschäftigt werden könnten. Tatsächlich werden die zunehmend prekär Beschäftigten jedoch vor allem im nichtproduzierenden Bereich beschäftigt, da produzierende Gewerbe aufgrund ihrer hohen Arbeitsproduktivität immer weniger Arbeitskräfte benötigen.
Eine als unangenehm empfundene Arbeitslosigkeit hat jedoch den Zweck, den Druck auf die Arbeitenden zu erhöhen, vor allem jedoch den Effekt, den Preis der Arbeitskraft zu verringern. Aus diesem Grunde sprechen Kapitalisten hinter vorgehaltener Hand von einer „gesunden Sockelarbeitslosigkeit“. Elend lohnt sich, wenn man es ausbeutet.
Auch Politikwissenschaftler hinterfragen dieses Dogma nicht. Zusammen mit Ökonomen untersuchen sie wann die Wirtschaft mal wieder so viel Profit abwirft, daß auch für die Lohnabhängigen etwas übrig bleibt. Man hat da gewisse Prozentsätze im Kopf, denn klar ist auch ihnen: Gewinn geht vor Arbeitsplätze. Kapitalisten berufen sich auf korrupte bürgerliche PoWis und sagen: „Erst wenn wir 7 % Profit machen, kriegt Ihr zwei davon ab.“
 

Akkumulation bedingt, daß die einen von den anderen leben

Akkumulation wird, wie erwähnt, als Tabu behandelt. Dabei eskaliert sie die Sozialstruktur der Gesellschaft.
Kapitalismus heißt Akkumulation! Das wurde in »Was ist Akkumulation – Warum der Kapitalismus tödlich ist?« gezeigt. Beim Handel, aber auch beim Besitz von Produktionsmitteln gibt es Akkumulation. Wer bereits akkumuliert hat, hat Vorteile und kann gegenüber allen, die weniger akkumuliert haben, die Bedingungen stärker diktieren und so weiter akkumulieren. Diese Akkumulation gehört deswegen abgeschafft. Sie führt zu Elend Hunger, Krankheit und zum Verschwinden ganzer Kulturen. Die Akkumulation beruht auf dem kapitalistischen Eigentumsrecht.
Die mit dem Eigentum leben von denen ohne Eigentum.
Kapitalismus bedeutet daher, daß die einen von den anderen leben, daß es also einigen schlecht gehen muß, damit es anderen gut geht – konkret – daß es vielen schlecht gehen muß, damit es einigen wenigen gut geht.
Ein Verschweigen der Akkumulation des gesellschaftlichen Reichtums führt dazu, daß man die aus ihr resultierenden Probleme mit untauglichen Mitteln zu lösen sucht. Eine neutrale Wissenschaft müßte die Akkumulation des gesellschaftlichen Reichtums zumindest zur Kenntnis nehmen.
 

Überhebliche Exportbigotterie

Das Establishement jammert z. B. daß nicht genug exportiert würde. Wenn man mehr exportieren würde, könnte man Arbeitsplätze schaffen.
Würde man tatsächlich oberhalb von 7 % Wirtschaftswachstum anfangen in D-Schland Arbeitsplätze zu schaffen, was Quatsch ist, da Arbeitsplätze nicht aus Spaß geschaffen werden, dann heißt das, daß es zu einer enormen Exportrate bei extrem positiver Außenhandelsbilanz kommen muß, um Arbeitsplätze zu schaffen.
Tatsächlich ist die Außenhandelsbilanz dank doktrinärer Politik immer positiv, was ein Verbrechen ist, da sich dadurch andere Länder verschulden. Dazu kommt die Tatsache, daß man damit zugibt, daß ohne zwischenstaatliche Akkumulation keine Arbeitsplätze mehr geschaffen werden können.
Was sollen eigentlich die afrikanischen Länder zu so einer blöden Doktrin sagen?
Die Politikwissenschaft könnte mal konstatieren, daß NPD-Forderungen der 80er, wie „Arbeitsplätze nur für Deutsche“ von den etablierten Kriegs- und Hartz-IV-Parteien gemeinschaftlich in Innen- und Außenpolitik umgesetzt wurden. Die herrschende Politik ist bereits rechtsextrem und schöpft diesbezüglich bereits alle Möglichkeiten aus. Das beweist gerade, daß dieses Mittel hilf- und perspektivlos ist.
 

