Was ist der Unterschied zwischen radikal und extrem?

Wörter: 2477; Linkslevel: ±0 Indifferente
Worte wie “rechtsradikal” oder auch “linksextrem” geistern durch die Sprachlandschaft der Bundesrepublik. Der durch die ständig unterhaltenden Medien denkentwöhnte Bundesbürger macht sich keinerlei Gedanken über die Benutzung oder gar den Sinn derjenigen Worte, die zur Beeinflussung seiner Meinung erfunden wurden.

Daher nehmen wir hier kurz vorweg:

“rechtsradikal” gibt es nicht

und “linksextrem” gibt es nicht.

 

Was heißt radikal?

Radikal” kommt von Wurzel und bedeutet ein Übel an der Wurzel zu packen. Radikal zu sein erfordert radikales Denken. Radikales Denken erfordert Analyse. Deswegen können rechtsgerichtete Menschen nicht radikal sein.

Linken dagegen ist es eigen, die Ursachen aller gesellschaftlicher Übel zu analysieren und Schlußfolgerungen daraus zu ziehen. Besonders eigen ist es den Marxisten, die die Tradition begründet haben, wissenschaftliche Erkenntnisse bei der Betrachtung der Gesellschaft zu berücksichtigen und – mehr noch – sich eine wissenschaftliche Weltanschauung zuzulegen. Daher gibt es Linksradikale.

 

Linksradikale

Linksradikale sind entschiedene Egalitaristen und Radikaldemokraten. Sie bekämpfen jeglichen Partikularismus und kämpfen für Humanismus und Zivilisation. Das heißt, sie kämpfen für das Menschenrecht. In ihrer Politik nutzen sie daher das Prinzip der vorauseilenden Rücksicht und setzen bei der Bewältigung von Problemen entschieden auf sorgfältige Analyse.

 

Was heißt extrem?

Zweideutigkeit

Das Wort “extrem” hat zwei Bedeutungen:
1. Die ganz besondere Verstärkung einer Eigenschaft und
2. die Anwendung extremer Mittel (also von Gewalt) zur Erreichung von Zielen.
Diese Doppeldeutigkeit des Wortes kann man demagogisch ausnutzen.

 

Wer ist Wer?

Wer ist extrem?

Extrem zu sein bedeutet den Menschen so sehr zu verachten, daß sein Leben nichts wert ist. Extreme Leute sind rechts. (Genau genommen ELL -4) Man erkennt sie daran,daß sie Waffen sammeln, das Militär lieben, töten üben und eine entsprechende Kultur der Menschenverachtung, des Kämpfens, des Militärs oder der Opferung pflegen. Extreme wollen ihrer Menschenverachtung wegen gern (vor allem) extreme Mittel einsetzen. Sie stehen daher natürlicher Weise rechts. Sie sind Rechtsextreme.

 

Rechtsextreme

Rechtsextreme sind entschiedene Elitaristen und Antidemokraten. Das liegt daran, daß die, die den Menschen verachten, auch das (gemeine) Volk verachten. Sie kämpfen gegen Humanismus und Zivilisation. Ihr Merkmal ist daher nicht die Gewährung oder gar Garantie, sondern im Gegenteil die willkürliche Zumessung von Menschenrechten. In ihrer Politik sind sie Rücksichtslos und brutal. Echte Probleme erkennen sie nicht. Unreale Pseudoprobleme (wie die Bekämpfung von Lieblingsgegnern – meist ohnehin benachteiligte Minderheiten) füllen sie inhaltlich voll aus.

 

Wer genau ist radikal?

Radikale sind Leute,die Lösungen suchen. Sie denken viel und denken anders. Da Denken Gewohnheitssache ist, könnte jeder radikal werden. Das Radikale entspringt dem Problembewußtsein. Das Problembewußtsein entspringt der Sorge. Radikale sind Linke. (genau genommen – radikale Linke ELL 4)

 

Was braucht man, um radikal zu sein?

Radikal sein bedeutet, Problembewußtsein zu haben, Probleme erkennen, analysieren, und lösen zu können. Für das Erkennen echter Probleme muß man ein Menschenfreund sein. Probleme ergeben sich aus den Bedürfnissen der Menschen. Ein Menschenfeind kann Probleme nicht erkennen oder er tut es nur, um sie auszunutzen. Für die Lösung von Problemen braucht man einen besonderen Antrieb. Dieser kann auch wieder nur in der prinzipiellen Liebe zu Menschen überhaupt liegen. Ein Menschenverächter findet keine Lösung, da er keinen Antrieb hat, sie zu suchen. Um radikal zu sein, darf man Menschen nicht verachten. Ein Extremist kann daher nie radikal sein. Jemand der Radikal ist, kann Lösungen finden und will das auch. Er wird niemals ein Extremist sein.

