Warum ist Rassismus falsch?

Wörter: 594; Linkslevel: -4 Rechtsextreme

Dieser Artikel beschreibt nicht, warum Rassismus schlimm ist, da er sich an Rechtsextreme wendet. Hier wird nur beschrieben, warum Rassismus im Sinne der Wissenschaft falsch ist.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde versucht, Rassismus wissenschaftlich zu begründen. Selbst Hypothesen über sogenannte Wurzelrassen wurden verbreitet. Einer schrieb vom anderen ab. Äußerlichkeiten und kulturelle Unterschiede wurden als angeboren betrachtet. Ethnologie wurde unter dem Vorzeichen Europäischer Überlegenheit etabliert. Was ist da dran?

 

Wissenschaft

Heute kann man Verwandschaften von Tier- und Pflanzenarten, aber auch von Menschen untereinander genetisch untersuchen. Die Genauigkeit mit der man den Genotyp untersuchen kann, schlägt alles. Daher wird die Genetik die Basis der Antwort sein.
 

Was findet man, wenn man die Verwandtschaft der Menschen genetisch untersucht?

Man findet, daß der größte Teil der DNS gar nicht kodiert ist. Der Teil der kodiert ist, stimmt bei allen Säugetieren zu einem hohen Prozentsatz überein. Mit Schimpansen teilt der Mensch noch 98% der kodierten DNS. Die relativen Unterschiede zwischen einzelnen Menschen sind gering. Die absoluten genetischen Unterschiede zwischen einzelnen Menschen sind jedoch groß. Menschen sind sehr individuell. Diese Individualität geht auf das Immunsystem zurück. Um Vielfalt und Variabilität zu gewährleisten muß das Erbgut von sich sexuell fortpflanzenden Arten möglichst unterschiedlich sein. Je unterschiedlicher also die Sexualpartner, desto besser. Wenn also Menschen sich kennenlernen, ist es für ihre Fortpflanzung besser, wenn der Major Histocompatibility Complex (MHC) möglichst unterschiedlich ist. Das heißt, je unterschiedlicher die Immunsysteme,desto besser.

Faschisten pflegen den Gedanken der Reinrassigkeit. Dieser Gedanke ist nicht nur eine Perversion, er ist also auch blödsinnig und schädlich.
 

Betrachten wir nun die Frage der Rassen!

Untersucht man die Frage nach den Rassen genetisch, findet man tatsächlich einige Merkmale, die Menschen, die von einem bestimmten Kontinent kommen, besitzen – und sogar genetische Merkmale, die in einigen Ethnien häufig vorkommen – findet man. Allerdings sind diese ethnischen Merkmale im Vergleich zu den individuellen Unterschieden zwischen den Menschen sehr wenige. Sie spielen keine Rolle.
Daraus folgt:

Rassen gibt es nicht.

Das ist genetisch bewiesen.
Schon vor hundert Jahren wußte man eigentlich , daß reinrassige Tiere degeneriert sind. Bei Tieren ist eine Kreuzung unterschiedlicher Rassen meist ein Gewinn. Was aber, wenn man nicht wissen will, was man wissen kann?

 

Wenn es Rassen aber nicht gibt – warum sind Rechte und Rechtsextreme dann Rassisten?

Ein Rassist ist kein Rassist, weil er eine Rassentheorie gehört hat. Er haßt und sucht ein Ziel. Der Rassismus gibt ihm Ziele. Rasse“theorien“ sind nur Rechtfertigungsrhetorik.
Wer rechts ist – und insbesondere, wer extrem rechts ist – hat von Kind auf gelernt, daß Menschen unterschiedlich viel wert sind. Wer rechts ist, hat sich Zurücksetzungen zu Herzen, Statussymbole wichtig genommen er hat Strafe als Methode, Verachtung als Kultur und Haß als Ventil kennengelernt. Das zentrale Ressentiment des Kapitalismus ist der Sozialchauvinismus. Er muß von den Herrschenden bei Strafe des politischen Unterganges propagiert werden. Wer immer diesen Sozialschauvinismus unkritisch aufnimmt, geht automatisch durch eine Schule der Menschenverachtung.

 

Apell

Wer immer rechtsextrem ist, dem sagen wir:
Euer Haß verschafft Euch keine Erleichterung. Er geht außerdem am Kern des Problems vorbei. Daß Ihr zu feige seid, gegen das Elend des Kapitalismus aufzustehen, entschuldigt nicht, daß Ihr das Problem negiert, indem Ihr gleich die Menschenwürde negiert.

Wir sagen:
Der Kapitalismus ist elend!“
Ihr wollt es nicht ändern und sagt:
Ist uns egal, wir mögen ja keine Menschen.“

Euer Haß richtet sich auch gegen Euch selbst. Ihr haßt Euch selbst. Daran ändert auch die Gewalt nichts.
Ihr wißt nicht, wie Sinn entsteht. Dabei ist es einfach – man muß sich nur um jemand anderen kümmern. Ohne Liebe – kein Sinn! So einfach ist das.

[Evariste]

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