Wie funktioniert Hetze am Beispiel des Krieges? ; Lüge und Hetze als propagandistischer Normalfall

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Inhalt

  1. Lügen
      1. Einzelne Lügen
    1. Hetze
        1. Definition
    2. Die Perspektivhetze und ihre Wirkung
        1. Definition
      1. Collateralschäden der Perspektivhetze
        1. Beispiele
        2. Definition Hetztarget
      2. Hetze auf Minderheiten
      3. Hetze – natürlich auf die DDR
      4. Grenzüberschreitende Hetze
    3. Warum ist Hetze so bedeutungsvoll?
      1. Was ist (heute) falsch an der Hetze?
    4. Akuthetze
      1. Definition
    5. Lügengeschichten
    6. Lügengebäude
  2. Schlüssellügen und Kernlügen
    1. Szenarien
    2. Was ist eine Schlüssellüge?
        1. Definition:
  3. Hetze
    1. Der Kriegsfall
    2. Graduelle Hetze
    3. Beispiele für öffentliche Hetze
      1. Kosovo-Krieg
        1. Schlüssellüge:
        2. Weitere Lüge
        3. Hetzlüge
        4. Kriegslüge:
      2. Letzter Irakkrieg
        1. Lange Perspektivhetze
        2. Kriegslüge
        3. Eskalationslüge
        4. Verschärfungslüge
        5. Schlüssellüge
      3. Krieg gegen Libyen
        1. Perspektivhetze
        2. Schlüssellüge
        3. Kriegsauslösene Lüge
      4. Hetze gegen den Weißrussischen Präsidenten
        1. Perspektivhetze:
        2. Akuthetze:
      5. Hetze gegen Nordkorea
        1. Perspektivhetze:
        2. Konkrete Lüge, die als kriegsauslösend verwendet werden sollte:
      6. Hetze gegen den Iran
        1. Perspektivhetze
        2. Schlüssellüge
      7. Krieg gegen Syrien
      8. Kurzfristige Kriegshetze
      9. Wenn Hetze in der schlimmen Realität untergeht
      10. Verschämter Ausklang:
      11. Putsche von Honduras und Paraguay
        1. Weglassung – Schweigen:
    4. Gewollte Folgen der Hetze
  4. Die Glaubwürdigkeit der Lüge
    1. Verallgemeinerung
      1. Was resultiert aus dieser Betrachtung der Glaubwürdigkeit?
      2. Stimmungmache
      3. Die “Notwendigkeit” der Manipulation und ihre Hauptinstrumente
    2. Die Lüge als propagandistischer Normalfall
      1. Wie sieht die normale Nachrichtenfälschung aus?
      1. Weglassungen
      2. Echte Lügen
      3. Meinungsbildung
    3. Szenarien
      1. Komplett erfundene Geschichten
        1. US-amerikanische Regime Changes
      2. Kompliziertes Szenario
      3. Einfaches Szenario
    4. Lügen durch Politiker
      1. Die Lüge in der täglichen Politik
      2. Ersatzkämpfer
      3. Lügen durch Medien
        1. Verbreitung der Praxis
        2. Verschwendung von Mitteln
        3. Prämissenwechsel
  5. Betäubung
    1. Linke Inhalte
    2. Plumpheit der Manipulation
  6. Fazit

 

 

 

 

Nach Jahren der Bewußtwerdung erkennen einige, die die [Linkes Lexikon O:] offizielle Version anzweifeln und sich fortgesetzt um Wahrheit bemühen, daß sie von vorn bis hinten belogen werden. Nach weiteren fünf Jahren stellen sie dann fest, daß auch in anderen Ländern gelogen wird. Wo das enden wird, steht hier. Wir integrieren diesen mühsamen Erkenntnisprozeß bis zu seinem Ende und schreiben das Ergebnis hier auf.

 

Lügen

Einzelne Lügen

In der Politik wird überall gelogen. In jedem Land wird aber anders gelogen. Die meisten Menschen vertrauen dabei den Hauptnachrichten und den Hauptmedien.

Zunächst bemerkt man daher – wenn überhaupt – nur einzelne Lügen.

 

Hetze

Wenn man absichtlich ein falsche Tatsache verbreitet, ist das eine Lüge. Verbreitet man Lügen über jemanden, die geeignet sind, die öffentliche, die persönliche oder die soziale Sicherheit oder die kulturelle Integrität aufgrund desjenigen als gefährdet erscheinen zu lassen, entsteht über die Furcht ein Ressentiment.
 

Definition:
Die Erzeugung solcher Ressentiments mittels gezielter oder systematischer Lügen, nennen wir Hetze.

Die Hetze hat in der Politik eine wichtige Funktion. Sie macht unglaubwürdige Behauptungen über Personen, Organisationen oder Gruppen glaubwürdig. Sie macht die Verteidigungen der von Hetze Betroffenen unglaubwürdig. Hetze ist ein gefährliches politisches Instrument.

 

Die Perspektivhetze und ihre Wirkung

Definition:
Dauert Hetze mit dem Ziel eine strategische Schwächung einer Organisation, eines Staates, einer Person, einer Minderheit oder einer Partei herbeizuführen über viele Jahre an, um irgendwann ausgebeutet zu werden, handelt es sich um Perspektivhetze.

Jahrzehntelange Hetze erfüllt zwei Funktionen, sie läßt die einzelnen Lügen im Vergessen verschwinden, hinterläßt aber trotzdem ein Gefühl, daß das Ziel der Hetze irgendwie schlimm ist. So wurde jahrzehnteang auf iranische Staatsoberhäupter, Muammar al Ghaddafi, Yassir Arafat, Baschar al Assad und sogar Fidel Castro gehetzt. Massenmörder, wie Ariel Sharon, George W. Bush, Barack Hussein Obama, Henry Kissinger werden hingegen als Staatsmänner geehrt. Durch Perspektivhetze kennt der Normalbürger, der kein Wissenschaftler ist, nicht mehr die einzelnen Meldungen und kann nichts überprüfen. Er weiß nicht, was man dem Hetz-Target konkret anlastet, hat aber noch im Sinn, daß es irgendwie schlimm und viel sein muß. Das Ziel der Hetze ist ja oft genug in Negativmeldungen aufgetaucht und erzeugt eine negative emotionale Reaktion. Weitere Lügen werden dann, wenn sie benötigt werden, unhinterfragt geglaubt. Dass ist der eigentliche Zweck der Perspektivhetze.

 

Collateralschäden der Perspektivhetze

Wenn Hetze gegen Völker gerichtet ist hat sie eine „Völkisierung“ der Anschauungen zur Folge. (Beispiel Serbenhetze in Deutschland) Serben wurden als die Bösen in den Jugoslawienkriegen und im Kosovokrieg dargestellt.
Wenn Hetze sich lang andauernd gegen Personen richtet, hat das bei Rechtsextremen eine „Familiarisierung“ zur Folge. Dadurch glauben Extremisten, daß sie auch die Familie des Hetz-Targets angreifen dürfen.
Perspektivhetze ist ein hoch effektives Propagandainstrument. Es ist so effektiv, daß der gewaltsame Tod von Personen von der Öffentlichkeit oder von kulturell abgegrenzten Öffentlichkeiten am Ende hingenommen oder sogar begrüßt wird.

Beispiele
– die Ermordung Saddam Husseins (für die extra die Todesstrafe eingeführt wurde) und die Präsentation seiner toten Söhne als Trophäen.

– Ermordung Bin Ladens durch den den „Friedensnobelpreisträger“ und US-Präsidenten Barack Obama.
– Die Ermordung Muammar al Gaddafis durch eine Koalition aus NATO und Al Qaida, Die über mehrere Jahrzehnte andauernde Ermordung vieler (meist minderjähriger Kinder) und anderer Verwandter von Muammar al Ghaddafi durch US-Bomber und durch europäische NATO-Staaten.
– Die öffentliche Ermordung Osamma bin Ladens.
– Jahrzehntelange Hetze gab es z. B. in Bezug auf Slobodan Milosevic. Seine Ermordung wurde – etwas verschleiert – mit Wohlgefallen aufgenommen.
– Die Anwälte des politischen Gefangenen Abdulla Öcalan wurden von aufgehetzten Leuten angegriffen.
Selbst das Recht auf Leben erscheint vielen Verhetzten nicht mehr bedeutungsvoll.