 

Resultat

 

  • Radikale sind für Freiheit, Extreme für Opfer und gegen die Freiheit.
  • Radikale kämpfen für gleiches Recht, Extreme für möglichst unterschiedliches Recht.

Radikal und extrem sind antagonistische Gegensätze.

 

 

Vermischung der Bedeutungen mithilfe der Totalitarismus-Doktrin

Extrem” bedeutet in der Politik die Anwendung oder Billigung extremer (menschenverachtender) Mittel. Die Anwendung extremer Mittel ist jedoch ein Merkmal faschistischer oder faschistoider Organisationen – also von rechtsgerichteten Organisationen.
 

Gibt es linken Totalitarismus?

Die im Kapitalismus herrschende von der Totalitarismusdoktrin stark geprägte Propaganda verbiegt das politische Spektrum1 und behauptet, die Enden des Spektrums wären „extrem“. Dabei ist nur die rechte Seite des Spektrums extrem. Warum tun sie das?
Die herrschenden Klassen der entwickelten kapitalistischen Staaten versuchen mithilfe von Propaganda den Eindruck zu erwecken, es gäbe “Linksextremismus”. Sie verweisen dabei auf bestimmte “Erscheinungen”, die es in den staatssozialistischen Systemen gegeben hat. Diese Erscheinungen sind jedoch auf einen Mangel an Demokratie zurückzuführen, welche mit dem Sozialismus an sich nichts zu tun haben. Westliche Demagogen weisen auf diese Erscheinungen um von der Brutalität des räuberischen Kapitalismus abzulenken. Wir stellen hier klar, daß Täter wie Stalin oder Ceaucescu keine Kommunisten waren (das waren sie vielleicht in ihrer Jugend), sondern Quasimonarchen.
Quasimonarchen sind eben gerade deshalb nicht links, weil sie die Menschen verachten. Infolgedessen können sie auch keine Probleme lösen.

 

Ist eine Revolution extrem?

Eine andere Argumentation des kapitalistischen Westens betrifft die Revolution an sich. Hier wird darauf verwiesen, daß linke Revolutionäre einen gewaltsamen Umsturz planen oder durchführen wollten. Das ist in mehrererlei Hinsicht unsachlich. Zunächst verweisen wir auf die ständig währende brutale Unterdrückung der Bevölkerung durch die bewaffnete Staatsgewalt. Dabei zeigt eine genaue Analyse, daß (auch wenn es nicht so aussieht) die brutalsten Staaten eben die westlichen (imperialistischen) Industriestaaten sind. (Wir gehen darauf in einem Extraartikel) ein. Was den Terror gegenüber der eigenen Bevölkerung angeht, ist die Rolle der Terrorinstrumente gegenüber der “eigenen” Bevölkerung zu großen Teilen auf die Ökonomie bzw. Sachbearbeiter übergegangen. Der plumpe offene (faschistische) Terror wird nur im Notfall angewandt. (→ »Warum hat der Faschismus Klassencharakter?«) Es gibt jedoch Vorstufen.
Gerade jetzt haben konservativer Politiker vorgeschlagen den Angriff auf Vollstreckungsbeamte bei Wohnungsräumungen oder dem Schutz von Gerichtsvollziehern besonders hart zu bestrafen. Das System, das nur noch in “Notfällen” bewaffnete Kräfte einsetzen muß, tut dies in Zeiten größerer Not natürlich mit größerer Brutalität. Eine Revolution ist die Befreiung von diesem menschenunwürdigen Zustand. Revolution ist die Befreiung des Volkes oder großer Teile des Volkes aus einem Gewaltverhältnis. Sie muß zwangsläufig gewaltsam erfolgen, da die Aggression – nämlich die ständige unterdrückerische Gewalt vom System ausgeht. Das in der Situation antikommunistischer Verhetztheit zu erkennen erfordert radikales Denken. In der Theorie der Revolution kommt es aufgrund der Angst der Herrschenden Klasse vor einer Revolution der Verhältnisse zur Gewalt. Die herrschende Klasse kann die Demokratie und die Durchsetzung der Interessen der Allgemeinheit nicht mehr verhindern und wendet extreme Mittel an. Diese extremen Mittel werden faschistisch sein. Gegen diese extremen Mittel muß man sich zur Wehr setzen.
Normalerweise ist Gewaltlosigkeit das Mittel der Linken, sich zu wehren. Gewaltlosigkeit versagt jedoch, wenn es keine angstfreie Öffentlichkeit gibt. Im Falle des Faschismus werden Linke einfach ausgerottet, wenn sie sich nicht rechtzeitig wehren. Das ist hunderte Male in der Geschichte bewiesen worden. Daher muß man gegen den Faschismus kämpfen. Es ist eine Lehre aus allen Faschismen, daß Faschismus bekämpft werden muß. Weil alle Linken das heute wissen, hat der Imperialismus Angst vor dem Vorwurf des Faschismus.
Im übrigen ist das, was das bürgerliche Lager als Revolution betrachtet nur der äußere Schein einer Revolution. Jede Revolution im eigentlichen Sinne findet in den Köpfen statt. Sie findet in den Köpfen statt oder gar nicht.