Mindestlöhne

Konservative Politikwissenschaftler behaupten gern im Interesse der Unternehmer, daß Mindestlöhne Arbeitsplätze kosten würden. Dabei werden Mindestlöhne für ganze Branchen festgelegt und bestrafen gerade die, die am meisten Ausbeuten. Außerdem steigt die Kaufkraft mit der Einführung von Mindestlöhnen. Deswegen sind Mindestlöhne gut gegen die Arbeitslosigkeit.

 

Konsequenzen

Wenn PoWis diese Behauptungen glauben – also unwidersprochen akzeptieren oder gar verinnerlichen, können sie nicht mehr objektiv sein. Falsche Tatsachen gibt es nicht. Wer in seine Theorie falsches einbaut, wird scheitern oder er muß ganze Gebiete möglicher Fragestellungen ausklammern. Weil marxistische Wirtschafts- oder Politikwissenschaftler kaum noch Arbeit finden, sind die Wirtschafts- und Politikwissenschaften korrumpiert. Es kann von daher keine Wahrheit mehr kommen.
Wie man sieht, ist die Politikwissenschaft höchst parteilich. Die Behauptung wissenschaftlicher Neutralität erscheint so als Zwecklüge zur Verschleierung der wissenschaftlichen Korruption. Wissenschaft selbst ist in der Ökonomie höchst politisch. (»Was ist schlimm an kapitalistischen Wirtschaftswissenschaften?« )

 

Zwangsmittel

Natürlich müssen PoWis, um zu existieren, auch eine Anstellung finden und eine zu kapitalismuskritische Sicht kann dabei schaden. Mittlerweile gibt es in der Ökonomie (VWL) keine Linken mehr – nicht einmal Keynesianer! Sie werden einfach nicht eingestellt. In der Politikwissenschaft ist eine so starke Selektion noch nicht möglich. Man muß jedoch das Niveau bürgerlicher Politikwissenschaft anzweifeln. Mithilfe des Denunziationorgans Verfassungsschutz wird bereits heute eine grundgesetzwidrige politische Selektion betrieben. Linke sind keine Verfassungsfeinde, sondern Menschenrechtsfreunde. Es wäre gerade Aufgabe der Politikwissenschaft genau das festzustellen.

 

Politik statt Politologie!

Die derzeitige Politologie ist keine wirkliche Politikwissenschaft. Sie ist im Vergleich zu anderen Wissenschaften viel weniger tief als die Biologie des vorletzten Jahrhunderts im Vergleich zu anderen Naturwissenschaften, die bis heute nicht erklären kann, was Leben ist, aber wenigstens bis heute schon einige Paradigenwechsel erlebt hat. Konkurrenz in Bezug auf die Wahl schlechter Kategorien machen ihr die Psychologie und die Wirtschaftswissenschaften.
Die Schule des Linksseins versucht Politik verständlich zu machen. Dazu wird sie in Lektionen (als Artikel formatiert) gefaßt und so erstmalig in Lehrbuchform gebracht. So kann man Politik verstehen.

Außerdem ist jede Wissenschaft sowieso politisch. »Wie politisch ist Wissenschaft?«
 

Problemlösungskompeenz

Würde Politik als Methodenlehre gelehrt (Was tut man gegen zu hohe Geburtenrate?; Was ist die Ursache der Kriminalität?; Woher kommt die Armut?; Woher kommt der Hunger?; Wie sieht ein vernünftiges Gesundheitssystem aus?; Wann ist Schule effizient?; Woher kommt der Krieg?; …) dann müßte man feststellen, daß die herrschende Politik in praktisch allem grundfalsch ist. Da man das aber nicht finanziert, bleibt die bürgerliche Politologie eine Pseudowissenschaft, die sich mit der Dokumentation oberflächlicher Erscheinungen begnügen muß.