Bei vielen hat die Hetze jedoch nicht nachhaltig verfangen. Dazu gehören Mahatma Gandhi, der von der UNO an seine Mörder ausgelieferte Patrice Lumumba, Fidel Castro (Hier glaubt man die Hetze nur in den USA.), Nelson Mandela, Salvador Allende, Hugo Chaves, …
Dauert Hetze nicht lang genug (z. B. bei Viktor Janukowitsch), verfehlt sie ihre Wirkung. So wird der Putsch der Vereinigten Staaten gegen die ukrainische Regierung, der von der Europäischen Union propagandistisch flankiert wurde, nicht von allen akzeptiert. Der demokratisch gewählte Präsident Janukowitsch wird ohne triftigen Grund als Diktator bezeichnet1. Die rechtsextreme Putschregierung wird von der europäischen Union offiziell anerkannt. Das ist unverständlich.
Auf Wladimir Putin wird seit vielen Jahren gehetzt. Die Hetze dauert jedoch noch nicht so lang an, daß man sich an ihren Beginn und die einzelnen Beschuldigungen nicht mehr erinnern könnte. Da man bei Wladimir Putin nichts konkretes findet, hat man ihm vorgeworfen, undemokratisch zu sein. Einen solchen Vorwurf könnte man etwa hundert anderen Staatsoberhäuptern genauso machen. Beim russischen Präsidenten sind sie vergleichsweise gegenstandslos. Die Hetze gegen Wladimir Putin trifft jedoch auch Rußland. Diese Hetze ist eine strategische Hetze.

Definition Hetztarget:
Das durch Hetze herabgewürdigte Ziel der Hetze nennen wir Hetztaget. Das können Personen, Minderheiten, Organisationen, Staaten, Unterdrückte, Ausgebeutete oder ganze Völker sein.

 

Hetze auf Minderheiten

Hetze auf Minderheiten ist von der nach dem deutschen Faschismus geschriebenen, Grundgesetz genannten Verfassung verboten. Trotzdem gibt es Hetze auf Ausländer, Arbeitslose und Linke.

  • Die Hetze auf Ausländer ermöglicht ihre Diskriminierung und vor allem ihre Abschiebung.
  • Die Hetze auf Arbeitslose ermöglicht ihre Ausgrenzung und Verarmung und damit die Einschüchterung derer, die ihre Arbeitskraft noch verkaufen können.
  • Die Hetze auf Linke ermöglicht die Diskriminierung von linkem Widerstand gegen diese Zivilisationsbrüche.

 

Hetze – natürlich auf die DDR

Ohne Hetze auf den Sozialismus und die DDR-Staatsführung wäre die DDR nicht untergegangen. Die Hetze war angelegt, aus Menschen, die im KZ gesessen hatten und einen Neuanfang nach 1945 wollten, ihr Leben dem Aufbau eine Gesellschaft ohne Ausbeutung, Unterdrückung, ohne Elend, unverdorben und solidarisch widmeten zu Verbrechern und Unterdrückern zu stempeln. Die Hetze kam – wie sollte es anders sein, aus einem System, das es nie schaffte, sich endgültig von den Verbrechen des sogenannten Nationalsozialismus loszusagen, von einem System, das bis heute politische und personelle Kontinuität mit dem Naziregime in fast allen Bereichen der Politik pflegt. (Siehe dazu: »Warum “die Mauer” tatsächlich ein antifaschistischer Schutzwall war«)

 

Grenzüberschreitende Hetze

Gehetzt wird hauptsächlich auf Irak (z. Z. S. Husseins), Iran (seit Jahrzehnten), Nordkorea, Kuba (seit der Revolution), natürlich die Sowjetunion und die Warschauer Vertragsstaaten), Weißrußland, Venezuela, Libyen (während des Libyenkrieges), Elfenbeinküste, sowie auf linke und relativ linke Staatsoberhäupter (Hugo Chaves, Evo Morales, Raffael Correa, Muammar al-Gaddafi, Laurent Gbagbo, Robert Mugabe, und viele, viele mehr …)

 

Warum ist Hetze so bedeutungsvoll?

Hetze ist wichtig, wenn man jemandem etwas antun will. Ohne Hetze ist niemand bereit, die schmutzigen Taten auszuführen, oder die Ausführung zu dulden. Hetze wirkt aber noch viel weiter. Wenn ich erfolgreich gegen jemanden gehetzt habe, kann ich ihn ungerecht behandeln und wenn ein unparteiischer Dritter sich darüber beschwert, findet er kein Gehör, weil man gegen die Geschädigten voreingenommen ist. – Und Hetze wirkt noch weiter. Wenn ich sehr wirkungsvoll hetze (mit schlimmsten Schuldzuweisungen über lange Zeit), kann ich extreme Verachtung für das Ziel erreichen. Ich bin dann in der Lage, auch Personen oder Organisationen zu schädigen, die mit dem Ziel der Hetze in Zusammenhang gebracht werden können. Ich kann, wenn ich jahrzehntelang gegen ein Staatsoberhaupt hetze (Saddam Hussein, Muammar al Gaddafi), sein Land angreifen und zerstören, wenn dieses Staatsoberhaupt nur schrecklich genug erscheint. (Fast) niemand wird diesem Lande helfen. Erreicht man sogar Todesverachtung für diese Person oder Organisation, kann man sie straflos vernichten. (Saddam Hussein, Muammar al Gaddafi, Osama bin Laden, Yassir Arafat (nur in Israel), Slobodan Milosevic, Salvador Allende (USA))Alle Kollateralschäden kann man mit geringem Aufwand dem voreingenommenen Publikum als Schuld des Ziels präsentieren.
Hetze implantiert ein Ressentiment. Je weiter rechts jemand steht, desto schneller ist das Ressentiment eingepflanzt.

Ohne Hetze nützt also auch eine isolierte Kriegslüge nichts. Ohne Hetze ist man zwar von der Kriegslüge schockiert, jedoch auch überrascht. Man will von der beschuldigten Partei/Person wissen, wie das kommt. Wenn man einer wirkungsvollen Perspektivhetze ausgesetzt war, möchte man das nicht mehr wissen. Man traut dem Hetz-Target alles zu. Hetze bereitet daher das Feld für Diskriminierung und Gewalt. Moderne Kriegführung arbeitet mit einem Drehbuch der schrittweisen Beeinflussung der öffentlichen Meinung. Die Libyenhetze, Die Jugoslawienhetze, aber auch die Syrienhetze sind “schöne Beispiele” dafür. Als Beispiele dienen sie allerdings erst, wenn das Publikum weiß, was an dieser Hetze alles falsch ist.

 

Was ist (heute) falsch an der Hetze?

Wir können dies hier klar schreiben: Fast alles!
Das heißt, daß Verbrechen, Motivation, Anlässe, Story frei erfunden oder extrem gefälscht werden. Oft werden nur Bilder von sogenannten Journalisten, die in Wirklichkeit beim Geheimdienst arbeiten, produziert, um komplett erfundene Geschichten oder Gräuelmärchen zu präsentieren.
Diese Lügengeschichten werden zentral erarbeitet und dann (über die Nachrichtenagenturen (Siehe hierzu »Warum die Medien manipuliert sind«)) verbreitet.

 

Akuthetze

Das Gegenteil der Perspektivhetze ist die Akuthetze. Sie setzt einige Wochen im Extremfall wenige Tage vor dem Ereignis, für das sie gebraucht wird ein. Akuthetze ist durch eine enorme Intensität charakterisiert.

Definition:
Dauert Hetze mit dem Ziel einer (institutionell erlaubten) sehr öffentlichen Herabwürdigung (meist über (fast) alle Kanäle) des Hetztargets also einer Organisation, eines Staates, einer Person, einer Minderheit oder einer Partei bei hoher und sich steigernder Intensität und Qualität nur über einige Wochen an, um dann direkt ausgebeutet zu werden, handelt es sich um Akuthetze.