 

Ist eine Revolution radikal ?

Eine Revolution ist ein Bruch mit überkommenen Dogmen, die die Grundstruktur der Gesellschaft betreffen. Oft sind diese Dogmen unbewußt. Die bürgerliche Revolution brach mit dem Dogma der Hochwohlgeborenheit und mit adligen Vorrechten, wie dem Tragen von Waffen. Daraufhin entstand eine neue herrschende Klasse, die sich durch Teilhabe an der Kapitalakkumulation auszeichnete. Mit den Dogmen, die das ermöglichen wollen proletarische Revolutionäre brechen. Dieser Schritt ist radikal, weil er mit überkommenen Vorstellungen bricht, er also ein noch tieferes Denken erfordert. Die bürgerlichen rechtfertigen ihre Herrschaft damit, sie hätten das Recht beliebig viel Reichtum anzuhäufen. Sie tun so,als würde die Privatisierung des Planeten keine Auswirkungen auf die allgemeinen Lebensbedingungen haben. Sie tun so, als könnte jeder durch Akkumulation reich werden und dabei leben sie von der Arbeit der Armen. Sie tun so,als wäre das Gesetz der Geschäftsfreiheit ein Gesetz der Freiheit für alle. Revolutionäre entlarven das alles. Revolutionen sind radikal!

 

Terror und Widerstand gegen den Terror

Ein dritter Punkt ist der sogenannte Terrorismus. (siehe auch »Was ist der Unterschied zwischen Freiheitskampf und Terrorismus?«) Es wurde und wird noch das Monster eines “linken Terrorismus” an die Kinoleinwand der westlichen Propaganda geworfen. Dieser “linke Terrorismus” existiert nicht. Es handelt sich entweder um Freiheitskämpfer oder um Antifaschisten im Widerstand. Ihre “Opfer” gehören zu den übelsten Kreaturen des Planeten. Sie sind entweder völkermordende Militärs, schlimme Faschisten, oder menschenverachtende Politiker, die bereits tausende von Menschen auf dem Gewissen (oder was sie sonst anstelle eines Gewissens haben) haben.

“Linksextrem” gibt es daher nicht. Das Wort ist ein Widerspruch in sich und daher demagogisch.
 
Rechtsextreme lieben das Töten und werden daher in Notzeiten vom Kapital zur Regierung bestellt. Dann müssen Linke gegen die Faschisten kämpfen. Beispielhaft für letzteres ist der Kampf gegen den spanischen Faschismus, aber auch der gegen das NS-Regime.

 

Beispiele

Gegenüberstellung linker und rechter Bürger

Rechtsextreme lieben und sammeln Waffen. Bei Linken ist das Gegenteil der Fall. Linke beschäftigen sich nur mit Waffen, wenn sie zum Kampf genötigt werden. Mitglieder in Schützenvereinen sind mehrheitlich rechts. Rechtsgerichtete befürworten Waffenbesitz, Linksgerichtete – nicht. Rechtsgerichtete befürworten die Todesstrafe, Linke lehnen sie ab. Die Friedensbewegung ist links, eine rechte Friedensbewegung gibt es nicht. Rechtsgerichtete Politiker befürworten brutale Polizeieinsätze und höhere Strafen, Linke das Gegenteil. Die Einführung von Deeskalationsstrategien in die Polizeiarbeit, war Ausdruck eines gewissen Linksseins der damaligen mitregierenden Grünen. Die rechten Parteien (z. B. CDU in Berlin) waren vehement dagegen. Linke sind gegen Folter und schlimme Haftbedingungen, extreme Rechte – dafür.