Wir können diese Fragen beantworten:

  • Gegen hohe Geburtenrate hilft Gleichberechtigung, Bildung und Ausbildung der Frauen, sowie ihre Gleichstellung im Beruf.
  • Die Ursache der Kriminalität ist die Brutalität der Ökonomie. Am höchsten ist die Kriminalität in den Ländern, mit großer Armut und hohem Gini-Index. (»Warum gibt es Kriminalität?«)
  • Die Armut kommt vom Kapitalismus und von seiner intrinsischen Akkumulation. (»Was ist Akkumulation? – Warum der Kapitalismus tödlich ist«)
  • Ein vernünftiges Gesundheitssystem beruht auf
    1. einer öffentlichen Krankenversicherung,
    2. einer arbeitsteiligen und flächendeckend organisierten Ärzteschaft,
    3. auf hoher Ärztedichte und kurzen Rettungswegen,
    4. Ärzte sollten nicht mit der Ökonomie des Gesundheitssystems belästigt werden,
    5. staatlich angestellt sein und
    6. nur nach fachlichen Kriterien urteilen und handeln.

  • Schule ist effizient, wenn sie
    1. alle Schüler gleich behandelt,
    2. Bildung nicht als Strafe, sondern als Lebensinhalt vermittelt,
    3. niemanden ausgrenzt, schlechte Schüler fördert,
    4. Schüler selbst als Helfer einsetzt,
    5. auf kleine Klassenstärken bzw. ein gutes Ausbildungsverhältnis setzt,
    6. kostenloses Schulessen,
    7. psychologische und
    8. nachmittägliche Betreuung anbietet,
    9. Lehr- und Lernmittel bereitstellt,
    10. Lese-, Rechtschreibschwäche und Dyskalkulie erkennt und parallel bekämpft.

  • Die letzten Kriege, die auf der Erde stattfinden, sind allesamt NATO-Kriege. Obwohl sie von mehreren Staaten gleichzeitig und unter dem Vorwand des Bündnisfalles begonnen wurden, haben die überfallenen Länder den Krieg nicht begonnen. Schuld sind die NATO-Staaten. Die NATO ist das Militärbündnis des us-geführten Imperiums. Schuld an den derzeitigen Kriegen gegen Jugoslawien, Irak, Afghanistan, Libyen, Syrien, Elfenbeinküste, Mali, sowie der Teilung des Sudan und der Drohungen gegen Iran, Nordkorea und Venezuela ist der US-Imperialismus und die Tatsache, daß das größte Imperium – die stärkste Macht – sich nicht an das Völkerrecht hält.

Beliebige andere Fragen können prinzipiell ebenfalls beantwortet werden.
Einige Fragen stellt die konservative Politikwissenschaft erst gar nicht. (Wer sind die größten Ausbeuter?; Was passiert, wenn Rüstungsindustrie privat ist?; Darf man Kultursorten patentieren?; Was ist eigentlich demokratisch?; Gibt es Imperialismus?; … )
 

Zielsetzungen

Zielsetzungen gibt es in der Politikwissenschaft nicht. Politologie könnte sich mit dem Sinn von Zielsetzungen befassen. (Soll es Ziel der Politik sein, das Lebensalter zu erhöhen?; Sollen möglichst viele Leute zum Abitur geführt werden?; Wie soll die planetare Fläche zwischen Urbanität, Wohnen, Nahrungsmittelproduktion und Natur aufgeteilt werden?; Gibt es ein Grundrecht auf Flächenverbrauch?; Dürfen einzelne beliebig viel Reichtum anhäufen?; Wem stehen die unerschlossenen Bodenschätze des Planeten zu?; Ist die Versorgung der Welt mit Genußmitteln und Spaß sinnvoll, oder die Entfaltung und Entwicklung des Einzelnen?; … )
 

Undemokratische Wissenschaften

Über die Personalselektion wurde bereits oben gesprochen.
Die herrschende Politikwissenschaft setzt bürgerlichen repräsentativen Parlamentarismus demagogisch mit Demokratie gleich und setzt diese Form weltweit auch Militärisch durch. Infolgedessen bilden sich weltweit immer mehr Scheindemokratien, die zu einer immer größeren Verelendung und Zerstörung der Erde führen.

[Evariste]
 

Siehe auch

#e02300;">Linke
»Was ist schlimm an kapitalistischen Wirtschaftswissenschaften?«
»Wie politisch ist Wissenschaft?«

#e80000;">Sozialisten
»Wir sind nicht neutral! – Was ist dumm an politischer Neutralität?« (fast fertig)
 

1 .. von der Überzeugnung weg, hin zu einer imaginierten Objektivität

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