 

Lügengeschichten

Immer schon wurde über Gegner gelogen.
Geschichte von kinderfressenden Karthagern,
Geschichte von den raffgierigen oder von den verschworenen Juden,
Geschichte vom mörderischen Kommunismus,

 

Lügengebäude

Über jeden Gegner werden eine oder mehrere Schlüssellügen verbreitet, welche den Gegner als böse und ruchlos erscheinen lassen. Dann kann man jahrelang weitere Lügen platzieren. Schließlich wird eine Gemeinheit platziert, welche den allgemeinen Wunsch weckt, diese böse Person zu beseitigen. Da das Urteilsvermögen des Publikums bereits getrübt ist, werden Verteidigungen des Gegners zu seinen Ungunsten auslegbar. Nun kann eine kriegsauslösende Lüge platziert werden.

 

Schlüssellügen

Szenarien

Neben reinen Lügengeschichten und reinen Lügengebäuden kommt es auch vor, daß ganze Szenarien inszeniert werden, nur um bestimmte Meldungen produzieren zu können. Diese realisierten Szenarien werden meist als Provokationen bezeichnet. (Was nicht immer zutrifft.) Die zugehörigen Lügen bezeichne ich als Sender-Gleiwitz-Lügen.
Die Bombenanschläge von Reyhanli und die nicht enden wollenden Giftgasanschläge in Syrien gehören dazu. Aufwendig werden Seezwischenfälle mit Nordkorea inszeniert und Staatsoberhäupter zu bestimmten Reaktionen provoziert. Ein Szenario reicht jedoch nicht aus, wenn es keine Schlüssellüge gibt, die die Deutung vorgibt.

 

Was ist eine Schlüssellüge?

Definition:
Eine Kernlüge ist eine zentrale falsche Behauptung, die den Keim des Mißtrauens sät.

Kernlügen sind meist Lügen über den grundlegenden Charakter einer Affaire, Person, Organisation, … . Kernlügen werden oft gar nicht explizit formuliert. Kernlügen enthalten den Spin.
 

Definition:
Eine Schlüssellüge ist eine falsche Behauptung, die der Kernlüge Glaubwürdigkeit verschafft. Sie sät den Keim des Mißtrauens.

Schlüssellügen sind raffinierte, mitunter extra inszenierte Tatsachenverdrehungen, die die Aufgabe haben, die Glaubwürdigkeit des Gegners zu erschüttern. Sie werden als Beweis präsentiert und unbewußt triumphierend zelebriert.
 

Mitunter sind Kernlüge und Schlüssellüge identisch.

Eine Schlüssellüge ist nicht unbedingt identisch mit der Kriegsanlaßlüge, die oft eine reine Sender-Gleiwitz-Lüge2 ist. – Eine Schlüssellüge betrifft oder schafft den Kern der Streitigkeit und setzt das Hetz-Target ins Unrecht.
Schlüssellügen z. B. sind wichtig um später Kriege zu beginnen. Der Krieg wird dann durch eine Kriegslüge ausglöst. (Kuwaitische Brutkastenlüge, Sender-Gleiwitz-Lüge, …)
Schlüssellügen sind aber noch viel wichtiger für die Hetze, weil sie sicherstellen, daß die darauffolgenden Lügen geglaubt werden.

Ohne Lüge bleibt Hetze diffus. Diffuse Hetze ist durchaus eine brauchbare Methode. Sie ist ihrer Gehaltlosigkeit wegen schwer angreifbar. Ein couragierter oder intelligenter Gegner kann diffuse Hetze (»Was ist Demagogie?«) sogar ohne jegliche Sachkenntnis entlarven. Der professionelle Demagoge muß also auf ein präpariertes Instrument zurückgreifen, das beständiger ist. ein solches Instrument ist eben die Schlüssellüge. Mit dieser kann er die diffuse Hetze dann sehr wirkungsvoll kombinieren.

Schlüssellügen sind Lügen, die z. B. Schuldzuweisungen enthalten. Sie ermöglichen den Beginn einer parteiischen Sicht. → Nur hierdurch kann ein Ressentiment → »Was ist ein Ressentiment? – Wie funktioniert ein Ressentiment?« induziert werden.
Schlüssellügen werden entweder als Beginn oder Kernbehauptung von Hetze sorgfältig erarbeitet, präsentiert oder aufwendig gefälscht, oder nur als momentane Verstärkungslüge mit kurzer Halbwertszeit z. B. als akut kriegsauslösende Lüge generiert. In letzterem Falle muß man sicher sein, daß sich später kaum noch jemand dafür interessiert, oder daß man selbst anderslautende Informationen wirkungsvoll unterdrücken kann.
Normaler Weise werden Informationen heute daher möglichst dicht an der Quelle gefälscht. Die Quelle ist meistens schlecht zu erreichen und gerade im Falle eines Krieges auch leicht abzuschirmen.

 

Hetze

Der Kriegsfall

Im Kriegsfall gehorchen alle Geheimdienste der NATO dem CIA. Das ist aber noch nicht alles. Im Kriegsfall sind alle Massenmedien Instrumente des Krieges. Dazu gehören alle Kriege, an denen die NATO ein Interesse hat. Daher verbreiten diese Medien selbst dann noch Lügen, wenn Teilöffentlichkeiten sich dessen längst bewußt sind. Die derzeit häufigste Variante ist das Verschweigen ganzer Kriege. Die Kriege der NATO gegen Libyen, Elfenbeinküsten, Syrien und gegen die Ukraine sind einfach verschwiegen worden. Im Schatten der Hetze und der falschen Nachrichten begeht die NATO ihre Verbrechen. Die europäischen Regierungen sind zu feige, sich dem in den Weg zu stellen. Die Amerikaner machen allerdings (nichtöffentlich) unmißverständlich klar, daß sie Leute, die sich ihnen in den Weg stellen, beiseite räumen (manchmal sogar tödlich, wie Olof Palme).
Im Falle armer, durch Hetze marginalisierter Gruppen, nehmen sie einfach eine Drohne und schießen sie ab.

 

Graduelle Hetze

Hetze kann unterschiedlich schwer sein.

leicht

  • Sie kann peinlich für das Opfer sein,
  • es nachhaltig beschämen oder verunglimpfen,
  • sie kann zu seiner Mißachtung führen,
  • es gefährlich erscheinen lassen,
  • es kann zu Diskriminierung führen,
  • es kann zu behördlicher Diskriminierung führen,
  • es kann dazu führen, daß auch andere sich nicht mehr für das Opfer einsetzen wollen,
  • es kann dazu führen, daß man sich schämt, über das Opfer noch etwas positives
  • oder faires zu sagen,
  • es kann das Opfer sogar das öffentliche Recht auf Leben kosten.

schwer

 

Beispiele für öffentliche Hetze

Die stärksten Beispiele für Hetze findet man im Rahmen von Kriegen, Putschen und allgemein Regime-Changes.

Kosovo-Krieg

  • Schlüssellüge: NATO-General Nauman behauptete Ende November 2011 in d-radio Milosevic wäre ein schlimmer Nationalist gewesen, der ein Großserbien anstrebte. Das ist glatt gelogen und verleumdet das vom ICTY umgebrachte Staatsoberhaupt. Diese Schlüssellüge wurde jahrelang systematisch aufgebaut und erreichte ihren Gipfel kurz vor den NATO-Aggression gegen Jugoslawien, als die FAZ und die Taz eine gefälschte “Rede auf dem Amselfeld” veröffentlichten, mit der S. Milosevic zum Nationalisten gestempelt werden sollte, der er nicht war. Auf diese gefälschte Rede ist planmäßig von praktisch allen deutschen Tageszeitungen Bezug genommen worden. Milosevic hatte in Wirklichkeit in der echten Rede vor dem Nationalismus gewarnt, was gelöscht wurde.
  • Weitere Lüge: Pseudo-Verhandlungen auf Schloß Rambouillet, auf denen völlig unanenhmbare Forderungen gestellt wurden, sollten Meldungen produzieren, die Milosevic dem völlig unkritischen westlichen Publikum als uneinsichtig darstellten. Immer wieder ging Milosevic (der eigentlich ein Politiker war, der sich dem Westen annäherte) auf die Forderungen ein. Schließlich wurde der Annex B erfunden, der der Bundesrepublik Jugoslawien die Souveränität geraubt und eine NATO-Besetzung erlaubt hätte. Darauf konnte Milosevic nicht eingehen.
  • Hetzlüge: Um den Kriegsausbruch zu beschleunigen – wurde das Massaker von Racak erfunden – erläutert unter Kriegslügen in »Was ist Regime Change?«.
  • Kriegslüge: Um dem Krieg den letzten Impuls zu geben, wurde im Scharping-Ministerium der sogenannte Hufeisenplan entwickelt und der Presse zugespielt.