Linke prangern nicht nur den Krieg an, sondern auch Methoden des Krieges und Kriegsverbrechen. Rechtsextreme begehen diese Kriegsverbrechen (US-Regierungen – Phosphor in Irak, Napalm in Vietnam, Clusterbomben und DU-Munitionin allen modernen Kriegen). Alle US-Regierungen stehen weit rechts, „republikanische“ US-Regierungen stehen besonders weit oder extrem rechts. Die Ablehnung von Sozialsystemen und Solidarität geht mit der Bereitschaft Kriege zu führen Hand in Hand2. Sie sind – aufgetragen über dem Rechts-Links-Parameter – miteinander korreliert3. Fehlende oder löchrige Sozialsysteme gehen Hand in Hand mit der Manie massenhaft Leute einzusperren oder drakonische Strafen zu verhängen.
 
Radikal waren die Freiheitskämpfer wie Mahatma Gandhi, Nelson Mandela, die französische Revolution, und die Oktoberrevolution, ebenso die Revolution in Kuba. Gewalt ließ viele der guten Vorhaben scheitern. Es ist klar, daß eine Regierung, die sich gegen ihr Volk richtet, nicht (mehr) links sein kann. Die Französische Revolution zerfiel, weil sich die Gewalt gegen sie selbst richtete. Der Palästinensische Widerstand gegen die israelische Besatzung kann nicht erfolgreich sein, solange sie auf extremen Zielen und Mitteln beruht. Gewalt ist allerdings unvermeidbar, wenn sie ursächlich von den Unterdrückern ausgeht oder Faschisten die linke Opposition ausrotten wollen.
Im Gegensatz dazu gibt es einen Grund, warum das arme Karibikland Kuba trotz eines jahrzehntelangen Embargos durch die wichtigsten und mächtigsten Staaten überlebt hat, weil es immer noch links ist. Die Ära des US-Imperialismus hingegen neigt sich dem Ende zu, da die USA zu viele Kriege geführt (und verloren) haben und sie ihre Ziele international nicht mehr durchsetzen können.

 

Extremismus mit und ohne Waffen

Staaten – trans- und internationales

Was ist alles extrem? – US-Imperialismus – Sätze mit „drei“
Extrem ist zum Beispiel die Bombardierung oder Brandschatzung von Dörfern (Türkei), die Kriegführung gegen Indigene oder Minderheiten (Indien oder Sri Lanka). Schwerer zu erkennen ist die Verweigerung von Nahrungsmitteln und Medikamenten mithilfe internationalen Rechts (Wettbewerbsrecht, Patentrecht, …) oder (schamlos) durch ein militärisch (Irak) oder durch Drohungen durchgesetztes Embargo (Kuba, Irak, …). Diese letztgenannten Formen des Terrors, die ohne eine schlagkräftige, interventionsfähige Riesenarmee im Hintergrund nicht möglich wäre, ist die zweitschlimmste Form. Sie fordert nicht nur wie die Ermordung von linken Politikern z. B. in Lateinamerika drei, dreißig oder dreihundertOpfer – sie fordert nicht nur wie der Terrorismus der Statthalterdreitausend oder dreißigtausen Opfer – oder wie der Terrorismus des direkten Angriffsdreihunderttausend oder dreimillionen Opfer – sie fordert dreißigmillionen oder dreihundertmillionen Opfer. Am schlimmsten jedoch ist der Raub der Energie, der Fische und der Nahrung und des Waldes durch ökonomische Mittel. Erwird dreimilliarden Opfer kosten. Ohne Anwendung militärischer Mittel kann dieser Raub auf Dauer nicht durchgesetzt werden. Es ist nicht Palau, das Fangflotten in die Ostsee schickt, um Deutschland, Schweden oder Rußland die Fische wegzufangen. Es ist nicht Afghanistan, das Krieg in den Rocky Mountains führt, um Bodenschätze zu rauben.

