Was ist Nachhaltigkeit?

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Das Wort Nachhaltigkeit gehört zu den wichtigsten Wortentwicklungen überhaupt. Leider wissen immer noch nicht alle, was es bedeutet.
 

Das Wort „nachhaltig“ bzw. „Nachhaltigkeit“ wird in der Ökonomie, im Umweltschutz, in der Finanzwelt und anderswo gebraucht. In der Regel überall da, wo irgend eine Art von Ressource verbraucht wird.
Die Hauptbedeutung liegt beim Umweltschutz bzw. beim politischen Term Ökologie.

 

Ökonomie

Materialverbrauch

Nachhaltig zu wirtschaften bedeutet, nur so viel zu verbrauchen, wie nachgeliefert werden kann.
 

Finanzielles

Finanziell nachhaltig arbeitet man, wenn die Ausgaben die Einnahmen nicht übersteigen. Dieser Begriff muß (meist) komplexer gefaßt werden, wenn Kredite, Projekte usw. — also geplante Einnahmen und Ausgaben – hinzukommen. Bei dieser Komplexität spielt dann zusätzlich die Sicherheit von Einnahmen eine bedeutende Rolle.
 

Aufträge

Handwerker brauchen Aufträge und müssen sich rechtzeitig um sie kümmern. das ist ihr Brot. Ist die Auftragslage nicht nachhaltig, riskieren sie ihre ökonomische Existenz.

 

Verbrauch

Ökologie

Der zweitwichtigste und am häufigsten genutzte Begriff der Nachhaltigkeit ist der der ökologischen Nachhaltigkeit. Verbraucht man Holz, muß man dafür sorgen, daß das Holz nachwächst. Dazu ist es notwendig, rechtzeitig genügend Holz nachzupflanzen. Pflanzt man erst Holz nach, wenn das Holz bereits knapp ist, ist das nicht nachhaltig.
Der Begriff der Nachhaltigkeit ist durch die Ökologie noch weit komplexer geworden, da man erkannt hat, daß es notwendig ist, nicht nur einzelne Arten und Kultursorten zu erhalten, sondern ganze Ökosysteme.
 

Rohstoffverbrauch

Der wichtigste Begriff der Nachhaltigkeit ist der, der sich auf den Ressourcenverbrauch bezieht. Hat man eine nicht nachwachsende Ressource und eine (allgemeiner formuliert) nicht erneuerbare Ressource, ist es von vornherein nicht nachhaltig, sich auf ihren Verbrauch zu stützen.
Die derzeitige Abhängigkeit der Industrialisierung der Menschheit von nichterneuerbaren energetischen Rohstoffen, wie Erdöl, Kohle, Erdgas, Uran und anderen Rohstoffen, wie Stahl, Kupfer, Phosphat, seltenen Erden und andere, die nach ihrem Gebrauch zu einem gewissen Prozentsatz im Meer landen und dort als Salze sedimentieren, ist nicht nachhaltig.

 

Wichtiges Beispiel Fisch

Fische werden weltweit gejagt. Mit immer größeren und schnelleren Schiffen, (welche den kleinen die Fische wegfangen), mit Schallortung und Fangmethoden, die ganze Schwärme vollständig auslöschen, rückt die Menschheit dem weltweiten Fischbestand zu Leibe. Obwohl es inkonsequente Versuch gibt, “nachhaltiger” zu verfahren, schrumpfen die Fischmengen weltweit immer weiter. Es gibt daher nur noch einen Bruchteil der ursprünglichen Fischmenge. Dabei würde ein zwanzigjähriges Fischverbot ausreichen um eine solche Fischmenge zu erzeugen, daß man danach dauerhaft ein vielfaches der heutigen Fangmenge erzeugen könnte. Leider ist die Menschheit derzeit noch nicht in der Lage die Gesamtfangmengen wirkungsvoll zu kontrollieren und nicht einmal, sie sinnvoll festzulegen. Ein Sicherheitspuffer wird bei den sehr politischen Fangmengenfestlegungen nicht berücksichtigt. Daher schrumpfen die Fischmengen weiter.
Der weltweite Fischfang ist derzeit nicht nachhaltig.

 

Sprachgebrauch

Nachhaltig – hält nach. Das Wort wird auch für “andauernd wirkungsvoll“ benutzt.

 

Politische Hauptbedeutung

Nachhaltigkeit bedeutet also heute, sich nicht in die Abhängigkeit nicht erneuerbare Rohstoffe oder Energien zu begeben bzw. bestehende Abhängigkeiten von nicht erneuerbaren Quellen zu beenden. weiterhin wird Nachhaltigkeit erst dann erreicht, wenn die Verbrauchs-Nutzungs-Bilanz bei hoher Ressourcenverfügbarkeit ausgeglichen ist.

 

Nicht-Nachhaltigkeit

Nicht-nachhaltig bedeutet also nicht nur, daß mehr verbraucht wird, als nach-wächst, sondern auch, daß einer geschädigten nachwachsender Ressource keine Erholung gegönnt wird, so daß sie auf gefährlich niedrigem Niveau verbleibt, wie es das Beispiel Fischfang zeigt.

[Evariste]
 

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