 

Letzter Irakkrieg

  • Lange Perspektivhetze: Auf Saddam Hussein wurde jahrzehntelang gehetzt. Dazu wurden auch richtige Aussagen gebraucht. Es wurde verbreitet, daß Saddam Hussein gezielt Kurden verhungern ließe (was auch stimmte). Verschwiegen wurde jedoch, daß der Großteil (etwa die Hälfte von anderthalb Millionen Menschen) durch das US-Embargo umgekommen ist, dem Lebensmittel und jede Art von Medikamenten zum Opfer fiel.
  • Kriegslüge: Um den Irakkrieg zu führen, wurde sogar Das World Trade Center in New York vernichtet und ein leerstehender Teil des Pentagon zerstört.
  • Eskalationslüge: Man log über Massenvernichtungswaffen im Irak – auch erläutert unter obigem Link
  • Verschärfungslüge: Den US-Amerikanern wurde erzählt, Saddam Hussein hätte etwas mit den Anschlägen auf das World-Trade-Center zu tun.
  • Schlüssellüge: Eine Schlüssellüge wurde bei Saddam Hussein nicht benötigt, da er tatsächlich sehr grausam und böse war. Allerdings muß man sehen, daß gezielt der Eindruck erzeugt wurde, Saddam Hussein wäre ein Fanatiker (gegen die USA und Israel) gewesen. Daß er ein Antisemit war, steht dabei außer Frage, jedoch war Saddam Hussein ein Politiker, der Entwicklungspolitik gemacht hat und keinen Krieg mit dem Westen wollte. Außerdem war ein ein Politiker, der in die eigene Tasche gewirtschaftet hat. Aus beiden Gründen wolle er den Amerikanern nicht mehr das Öl zu ihrem Preis überlassen. – Und – Leute, die in die eigene Tasche wirtschaften, sind an einem schönen Leben interessiert – solche Leute sind keine Fanatiker.

 

Krieg gegen Libyen

  • Perspektivhetze: Für den Libyenkrieg wurde jahrzehntelang auf Gaddafi gehetzt. Dabei war Libyen demokratischer verfaßt, als die USA. Der Lockerbie-Anschlag wurde Libyern in die Schuhe geschoben. Alle Libyer sind davon überzeugt, daß die beiden in UK Verurteilten unschuldig sind. Als sie heimkehrten, wurden sie mit großem Jubel als Opfer des Imperialismus empfangen. Im Westen wurde auch von einem Gefängnismassaker gesprochen, das nie stattgefunden hat. Ein Zwischenfall mit bulgarischen Krankenschwestern wurde inszeniert um das „Ghaddafi-Regime“ als unberechenbar darzustellen.
  • Schlüssellüge: Muammar al Ghaddafi der bisher größte Politiker Afrikas wurde ohne Grund und ohne Beweis jahrzehntelang als Diktator bezeichnet. Libyen hatte mit Abstand den höschsten Lebensstandard vonganz Afrika und war das demokratischste Land.
  • Kriegsauslösene Lüge: „Ghaddafi“ hätte „auf Demonstranten schießen“ lassen. Zunächst einmal regierte nicht Muammar al Ghaddafi das Land, sondern Mussa Ibrahim. Was die Schießereien anging, so gingen die nicht vom Sicherheitspersonal aus, sondern von bewaffneten Gruppen,die vom Ausland bewaffnet und eingeschleust wurden. Es gibt Filme von der Demonstration, die normal unter den Augen der Polizei ablief. Das Sicherheitspersonal hat das Feuer erwidert. Was der Westen nicht gezeigt hat, ist, daß der übergroße Teil der Libyer gegen den Westen demonstriert hat. Ohne die westliche Luftverstärkung hätten die Contras, die von der NATO, und den GCC-Staaten bezahlt wurden, keine Chance gehabt.

 

Hetze gegen den Weißrussischen Präsidenten

  • Perspektivhetze: Es wird ohne Grund auf den rechtmäßig gewählten weißrussischen Präsidenten Lukaschenko gehetzt. Man (USA, NATO) fordert ihn zum Gehen auf. Interessant an diesem Falle ist, daß deutsche Medien sich an den plumpesten amerikanischen Lügen nicht beteiligen, sie jedoch Eins-zu-Eins wie Nachrichten (eben als Äußerungen) verbreiten. Kritisiert werden sie nicht! Westliche Politiker lassen unverholen durchblicken, daß sie in Weißrußland gern Herrn Milinkjewitsch an der Macht sähen, der derzeit bei etwa sechs Prozent liegt, während Aljaxander Lukaschenko bei 70 % liegt. Demokratische Wahlen in den Zielländern werden vom Westen nicht akzeptiert.
  • Akuthetze: Als man schließlich Politsöldner öffentliche Regierungsgebäude stürmen ließ, hetzte man ohne Grund auf den weißrussischen Präsidenten. Ohne irgendeine Handhabe, allein durch inszenierte Störungen, z. B. auch den organisierten Sturm auf das Parlament, der nach hinten losging, versuchte man Stimmung und Schlagzeilen zu machen, um die Regierung zu beschuldigen und um noch mehr Stimmung zu machen. Die „Demonstranten“ wurden jedoch verheizt und landeten im Gefängnis.

 

Hetze gegen Nordkorea

  • Perspektivhetze: gerade die Regierung Nordkoreas wird als unberechenbar und militaristisch dargestellt. Was der Westen verschweigt ist die ständige akute Kriegsgefahr, die seit Jahrzehnten von den in Südkorea stationierten Amerikanern ausgeht. Immer wieder provozieren die USA durch gemeinsame Manöver mit Südkorea und mindestens rhetorischer Verstärkung durch die meist extremistischen japanischen Regierungen. Die Nordkoreanische Regierung wird als unberechenbar dargestellt.
  • Konkrete Lüge, die als kriegsauslösend verwendet werden sollte: Plötzlich wird kriegerische Rhetorik von Kim Yon Un im Westfernsehen (NATO-Fernsehen) übertragen üble Drohungen – auch mit Kernwaffenvergeltung sind zu hören. Was der das NATO-Gebiet bewohnende Fernsehzuschauer nicht weiß ist, daß ein Militärmanöver zu Wasser, zu Land und in der Luft stattfindet, das in der Geschichte seines gleichen sucht, bis hin zu Scheinangriffen mit kernwaffenfähigen Bombern auf das nordkoreanische Territorium. Mehrere Tage dauert das Spektakel, Die wütenden Proteste der nordkoreanischen Regierung werden übertragen, über das „Manöver“ – kein Wort.

 

Hetze gegen den Iran

  • Perspektivhetze: Der Iran ist islamisch und das macht ihn in den Augen konservativer christlicher Europäer und Nordamerikaner suspekt. Die tatsächlich formal undemokratische Wächterratsstruktur und immer wieder vorgetragener offener Antisemitismus (bis zu Achmadinedschat) ließen den Iran als unberechenbar erscheinen. Da kann man leicht Angst bekommen. Nun hat der Iran mit Libyen (zur Ghaddafi-Zeit), Syrien, Irak, Nordkorea und den ALBA-Staaten eine Gemeinsamkeit: Er macht eine von der NATO unabhängige Entwicklungspolitik. Um das Land zu entwickeln werden große Mengen Energie benötigt. Der Iran setzt dabei leider auf Kernspaltungsenergie. Für diese Kernspaltungsenergie könnte der Iran theoretisch Spaltbares Material im Westen kaufen. Allerdings hat „der Westen“ (die NATO) die Angewohnheit spaltbares Material unter falschen Versprechungen abzuluchsen und dann einzubehalten. Deswegen geht das nicht und der Iran muß die spaltbaren Isotope selbst anreichern.
  • Schlüssellüge: Der Westen, der selbst über zigtausend nukleare Sprengköpfe verfügt, verbreitet nun die Behauptung,der Iran wolle Kernwaffen bauen.