Auch an koloniale Besatzungsmächte, neokoloniale Statthalter, Politik oder Rechtsanwälte delegierte Gewalt durch Embargo, Hunger und Krankheit ist Extremismus, denn das Elend wird als Waffe oder zum Zwecke des Profits eingesetzt!

 

BRD

Die BRD-Regierung nutzt extreme Mittel am direktesten und exzessivsten im Krieg. Weil das Wort Krieg bei einigen Konservativen noch “umstritten” ist, sei hier erwähnt, daß deutsche Soldaten sich unter Anwendung von Kriegswaffen in Afghanistan kriegstypischen Beschäftigungen hingeben, Menschen töten und eigene Verluste haben. Wie schon in »Warum kämpft die Bundeswehr in Afghanistan?« beschrieben wurde dort auf undemokratische Weise eine genehme Regierung installiert. Sie ist bis heute nicht demokratisch legitimiert.

 

Diversion durch ständige Propaganda

Die imperialistischen Regierungen der entwickelten kapitalistischen Staaten geben viel Geld aus, um diese Wahrheiten zu vertuschen. In der BRD werden zu diesem Zwecke mehrere Geheimdienste, sowie spezielle Polizeieinheiten eingesetzt. Diese sind damit beschäftigt, die Zahlen politisch motivierter Straftaten, von Demonstrationsteilnahmen zu manipulieren, politische Organisationen zu denunzieren (Verfassungsschutz), Mitglieder linker Organisationen zu kriminalisieren und mit Gewalt, Untersuchungshaft, Prozessen und Strafen abzuschrecken. Sie schrecken neuerdings nicht einmal vor dem Vorwurf des „Antifaschismus“ zurück! Tatsache ist, (→auch »Warum die Lüge vom verordneten Antifaschismus eine Auschwitzlüge ist«) daß die BRD und ihre Staatsorgane eine Anti-Antifaschistische Ausrichtung haben. Demagogisch versuchen sie Antifaschismus als Grundgesetzwidrig – gar verfassungsfeindlich zu denunzieren. Die Details im Verfassungsschutzbericht bringen es an den Tag: Organisationen, die linksradikal oder Antifaschistisch sind, wird Marxismus vorgehalten und dieser (damit) implizit für „verfassungsfeindlich“ erklärt. Es liegt (logischer Weise) auf der Hand, daß die Denunzianten selbst Verfassungsfeinde sind.

Den Herrschenden steckt die Angst vor dem Faschismusvorwurf in den Knochen. Er hindert sie an einer Verschärfung der Lage. Der Faschismus – ihre letzte Waffe – wird verhindert durch seine Kenntlichkeit.
Der Antifaschismus repräsentiert die Bekanntheit des Faschismus. Der Antifaschimus wird daher von den Imperialisten entschieden bekämpft. Die Verwischung der Klassenfronten, des Links-Recht-Unterschiedes und der Extremismusvorwurf an die Linke gehören zum imperialistischen Pflichtprogramm. Deswegen wird of in einem Atemzuge von Links- und Rechtsextremismus gesprochen. Das entspricht der Totalitarismusdoktrin.
Durch Propaganda wird verschleiert, daß der Extremismus rechts zu Hause ist. Die Totalitarismusdoktrin ist eine vorhersehbare, weil notwendige demagogische Verteidigungslinie der Herrschenden. Ohne sie ist Terror nicht möglich.

 

Fazit

Rechtsgerichtete sind extrem,

Linksgerichtete sind radikal.

 
[Evariste]
 
Pseudotags: Vergleich radikal extrem;
 
Version 1.2 vom 19.05.2016
 

1 Die Verbiegung des politischen Spektrums wird später im Fortgeschrittenenartikel »Warum alternative Modelle zum politischen Spektrum falsch sind – Fortgeschrittenes zum politischen Spektrum « widerlegt. (Artikel wird im Juni wiederhergestellt)

3 Kommentare zu “Was ist der Unterschied zwischen radikal und extrem?

  1. Das hat uns die unselige Totalitarismustheorie eingebrockt. Seitdem denken die Leute politisch nur noch in diesen bliigen Fantasie-Schubladen, dass es ein Trauerspiel ist.

