Warum die DDR besser war, als die BRD

Wörter: 8958; Linkslevel: +2 Sozialdemokratisierte Linke; Inhalt: Vergleich zwischen DDR und BRD

 

Gruß der Jungpioniere:

Für Frieden und Sozialismus — seid bereit!

Immer bereit!

 

Inhalt

    1. Voraussetzungen
      1. Vorrede
      2. Worumg um es geht
      3. Illusionen und Vorurteile
  1. Soziale Sicherheit
    1. Recht auf kostenlose Gesundheitsversorgung
    2. Recht auf Bildung
      1. Entgelte in der DDR, die es in der BRD so nicht gab
    3. Recht auf Wohnen
      1. Vorbemerkung
      2. Die Obdachlosigkeit der BRD und wie sie zustande kommt
        1. Obdachlosigkeit als Verelendungsphänomen
        2. Neue Massenverelendung in der BRD im Rahmen der Hartz-Gesetze
        3. Vergleich mit der DDR
    4. Recht auf Berufsausbildung
    5. Recht auf Arbeit
    6. Recht auf Kinderbetreuung
    7. Leben ohne Elend in der DDR
    8. Erschwingliche Nahrungsmittel und Waren
  2. Grenzüberschreitende Ausbeutung
    1. Grenzüberschreitende Ausbeutung der Arbeitskraft
      1. BRD
        1. Klassenkompromiß
      2. DDR
      3. Energieverbrauch und Entwicklung
        1. Energieverbrauch und Produktivkraftentwicklung
        2. Energieausbeutung
        3. Rohstoffausbeutung
        4. Arbeitskraftausbeutung
        5. Straßenverkehr
        6. ÖPNV im Sozialismus preiswert
        7. Kraft-Wärme-Kopplung
      4. Fazit von Energieverbrauch und Entwicklung
  3. Außenpolitik
    1. Was bedeutet diese ökonomische Überlegenheit
      1. für den Westen?
      2. für die Entwicklungsländer?
      3. DDR
      4. Formales
    2. Zusammenfassung
      1. DDR
      2. BRD
        1. Nochmal DDR
    3. Imperialismus gegen friedliche Kooperation
      1. Was bedeutet Imperialismus?
  4. Emanzipation der Frau und Kinderfreundlichkeit
        1. Lügen und Hetze auf die DDR
      1. Emanzipation der Frau und Kinderbetreuung
        1. Weitere Lügen
      2. Kinderfreundlichkeit in der DDR
      3. BRD
      4. Feriengestaltung
      5. Frauenbewegung
  5. Zweck der Forschung
  6. Soziale Folgen
      1. Zwang zum Konkurrenzkampf
    1. Sozialer Umgang
      1. Intergration des Einzelnen
    2. Erziehung
  7. Kleinigkeiten
    1. DDR
    2. BRD
    3. Die Bedeutung des Wortes
    4. Einhaltung von Vorschriften
      1. Hygiene
      2. Arbeits- und Unfallschutz
      3. Resüme
  8. Oberflächliches
    1. Was es in der DDR nicht gab und warum
    2. Glitzernde BRD
  9. Demokratie
    1. Wahlen
    2. Meinungs- und Pressefreiheit
    3. Verfaßtheit
    4. Mitbestimmung
    5. Verquickung von Kirche und Staat in der BRD
  10. Kultur
    1. Leseland DDR
    2. Theater
    3. Publikationen
    4. Förderung der Kunst
    5. Politische Kultur
      1. Spenden im persönlichen oder kommerziellen Interesse
      2. Personenkult
  11. Konsum

Fazit

    1. BRD
    2. DDR
    3. Ganz ganz langsam …

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Vorrede

Voraussetzungen

Dieser Artikel setzt die Lektüre von »Warum die BRD undemokratisch ist« und »Was ist Verelendung« voraus.
 

Illusionen und Vorurteile

Der gemeine Westdeutsche glaubt auch heute noch,
1. daß man in der BRD generell besser lebt, als in der DDR,
2. daß man in der BRD unschuldig(-er als in der DDR) lebt,
3. daß die DDR ein Verbrecherstaat war – und die BRD (im Gegensatz dazu) ein Rechtsstaat,
4. daß der Wohlstand in der BRD auf harter Arbeit, Wissenschaft und Technologie und der Eigentumsordnung beruht,
5. daß die „Überlegenheit“ westlicher Ökonomie (Argumentation – ähnlich wie beim „Endsieg“ der Nazis) eine politische Aussage über seine Legitimität macht,
6. nur die DDR-Bürger belogen wurden, die Westdeutschen jedoch gebildet und aufgeklärt wären.
 

Worum es geht

In diesem Artikel, der auch zur »Serie über die ideologische Verfaßtheit der Westdeutschen« (Planungsstadium) gehört, befassen wir uns mit dem direkten Vergleich von BRD und DDR.
Ein solcher Vergleich, so blödsinnig er aufgrund der verschiedenen gesellschaftlichen Systeme aus sozialistischer Sicht erscheint, wird immer wieder gerade vom Westen aufgedrängt. Hier ist der Ort ihn zu exekutieren.
Wir werden mit diesem zentralen Artikel der Serie eine große Zahl der sechs Fragen weitgehend beantworten.
Trotz unterschiedlicher Bedingungen und insbesondere Startbedingungen ist doch gerade die sehr unterschiedliche Handhabung von Problemen in diesen beiden benachbarten deutschen Staaten ein Grund, warum man diesen Vergleich auch ein bisschen als Vergleich zwischen Sozialismus und Kapitalismus auffassen kann.
 