 

Krieg gegen Syrien

  • Kurzfristige Kriegshetze: Die Hetze gegen Baschar al Assad war im europäischen Raum nicht langfristig genug, um jedes skrupellose Verbrechen gegen ihn durchzusetzen. Hartnäckig und ohne Beweis wurde Präsident Assad als Diktator bezeichnet. Man beschuldigte ihn erst im Krieg Massaker durchgeführt zu haben, die die sogenannten Aufständischen begingen. Von Anbeginn an wurden Terroristen insbesondere libysche AL Qaida nach Syrien eingeschleust, gleichzeitig aber behauptet, in Syrien gäbe es einen Bürgerkrieg. Am Ende versuchte man ihm sogar die Chemiewaffeneinsätze in die Schuhe zu schieben, die mehrfach extra zu diesem Zwecke stattgefunden haben. Seit Mai 2013 weiß Barack Obama, daß die Aufständischen für die Sarinanschläge verantwortlich sind. Viele Monate davor fand man in der jungen Welt Indizien, dafür, daß Vorläufersubstanzen dafür von Al-Qaida-Kämpfern durch die Türkei transportiert wurden. Doch bis heute versuchen verschiedene Medien immer noch den Eindruck zu erwecken, daß Präsident Assad für die Einsätze verantwortlich wäre. Noch am 10.12.2013 log die Kommentatorin Sabine Rau in den 22-Uhr-15-Tagesthemen, daß Assad für die Sarinanschläge verantwortlich wäre. Das Gegenteil war seit Monaten bekannt. Wir verweisen auf die jW vom gleichen Tage, in der über Erkenntnisse amerikanischer Geheimdienste berichtet und B. Obama der Lüge überführt wird.
  • Wenn Hetze in der schlimmen Realität untergeht: Assad, der eigentlich nur sein Land gegen die Feinde Syriens verteidigte, wird für alles, was er tut, beschuldigt. Das ist möglich, da in Europa nicht viel über Syrien und Assad bekannt ist. Diese Lügen sind für die NATO notwendig, da die sogenannten Rebellen solche schlimmen Barbaren sind, daß man sich mittlerweile nicht mehr öffentlich auf ihre Seite stellen kann. Man versucht nun zwischen Guten und bösen Aufständischen zu unterscheiden, hält die Hetze auf Assad jedoch stur aufrecht. Nur schwer konnten die westlichen Medien verbergen, daß die Bevölkerung Syriens auf der Seite der loyalen Truppen steht.
  • Verschämter Ausklang: Mittlerweile sind Teile der NATO überzeugt, daß Assad, den man eigentlich weg haben will, das Abendland gegen den terroristischen Islamismus verteidigt und eigentlich unterstützt werden müßte. Ohne Gesichtsverlust kommt man da jedoch nicht mehr heraus. Die Nachrichten melden nun sogar, daß Katar die allerschlimmsten Terroristen unterstützt. Leider verkauft man Katar weiterhin Waffen.

Dieses Beispiel zeigt, daß ein Propagandakrieg ohne ausreichende Perspektivhetze schiefgeht. Er zeigt aber auch, daß ein nicht-siegreicher blutiger Kontrakrieg ebenfalls ein Land zerstören und sehr weit zurückwerfen kann. Trotz eines starken Szenarios (Sarineinsatz) wurde der zu neue Bösewicht Assad nicht vollständig vom Publikum angenommen. Es gab auch von Rußland und China und vielen anderen Ländern keine Erlaubnis zur Bombardierung von oben.
 

Die Putsche von Honduras und Paraguay

Weglassung – Schweigen: Die Putsche von Honduras und Paraguay waren so kurzfristig, daß keine Zeit für die Hetze auf diese amerikanischen den meisten Bundesbürgern kaum bekannten Landesregierungen blieb. Daher schwieg man, während die deutschen parteinahen Stiftungen3 die rechtsgerichteten Putschisten unterstützten und die deutsche Bundesregierung die neuen Regime unauffällig anerkannte, wie auch Jahre zuvor die Putschregierungen von (Pinochet) Chile, (Saakaschwili) Georgien oder die (Ouattara) von der Elfenbeinküste.

 

Gewollte Folgen der Hetze

Ohne Grund werden Staatsoberhäupter mit illegalen Sanktionen belegt. (Muammar al Gaddafi, Aljaxander Lukaschenko, …). Nach Belieben werden Kriege oder Regime-Changings ausgelöst, Putsche unterstützt, Oder einfach Menschen umgebracht. Im Falle Libyens, Jugoslawiens, Sudans, des Irak, und im Falle Syriens wird die Teilung des Landes (Balkanisierung) billigend in Kauf genommen. In allen kriegerisch überfallenen Ländern (Jugoslawien, Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, …) gibt es noch jahrzehntelang ethnische oder religiöse Konflikte. Der Westen ergreift traumhaft sicher Partei für die größten Terroristen (UCK, Al-Qaida, Kuweit, Saudi-Arabien, US-Armee, …). Im Falle der Al-Quaida muß das ein wenig verschleiert werden. Alle anderen terroristischen Organisationen können im Westen (das sind die entwickelten imperialistischen Staaten des NATO-Imperiums.) als etabliert gelten.

 

Die Glaubwürdigkeit der Lüge

Die Schrecklichkeit einer Lüge erhöht ihre Wirkung. Aber wie ist es mit der Glaubwürdigkeit?
Die Glaubwürdigkeit einer Lüge wächst erstaunlicher Weise mit ihrer Wiederholung. Dabei kommt es darauf an, daß die Lüge ab und zu von als vertrauenswürdig erscheinenden Quellen wiederholt wird. Unkritische Individuen glauben sie dann. Ansonsten versucht man Lügen natürlich möglichst plausibel zu präsentieren, vor allem jedoch, sie mit Autorität auszustatten. Diese Autorität kann z. B. das Öffentlich-Rechtliche-Fernsehen sein.
Die Nazis wußten bereits, wie man Massen manipuliert, das Wissen darum hat sich seitdem nicht verringert. Mit der kommerziellen Reklame haben Demagogie, Manipulation und natürlich auch die direkte Lüge sich professionalisiert und perfektioniert.

 

Verallgemeinerung

Was resultiert aus dieser Betrachtung der Glaubwürdigkeit?

Was würde der übelste und skrupelloseste Verbrecher tun, um Glaubwürdigkeit zu erhalten? Er würde die edelsten Absichten, die schwülstigsten und schönsten Worte, die größte Gerechtigkeit und die akzeptiertesten Gemeinplätze, den größten Konsens – schlicht die gängigsten Lügen und glattesten Versprechen, jede noch so infame dazu nötige Lüge von sich geben. Heute würde er zu diesem Zwecke eine darauf spezialisierte Agentur in Anspruch nehmen. Die edelsten Worte und Absichten zu äußern ist für den schlimmsten Verbrecher gerade gut genug, denn es gilt die Verbrechen zu verschleiern und die Masse hinters Licht zu führen. Ein etablierter Verbrecher wird schöne Worte benutzen.
Und genau das passiert und beschert uns Ungerechtigkeit, Veruntreuung von Billionen €, Krieg, Elend, Hunger, Krankheit und Tod.
Nur die Nachprüfung von Informationen schützt vor der Lüge.
 

Stimmungmache

Die Methode Stimmung zu machen, indem man immer wieder jemanden negativ ins Gespräch bringt, Provokateure hinbringt und die Reaktion des Gegners ausbeutet, funktioniert nur, wenn es bereits ein Mißtrauen der Bevölkerung gegenüber der Ziel-Regierung gibt. Dieses Mißtrauen ist beispielsweise im kalten Krieg vom Westen bei der DDR-Bevölkerung durch lang andauernde Hetze erzeugt worden. So gesehen, ist die Stimmungmache ein auf die Hetze aufbauender Schritt. Mit dieser Stimmungmache können Reaktionen provoziert und ausgebeutet werden. Neue verhetzte Anhänger stoßen zur Bewegung. Reicht die Hetze jedoch nicht aus, geht das ganze nach hinten los, denn diejenigen, die besonders verhetzt wurden, werden verheizt und landen im Gefängnis, weil sie so blöd waren, ausländischen Initiativen zu folgen (Weißrußland: Sturm auf öffentliche Gebäude, Venezuela). Die NATO ist mit ihren Medien auch im idiotischsten Fall auf Seiten seiner Politsöldner (sogenannte Dissidenten in Kuba). Wer jedoch keinen Erfolg hat, wird letztlich verheizt. Einzig um prominentes Spitzenpersonal kümmert man sich. So will man die ehemalige ukrainische Politikerin Timoschenko aus dem Gefängnis befreien, um sie vor einer Mordanklage zu schützen4.
 