  2. Radikal und Extrem sind begriffe, die weder den politischen noch dem philosophischen Denken per se zuzuordnen sind, sondern Wortbedeutungen. Radikal und extrem kommen beide aus dem lateinischen und bedeuten Wurzel,Ursprung (radikal) und das Äußerste (extrem)
    Somit ist sowohl die äußerste politische Linke als auch die äußerste politische rechte Politik per Definition des Wortes extrem.
    Radikal wird sie erst dadurch, dass sie in ihrer Handlung ein Absolutheitsanspruch erfüllen möchte. Das 3. Reich war zum Beispiel deswegen natürlich radikal, da sie absolute Vorstellungen von Böse und Gut vertraten ohne diese in Zweifel ziehen zu können und dadurch ihren politische Zielsetzung nicht mehr begründen zu müssen.

    Für uns HEUTE aus einer 3. Perspektive AUF das 3. Reich war vielleicht radikaler rechtsextremismus nur ein Schein, der Aufgebaut wurde, aber für die menschen des 3. Reiches war der Schein der NORMalität der radikalen Vorstellungen der NS-Zeit so einleuchtend, dass die Aubeutung von Millionen menschen in ganz Europa möglich wurde. Nicht nur Juden, nicht nur Zwangsarbeiter, nicht nur Deutsche.
    Dies liegt daran, wie eine NORM für uns als Sitte gesellschaftlich über unsere subjektive Meinung in einer Gesellschaft hinweggehen kann. Jeder Mensch will normal sein, wenn auch nur bis zu einen gewissen Punkt.
    Der Beweis für diese traurige Tatsache in jeder Gesellschaft bis heute ist die gerne verdrängte Wahrheit, der großen Bereitschaft von Behinderten und offensichtlich Entstellten, sich umzubringen, nur weil sie nie Normal sein können uund ein Leben, wie jeder andere zu leben.

    Ob dies ein schlechter oder guter Einfluß ist, ist daher schwer zu bestimmen, da diese menschen eine solche Entscheidung auch nicht nur wegen der gesellschaft begehen, sondern auch wegen der Angst nicht etwas zu sein, was sie nicht kennen, etwas möglicherweise zu sein, was “nicht logisch folgerichtiges” ist , kurz etwas perverses.

    Ein anderer mensch oder die gesellschaft hat nicht die Aufgabe darüber zu richten, wer pervers ist oder nicht, aber logische Entscheidungen für sich selber zu treffen und somit Normalität auszustrahlen. In welcher Stärke diese NORMEN dann anderen in der gesellschaft vermittelt wird, bestimmt erst die Radikalität, mit der man das grundsätzlich Logische in der Gesellschaft darstellen möchte.

    Bsp: Es ist nicht falsch oder richtig in einer gesellschaft zu leben, wo nur blonde menschen leben, wenn man aber nun alle nicht-blonden beseitigt, um diese Gesellschafts-Normalität aufrecht zu erhalten in ihrer stärksten Form, ist dies die größte mir denkbare radikalität.
    Inwiefern man nun die nicht-blonden behandelt, durch Mord oder Haare färben, bestimmt den Extremismus und die bereitschaft die Radikalität der Normalität der Entscheidung anzupassen.

  3. Eric schreibt Blödsinn. – Zunächst wiederholt er die Bedeutung (von “radikal”), die von der Wurzel her ausgeht, dann widerspricht er sich selbst und behauptet, “radikal” hieße “Absolutheitsanspruch”. Das heißt es nicht, sondern es bedeutet nur zu analysieren und ein Problem an der Wurzel zu packen. Aus dem Blödsinn und dem Wort radikal wird ohne Beweis dann im ersten Abschnitt Extremismus gefolgert. Die im Text gegebenen Definitionen von Extremismus und Radikalität werden werde widerlegt noch überhaupt diskutiert – jedenfalls nicht beachtet. Seinen zweiten bis fünften Absatz werde ich gar nicht erst kommentieren. Eric hat die Definitionen in Wahrheit nicht verstanden, weil er nicht abstrakt und nicht einmal strukturiert denkt und nicht versteht, was er liest. Das ist nichts besonderes. Diese Seite hier ist aber etwas besonderes sie enthält die Wahrheit und diese wird nicht von allen verstanden. sie benötigt Abstraktionsvermögen, ein Minimum an Aufmerksamkeit und Konzentration. Wer kommentiert, sollte auf den Inhalt eingehen. Dies’ ist kein Rummelplatz! Verwirrte Leute wie “Eric War 19” sollten keine Kommentare schreiben, sondern ihre dummen Gedanken für sich behalten.
    Evariste

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