Warum die Lüge vom “verordneten Antifaschismus” eine Auschwitz-lüge ist

Wörter: 738 ; Linkslevel: -1 Nichtlinke
Was ist eigentlich die “Auschwitzlüge”?

Zu den größten Verbrechen der Nazis gehören neben Zerstörerischen Kriegen, der Ausplünderung, Deindustrialisierung und Zerstörung der überfallenen Länder, vor allem die Errichtung von Konzentrationslagern, welche Vernichtungslager waren, oder an diese organisatorisch angekoppelt waren. Dort Inhaftierten die Nazis ihre Feinde und Lieblingsgegner um sie schließlich allesamt umzubringen. Für die Abschaffung jeglicher Humanität, welche immer im Interesse des Kapitals stattfindet und hier bis zum Exzeß getrieben wurde hat sich der Begriff Faschismus eingebürgert. Die Auschwitzlüge leugnet diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit um sie letztlich erneut begehen zu können. Der Diskriminierung der Feinde und Lieblingsgegner der Faschisten steht Auschwitz im Wege. Auschwitz wie auch das durch den zweiten Weltkrieg zerstörte Europa zeigt den Endpunkt und das Resultat des Faschismus. Dieses Resultat des mit größter Eloquenz, Konsequenz, mit großer Massenbasis, propagandistischer und „wissenschaftlicher“ Unterstützung vorangetriebenen Projektes der Abschaffung menschlicher Würde, der entschlossenen Bekämpfung des Humanismus, der Abschaffung des Erbarmens (im Interesse des Kapitals) dieses „tausendjährige Reichs), ist ablesbar: Es hat nur zwölf Jahre gedauert und die größten mit damaligen technischen Mitteln erreichbaren Verheerungen erzielt! Da nützt den Nazis auch die (Kriegs-)Autobahn nichts. Die elf-ein-halb Millionen Menschen, die In den KZs ermordet wurden sowie die insgesamt über 52 Millionen Kriegstoten fallen den Neonazis auf die Füße. Nationalisten können wir heute mit diesen Resultaten begegnen.

Antifaschismus und BRD

Eine ganz ähnliche Bewandtnis hat es mit der Lüge vom verordneten Antifaschismus. Sie ist leider nicht verboten, da wir in einem imperialistischen Land leben, das sich durch Bruch des Potsdamer Abkommens gegründet hat und personell, politisch und strukturell in der Tradition des sogenannten dritten Reiches steht – also postfaschistisch ist –, leben. Die Lüge vom verordneten Antifaschismus hat keineswegs die Aufgabe, eine besseren Antifaschismus zu kreieren. Sie war und ist ein Instrument des entschlossensten Kampfes der Bundesrepublik, ihrer herrschenden Klasse, ihrer Strukturen, ihrer Justiz, ihrer Polizei, ihrer Armee, ihrer Presse, ihrer Politik und Inhalt des common sense, den Antifaschismus zu bekämpfen, wo immer er auftritt.

Keineswegs wollte die Bundesrepublik einen besseren Antifaschismus!

Die Tatsache, daß die DDR ein antifaschistischer Staat war, der gemäß dem Potsdamer Abkommen den Faschismus und ein erneutes Kriegstreiben des Monopolkapitals bekämpft hat, soll in Vergessenheit geraten, – nicht nur, weil man hieraus den Schluß ziehen könnte, daß die DDR der bessere deutsche Staat war – , sondern vor allem um die imperialistischen Verbrechen des Faschismus – den Angriffskrieg, die Vernichtung fremder Kulturen, die Ausplünderung anderer Länder, die Vernichtung politischer Gegner, zunächst aber die Erneuerung von Nationalismus, Chauvinismus, Revanchismus und Rassismus zu ermöglichen.
Die Bundesrepublik hat neben ihrer antikommunistischen Ausrichtung bis heute einen entschieden anti-antifaschistischen Charakter. Sie kann jedoch nicht einfach sagen, der Faschismus wäre gut gewesen.
 
Sie tut‘s auf andere Weise:
Die CDU läßt einige Leute sagen: „Es gibt einen gesunden, nicht übertriebenen Nationalismus.“, andere sagen unverblümt: „Ich bin stolz ein Blödmann1 zu sein!“, wieder andere machen Kampagnen, gegen die doppelte Staatsbürgerschaft, die Bundeswehrakademie meint, es gäbe „zu viel Frieden“, CSU-Politiker fordern die Abschaffung der Beneš-Dekrete und hetzen gegen Türken, herausgehobene CDU-Politiker fordern „Präventivkriege“, Folter, Arbeitsdienst, den Einsatz der Armee im Inneren, die Vermischung von Polizei und Geheimdiensten. Sie hetzen gegen „unnütze“ Ausländer und Arbeitslose betreiben die Einschränkung der Demonstrationsfreiheit und richten sich hierbei vor allem gegen Antifaschisten und ihre Ziele. Ein Inlandsgeheimdienst arbeitet als Institut für Denunziation und Förderung des Rechtsextremismus.

Die Bundesrepublik sagt, der Antifaschismus wäre schlecht, weil er marxistisch ist.

Erste Früchte können die verkappten Neofaschisten2 bereits ernten: wenn beispielsweise Kriege als „Militäreinsätze“ getarnt im imperialistischen Interesse durchgeführt, die Bevölkerung, mit fadenscheinigen Begründungen eingeführte, Überwachungsmaßnahmen und Terrorgesetze akzeptiert, wenn sich kein Widerstand gegen eine Militarisierung des Fernsehens, der Kultur und der Außenpolitik regt, wenn heute ein kollektives Mittelmeer-Ersäufnis niemanden interessiert obgleich noch Meinungsfreiheit herrscht.

 
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In der DDR gab es all das nicht! Ihr sogenannter „verordneter Antifaschismus“ war in Wirklichkeit ein echter Antifaschismus wie er in den schlimmsten Träumen der Imperialisten vorkam. Weil man ihn offiziell schlecht bekämpfen kann, braucht man eine Antifaschismus-Lüge.

Zweigleisigkeiten:

  • Die Faschisten leugnen Auschwitz. Sie sagen aber auch: „Leider wurde niemand vergast.“3 Die Nazis stört Auschwitz.
  • Der Westen sagt, die DDR war marxistisch und Marxismus wäre schlecht. Weil aber trotzdem alle wissen, daß der Antifaschismus der DDR den Unterschied zur BRD ausmacht, sagt der Westen, die DDR wäre wie die Nazis totalitär.

Die Faschisten sagen: „Ihr seid gar keine richtigen Antifaschisten!“.

 

[Evariste]
 

1 Naja – wir wissen schon!
2 Oder sind es nicht eigentlich Altfaschisten?
3 Neonazi Thomas Dienel vorlaufenden Kameras

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