Die “Notwendigkeit” der Manipulation und ihre Hauptinstrumente

Die Entwicklung der Produktivkräfte kommt nicht ohne ein Bildungssystem aus, das auch Höchstqualifizierte hervorbringt. Seit es allgemeine Schulbildung gibt, kann daher höchste Kompetenz theoretisch in allen Teilen der Bevölkerung entstehen. Ein alphabetisiertes teilgebildetes Volk zu täuschen, verlangt mehr, als Religion und Hochgeborenenkult.
Da es ohnehin professionelle Meinungsmache im Kapitalismus gibt, bedient man sich ihrer. Die heutigen Methoden dafür wurden z. T. in der Reklameindustrie entwickelt. Die heutige Manipulation hat eine lange Tradition. Sie hat sich mit der Bildung des Volkes entwickelt. Aber von welcher Bildung reden wir überhaupt? Die meisten Deutschen werden nur für einen Beruf oder weniger ausgebildet. Tatsächlich ist die Allgemeinbildung der Deutschen gering und gerade diese ist wichtig für das politische Urteilsvermögen. Tatsächlich gehört diese intellektuelle Deprivation mit zum Konzept. Sie ist der Grund, warum platte Parolen und Hetze verfangen. Die Deutschen sind also, wenn sie überhaupt Bildung haben, Fachidioten und sie verblöden drei Jahre nach ihrer letzten Ausbildung. Neuartige Ressentiments, wie der Anti-Intellektualismus wurden entwickelt. Ein fest mit dem Konsum und seinen Statussymbolen verwobenes Statusdenken beherrscht die meisten Unbewußten. Auf diesem Boden der Dummheit gedeiht die Saat der Verantwortungslosigkeit und der Gemeinheit.

Ein wichtiges Instrument ist Dummheit und Kritiklosigkeit.

Die Situation stellt sich daher so dar, daß Schulbildung und Hochschulbildung die Herrschaft nicht stören, wenn es Statusdenken gibt, das zu Konkurrenz, Entsolidarisierung und damit zu Kritiklosigkeit führt. Es wird daher eine Kultur des asozialen Ressentiments gepflegt, das Ausländerfeindlichkeit (allgemeiner – Fremdenfeindlichkeit), Arbeitslosenfeindlichkeit (genauer Sozialchauvinismus), Linkenfeindlichkeit (genauer – ein allgemeiner Antikommunismus) fördert und Anti-Intellektualismus zuläßt. Die allgemeine Fremdenfeindlichkeit wirkt dabei als Ventil, der Sozialchauvinismus und der Antikommunismus sind essentiell.

Hauptinstrument der modernen Manipulation ist die Menschenfeindlichkeit der Unterdrückten selbst.

Je leichter man Ressentiments erzeugen kann, desto eher verfängt die Hetze.
Menschenfeindlichkeit bedeutet Verantwortungslosigkeit. Ohne Verantwortung und Sorge gibt es keine Kritik. Daher entsteht aus der Menschenfeindlichkeit Kritiklosigkeit – das erste genannte Instrument.

 

Die Lüge als propagandistischer Normalfall

Erlebt man dieser Tage die „Spionageskandale“ aus bewußter Sicht, weiß man, daß immer nur das zugegeben wird, was aus Versehen in die Öffentlichkeit gelangt. (Al-Qaida in Syrien, NSU, NSA, …) Wie aber kommt es zu dieser Situation? Warum kann man sich das leisten?

Zunächst ist die Öffentlichkeit generell sehr unkritisch. Die Ursachen dafür wurden oben beleuchtet. Dazu kommt, daß viele Menschen unpolitisch sind.

Es gibt aber noch einen weiteren Grund, nämlich den, daß den Herrschenden gar nichts anderes übrigbleibt, als die Massen zu manipulieren, so man die Pfründe nicht verlieren will. So kommt es, daß die Lüge institutionalisiert ist. Alle Nachrichten sind bereits so produziert, daß sie einen hohen Grad an Lügen beinhalten können. Die Hauptnachrichten werden gar nicht mehr unterzeichnet.

 

Wie sieht die normale Nachrichtenfälschung aus?

Es muß nicht die ganze Zeit gelogen werden, man kann auch Nachrichten weglassen.
Die Meldungen der Medien enthalten zum großen Teil laufende Kampagnen und verfälschte Meldungen. Derzeit läuft eine Kampagne gegen die Ukraine. Die derzeitige5 Medienkampagne gegen die ukrainische Regierung dient dem Zweck, das Land durch Erpressung zu erobern – so, wie man bereits Osteuropa erobert hat. Osteuropa hat nun keine eigene Presse mehr. Es gibt dort keinerlei Korrektiv gegenüber der imperialistischen Hetze. In der BRD gibt es als Tagesmedien immerhin noch das ND und die jW, sowie kleinere wöchentlich erscheinende Medien. (Siehe »Die deutschen Tageszeitungen« (unfertig)!) Die Medienmanipulation reicht also bis Osteuropa.

Weglassungen
Was man unbedingt bemerken muß, ist, was in den Medien alles nicht vorkommt. Die Weglassung ist die Normalität. Alle Arten von Zusammenkünften der ärmsten Länder oder der lateinamerikanischen Länder oder Jugendweltfestspiele, Sozialforen und linke Demonstrationen bis auf die obligatorischen 1. Mai-Demonstrationen, deren Teilnehmerzahlen in den konservativen Medien bewußt niedrig gehalten sind, werden weggelassen. Ausgelassen werden natürlich auch Kriegsverbrechen der NATO und Äußerungen gegnerischer – vor allem linker – Politiker. Man läßt den Gegner nicht zu Wort kommen. Das gilt insbesondere für ausländische Politiker.

Echte Lügen
Besonders gravierend sind natürlich die Kriegslügen. Kriegsverbrechen und Nachrichtenfälschungen der NATO, ganze Kriege, die durch die NATO geführt werden, werden verschwiegen. Die Bombardierung der Ost-Ukraine wird verschwiegen, das faschistische Massaker von Odessa wurde verschwiegen. Diese besonders frechen Lügen finden zur Kriegszeit statt.

Meinungsbildung
Eingebettet in ein Propagandakonzept kann man einige Lügen sehr niedrigschwellig verbreiten. Dazu gehören Lügen, die keine konkreten Personen betreffen und als Meinungsäußerung durchgehen. Diese Aufgabe wird außer von BND-Journalisten vor allem von Politikern übernommen. So wurde z. B. der DDR Folter vorgeworfen, obwohl es keinerlei einschlägige Urteile dazu gibt. Die allgemeine DDR-Hetze macht es glaubhaft.
In normalen Zeiten wird viel Geschichtsfälschung betrieben und auf den Sozialismus gehetzt. Dabei werden reale Probleme weit übertrieben und und jede Menge schlechtes erdichtet. Der Sozialismus wird – das ist die größte Lüge – als elender dargestellt, als der Kapitalismus. Das stimmt nicht einmal, wenn man die BRD als andere Länder ausbeutenden Staat für die Betrachtung auswählt. Die BRD schafft und akzeptiert Elend. Sozialistische Staaten suchen Elend zu beseitigen.

 

Szenarien

Damit nichts schiefgeht, folgen Nachrichtenmeldungen genau geplanten Szenarien. So werden Meldungen in Hinsicht auf kulturelle Verbreitung und Abfolge abgestimmt, um ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen. Dabei werden sogar Spielfilme und kommerzielle Werbung eingebunden. Ganze Spielfilme werden extra im Hinblick auf bestimmte Propagandaaktionen produziert. Schlimme Beispiele sind die für das ZDF produzierten geschichtsklitternden Sendungen.
 

Komplett erfundene Geschichten

Die Propaganda wird heute als ständiger Kampf um die öffentliche Meinung verstanden. Dieser ständige Kampf erlaubt kein Nachgeben. Daher ist es von Zeit zu Zeit notwendig, Lügen oder Klischees zu erneuern. Hat man keinerlei Anlaß, den man aufblasen könnte, jedoch die starke Notwendigkeit, werden kurzerhand Geschichten erfunden um ganz bestimmte Meldungen zu generieren.

  1. In Hamburg hatte die asoziale politische Führung der Stadt Anfang 2014 Angst, daß die Stadt durch zwei unterschiedliche Demonstrationen beeinflußt werden könnte. Um die Stadt zu einem „Gefahrengebiet“ mit einem begrenzten Ausnahmezustand erklären zu können, wurde tagelang auf Linke und Flüchtlinge gehetzt und schließlich sogar ein Angriff auf eine Polizeiwache komplett erfunden.
  2. Pressemeldungen um Lee Harvey Oswald sind in Australien zu früh erschienen.

US-amerikanische Regime Changes
sind ebenfalls Szenarien und folgen genauen Drehbüchern. Dazu gehören Putsche (Chile, Elfenbeinküste, Georgien, Honduras, Libyen, Paraguay, Syrien(unfertig), Ukraine, …). Leider werden alle diese Regime Changes von den Europäischen Regierungen, Geheimdiensten, den Nachrichtenagenturen und schließlich den deutschen parteinahen Stiftungen, die riesige Beträge aus dem Steuertopf erhalten, unterstützt.
 

Kompliziertes Szenario

Das komplizierte Szenario eine Krieges oder eines schwierigen Regime Changes verbraucht ungeheuer viele Ressourcen. Auf allen verfügbaren Kanälen wird gehetzt, werden Darstellungen zurecht gebogen und flache Zeugen und Experten interviewt.
Ein Beispiel ist der als Bürgerkrieg dargestellte Krieg gegen Syrien. Die realen Manipulationen zum Zwecke der Propaganda sind weiter unten geschildert. Derzeit läuft ähnliches im Falle der Ukraine. Dieses Szenatio wird auch weiter unten beschrieben.
 

Einfaches Szenario

Ein einfaches Szenario, wie es ständig stattfindet, ist folgendes. Verräter in der Linkspartei sollten schon seit langem die Positionen der Partei die Linke zu Militäreinsätzen aufweichen. Dieses wurde durch die entschlossenere Parteilinke bisher immer vereitelt. Dieses mal hat man Eine Chemiewaffenvernichtung, die die Amerikaner zum Zwecke der Propaganda und um einen Krieg gegen Syrien zu begründen, gefordert hatten, zum Anlaß genommen, die Partei die Linke zu prüfen. Dazu wurde beschlossen, die Vernichtungsaktion, mit einem Militärschiff im Mittelmeer zu flankieren, obgleich die USA ihr Schiff bereits sichern. Statt die Erpressung Syriens durch die USA zum Thema zu machen, argumentierten einige PdL-Mitglieder, daß man nicht gegen die Vernichtung von Chemiewaffen auftreten könne. Am 02.04.2014 meldete der Hetzsender Phoenix, daß die Partei die Linke erstmalig in ihrer Geschichte einem Bundeswehreinsatz zugestimmt hätte. Zehn Minuten später wurde diese Meldung widerrufen. Tatsächlich hatte Sevim Dagdelen eine gute Rede gehalten und die Partei die Linke hat selbstverständlich gegen den unbegründeten Militäreinsatz außerhalb des Territoriums gestimmt. Die Propagandisten hatten nicht erwartet, daß ihre Manipulationen der Linkspartei nicht verfangen und die bereits fertig geplante Meldung nicht schnell genug entfernt.

 

Lügen durch Politiker

Die Lüge in der täglichen Politik

In der täglichen Politik müssen Absichten verschleiert und schlimme Tatsachen geheim gehalten werden. Dabei gibt es falsche und unvollständige Darstellungen und viele Weglassungen.
Leider müssen Politiker sich so gut wie nie sachlich äußern. Sie können dummes Zeug schwatzend durch ein Meer von Kameras gehen und je „bedeutender“ sie sind, desto weniger inhaltliches geben sie von sich. Manchmal werden sie eingeladen, um mit ausgesuchten Gegnern zu diskutieren. Einige stellen sich niemals dem Gegner, andere versuchen mit rhetorischen Tricks über die Zeit zu kommen oder reden gleich nur über Privates.
Mitunter jedoch müssen sie öffentlich diskutieren. Wenn sie schlimmes tun, verteidigen sie es entweder mit Ressentiments oder damit, daß man es nur noch nicht verstanden hätte. Oft wird auf Lüge oder Ideologie zurückgegriffen.
Viele falsche Absichten erkennt man allerdings bereits an der Formulierung

Diese Lügen gehen so:

Lüge/Propagandaausdruck                      Übersetzung in die Wahrheit
"Wir wollen ..."                                                  "Bisher haben wir nicht ...“, 
"Wir wollen ja ..."                                              "Bisher haben wir noch nicht …“, 
“Man muß ...“                                                    "Irgend jemand sollte sich darum kümmern." 
                                                                           – "Ich werde es jedenfalls nicht tun“ 
“Man müßte …“                                                “Eigentlich sollte irgend jemand mal … – 
                                                                           "Es gibt aber ein aber, über das Sie hoffentlich nicht reden wollen„
"Wir müssen ..."                                               "Irgendwann werden wir uns irgendwie d'rum kümmern – kann einer von uns das machen?“ 
                                                                           oder "Wir müßten eigentlich ..."
"Wir müssen das besser kommunizieren!"  "Wir behaupten hier ohne Beweis, daß man es tatsächlich verstehen kann.“/
                                                                           “Wer das nicht kapiert, ist bloß zu dumm.“ 
„Ich will doch auch ...“                                       "Laß' mich doch damit in Ruhe!“ 
„Wir wollen doch auch ...“                                 "Wer nötigt uns, das zu behaupten?“ 

A. Hitler: „Niemand will den Frieden mehr als ich“
 

Oppportunismen                                           Wahrheit

„Es ist nicht gesagt daß ...“                              „Ich will ja nicht direkt widersprechen ...“ 
„ … nicht zwangsläufig ...“                                „Ich bin eigentlich ganz anderer Meinung“ 

Einige der Ausdrücke werden unbewußt verwandt. Die Grenze zum Bewußten ist fließend. Bei bewußter Verwendung ist das ein Fall von Demagogie.
Eine neue Variante einiger durchtriebener konservativer Politiker(innen) ist es, schlimme Zustände zu beschreiben, an denen sie selbst mit Schuld sind und dabei Verständnis zu heucheln. So wird die konservative Politikerin U. Von-der.-Leyen, die vor einigen Jahren noch üble Sozialchauvinismen von sich gegeben hat, heute nicht müde, ohne rot zu werden, in öffentlichen Reden, Zustimmung erheischend, das Elend sozialer Gruppen zu beschreiben, an dem ihre Partei mit Schuld ist.
 

Ersatzkämpfer

Oft werden Politsöldner, die nicht immer offiziell als Politiker auftreten, ins Feld geschickt. Sie treten in Talk-Shows auf oder lassen sich interviewen. Dabei gibt es verschiedene Typen.

  • Es gibt den seriös wirkenden Moderator oder Sprecher, der entweder die ungeheuerlichsten Lügen verbreitet oder zu den ungeheuerlichsten Themen („Kapituliert Deutschland vor dem Islam?“) Sendungen moderiert Vorträge vor Reaktionären hält, oder schnell mal Regierungssprecher wird.
  • Es gibt die verrückten Fanatiker, die das Risiko der Diskussion nicht scheuen. Sie leben vom, Angriff auf den verhaßten Gegner. Zu ihnen gehören so genannte Opfer, Publizisten, mit extremen Ansichten und falsche Bürgerrechtler, die in Wirklichkeit Militaristen oder Antikommunisten sind.
  • Es gibt den Experten, der eingesetzt wird, um bestimmte Behauptungen zu untermauern. Dazu gehören Professoren oder sogenannte thematische Experten, (Ex-)Diplomaten oder (Ex-)Korrespondenten, die in Wirklichkeit ein BND-Gehalt bekommen.
  • Dann gibt es Medienprofis die oft ein weiteres Gehalt vom Geheimdienst beziehen. Oder sehr weit rechts stehen. Sie treten meist als Berater in Erscheinung und sollen den Eindruck von Kompetenz vermitteln. Ihr Tätigkeitsfeld besteht darin, einen subtil wirkenden Spin zu vermitteln. Sie gehen dabei sehr indirekt vor und greifen dabei auch scheinbar die eigene Seite an. Ihre Aufgabe ist es, nebenbei Wunschhintergrundinformationen zu implantieren, die einem später bekannt vorkommen soll.

Die vier Gruppen können auch miteinander vermischt sein. In der Regel sind mehrere Mitwirkende der Sendungen oder die Redakteure eingeweiht. Auch von ihnen beziehen viele ein weiteres Gehalt vom Auslandsgeheimdienst. Der Spin einer Veranstaltung ist in der Regel geplant.
 

Lügen durch Medien

Häufiger, als die Lügen sind Weglassungen Verfälschungen und Stimmungsbeinflussungen bis hin zur Stimmungmache. Dazu werden viele Geheimdienstmitarbeiter auch in den Redaktionen benötigt. Insbesondere Hetzdsender, wie Phoenix oder euronews (der gleich auf sechs verschiedenen Frequenzen in deutsch, französisch, italienisch, russisch, portugiesisch und spanisch sendet) senden praktisch den ganzen Tag Propaganda. Diese Propaganda kostet sehr viel Geld.
 

Verbreitung der Praxis
Alle Fernsehsender sind unter Kontrolle der Manipulatoren. Es gibt keinen Radiosender mehr, der nicht manipuliert wird. Das liegt daran, daß die Kosten für Fernsehen und Radio zu hoch sind. Nur finanzkräftige Manipulatoren können sich eigene Sender leisten. Fast alle Printmedien sind manipuliert. Von den Tageszeitungen sind nur das ND und die jW ausgenommen.
 

Verschwendung von Mitteln
Der hohe Anteil von Propaganda, Hetze und Lügen am Programm hat eine nicht unrelevante Auswirkung auf die Kosten, die die Medien erzeugen. Man kann daher sagen, daß die Medienmanipulation nicht nur den Teil des Programms verschlechtern, in dem gelogen wird. Hetze kostet Sendezeit. Hetze ist daher teuer.

Soll ein berühmter Politiker (z. B. Slobodan Milosevic, Muammar al Ghaddafi) umgebracht werden, muß viele Jahre wie selbstverständlich auf ihn gehetzt werden, um bei eventuellen Verteidigern Scham aufkommen zulassen. Ist die Hetze zu kurz, wird er zum Märtyrer (Che Guevara, Salvador Allende, Victro Jara, …) Einige Ermordete werden nachträglich beschmutzt, (Ernst Thälmann, Wladimir Ilitsch Lenin, …). Diese ständige Propaganda wird allen möglichen Inhalten beigemischt.
 

Prämissenwechsel
Diese Propaganda ist leicht zu erkennen, wenn inzwischen ein Prämissenwandel stattgefunden hat.

  • So ist der einst von der CIA denunzierte Terrorist Nelson Mandela nun ein Freiheitsheld.
  • In einem Mickey-Maus-Heft der 80er Jahre war Mickey-Maus ein Freund des Königs von Rhodesien. Der König ist lange weg und das Land heißt nicht mehr nachdem reaktionären Kolonialisten Rhode, sondern Simbabwe.

 

Betäubung

Der westliche Lebensstil ist dekadent. Das bedeutet, daß man Wichtigkeiten nicht mehr zu sortieren vermag. Wer im (westlichen) Norden lebt verdrängt, daß sein Wohlstand und seine Energie nur geraubt ist. Daher betäuben sich diese Bewohner der entwickelten kapitalistischen Länder mit zugelassenen Drogen, mit Fernsehen, Video und Konsum.
Der Konsum, an den Westler von klein auf gewöhnt sind, asozialisiert die Menschen und macht sie unempfindlich gegen echte Inhalte. Wer sich betäuben muß, kann kein Demokrat sein (»Demokratie und Reklame«)!
Solange diese Menschen nicht beschließen, der Betäubung ihres Denkens ein Ende zu bereiten, wird sich nichts ändern.

 

Linke Inhalte

werden, soweit unauffällig möglich, boykottiert. Man kann also zunächst nur eine antilinke Offizielle Version erwarten. Macht man eine wirklich linke Demonstration, wird sie nur berücksichtigt, wenn sie mehrere zig-Tausend Leute stark ist, oder von Ausschreitungen berichtet werden kann. Man kann keine Politik machen,ohne die Medienblockade zu berücksichtigen. Daher gibt es einen Gewöhnungseffekt bei Linken, dem hier mal entgegengewirkt werden soll. Macht man kleinere Aktionen, so bringen die Medien nichts, was auch niemand erwartet. Prekär wird es, wenn das Elend Tausender, zehntausender, hunderttausender oder das Elend von Millionen verschwiegen wird. An dieser Stelle muß festgestellt werden, daß die Linke gegen die Medienmanipulation protestieren muß. Es werden Linke Inhalte verfälscht dargestellt, kritiklos etablierte Lügen verbreitet, Politiker verleumdet, Verbrecher weiß gewaschen, Geschichte gefälscht. Der Geheimdienst,der diese Inhalte Vermittelt ist der Außlandsgeheimdienst, da der Spin von den Amerikanern diktiert wird. Dazu gehört auch der (amerikanische) Antikommunismus, der sich gegen alles Linke wendet.

 

Plumpheit der Manipulation

Ob nun in der Kriegsberichterstattung oder in der täglichen Manipulation: Die Plumpheit nimmt derzeit zu. Gerade bei der Propaganda gegen Libyen und Syrien gab es fast keine Bilder. Aus Syrien hat man „Beweisaufnahmen“ aus unidentifizierbaren Räumlichkeiten in den Hauptnachrichten gesendet. Im Falle der Hetze gegen Libyen hat man Tätervideos umfunktioniert.
Die Plumpheit der Nachrichtenfälschung hängt von der allgemeinen Kritikfähigkeit und der Kritikwilligkeit ab. Wenn also die Menschen dümmer werden oder weiter rechts stehen, kann die Fälschung plumper sein. Das Ressentiment hilft, die Plumpheit zu verdecken. Das spart viel Geld. Der Erfolg der Fälschung entscheidet über die für die Herrschaft notwendiger Weise vorzuhaltende Gewaltkapazität.

 

Fazit

Gelogen wird ständig und mit der größten Selbstverständlichkeit in allen unterdrückerischen Staaten und Kulturen. Überall wird jedoch anders gelogen. Die Chinesen, Russen, Araber und Lateinamerikaner wissen genau, wie in Europa und Nordamerika gelogen wird. Dafür wissen Nicht-Chinese auch, wie in China gelogen wird. Nicht-Iraner wissen, wie im ran gelogen wird.
Relativierung Europäer wissen je nach politischer Ausrichtung, wie in den USA gelogen wird. Am besten wissen die Linken über alle Lügen Bescheid. Insbesondere Menschen, die Mit Propaganda aufgewachsen sind, glauben die Lügen. In den entwickelten kapitalistischen Ländern gibt es das Phänomen, daß die Menschen eigentlich wissen, daß sie belogen werden, es jedoch aus konsumistischen und politökonomischen Gründen dabei bewenden lassen und die erwünschtesten Lügen glauben. Welche Lügen die erwünschtesten Glaubensinhalte darstellen, wird durch den herrschaftlichen Diskurs klar.
 

Es werden nicht nur Nachrichtenagenturen manipuliert, sondern ein großer Teil der Medien Zeitungen, Zeitschriften und Fernsehender wird mittels weniger Hauptverteiler manipuliert. Einige Kanäle (Phoenix) bringen die Propaganda konzentriert.
 

Es kann nicht politisch gekämpft werden, ohne die Medienblockade zu berücksichtigen. Es kann nicht weiter über diese Blockade geschwiegen werden!
[Evariste]
 

Überarbeitet am 18.05.2016 Version 1.2;

 

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