In einigen Teilbereichen war die DDR auch schlechter, als die BRD. Das wird der Vollständigkeit halber dann auch beschrieben.

 

1. Soziale Sicherheit

Es gab in der DDR

  • eine allgemeine Krankenversicherungspflicht
  • eine automatische Berufsunfähigkeitsversicherung,
  • eine automatische Pflegeversicherung,
  • ein Recht auf Arbeit,
  • damit eine automatische Rentenversicherung,
  • ein Recht auf eine Lehrstelle

.
All das gibt es in der kapitalistischen BRD bis heute nicht. In der kapitalistischen BRD gibt es zum Zwecke der Aufrechterhaltung des Erwerbsarbeitszwanges kein Recht auf Arbeit. Der Erwerbsarbeitszwang wird von den Kapitalisten benötigt, um den Preis der Arbeitskraft zu drücken. Den ökonomisch durch Not hervorgerufenen Erwerbsarbeitszwang nennen Politiker und Unternehmerverbände der BRD übrigens interessegeleitet demagogisch einen „Anreiz“.
Eine automatische Krankenversicherungspflicht und eine Berufsunfähigkeitsversicherung würden nämlich den Druck auf Lohn- oder Gehaltsabhängige verringern und den Preis der Arbeitskraft wieder anheben. Daher widerstreben sie den Profiteuren der gekauften Arbeitskraft.

 

Recht auf kostenlose Gesundheitsversorgung

Das Gesundheitssystem der DDR war nicht an Kostengesichtspunkten, sondern an der Gesunderhaltung der Menschen ausgerichtet. Ein bedeutender Anteil des Bruttoinlandsproduktes wurde daher ins Gesundheitssystem gesteckt.
Besonders typisch für sozialistische Staaten war das dichte Netz von Polikliniken und die Impfausweise aller DDR-Bürger. Sie ermöglichten es ohne Aufwand den Impfstand, sowie die Menge an Röntgenuntersuchungen nachzuvollziehen. Das dichte DDR-Gesundheitsnetz mit seinen Polikliniken steht im Kontrast zum Gesundheitssystem des hochentwickelten Industriestaates BRD, dessen Gesundheitssystem durch Landflucht der Ärzte und fehlende Pflichtversicherung große Löcher aufweist.
Eine besondere Errungenschaft der DDR war das nationale Krebsregister, das heute von den sogenannten neuen Bundesländern weitergeführt wird.
 
In der BRD ist das Gesundheitssystem weit weniger durchdacht. Obwohl die BRD theoretisch reich ist, halten die kapitalistischen und erst recht die imperialistischen Politiker der BRD ein beitragsfinanziertes Gesundheitssystem für ausreichend. Statt der Polikliniken gibt es in der BRD nur Ärztehäuser, in denen praktizierende Ärzte ohne sachlichen Zusammenhang nebeneinander Mieter sind. Die Versorgung der Bevölkerung wird vielfach nur durch den freien Markt bewerkstelligt bzw. gerade nicht bewerkstelligt. Auf dem Land gibt es in der BRD daher einen Ärztemangel. In der DDR waren nur die Rettungswege auf dem Lande länger, da die Straßen schlechter waren.
In der DDR wurden Ärzte besser verteilt. Der Verteilung dienten auch Studiendelegierungen.
Patientenbevorzugungen gab es in der DDR nicht. Alle waren gleichermaßen sozialversichert. Terminschwierigkeiten gab es nicht. Oft verschrieb der Betriebsarzt den Werktätigen eine Kur.
Ein gesamtdeutsches Krebsregister gibt es bis heute nicht. Krebsregister sind in Landesgesetzen geregelt. In Westdeutschland gibt es nur ein Krebsregister des Saarlandes.

 

Recht auf Bildung

Die Bildung in der Bundesrepublik verteilt sich sehr ungleich auf unterschiedlich sozialisierte Schichten. So entsteht eine relative Bildungsferne, wie auch Bildungsnähe. Der Staat unternimmt keinerlei Anstrengungen um diese Ungleichheit aufzuheben. Im Gegenteil – durch das dreigliedrige Schulsystem, aber auch durch eine gewisse Verwurzelung von Elitarismus wird diese Ungleichheit zementiert. In der DDR wurde einer solchen Kastenbildung durch strikte Förderung von Arbeiterkindern eisenhart entgegengewirkt, was allerdings nicht ausreichend war. Auf niedriger Bildungsebene (Schule bis Lehre) war in der DDR das Recht auf Bildung verwirklicht. Alle (fast alle) gingen so lange zu Schule bis sie einen Zehnklassenabschluß hatten. Lese-Rechtschreib-Schwäche war (genau) so selten wie natürlich und wurde diagnostiziert, operativ, unaufällig und individuell behandelt, ohne daß die Betroffenen die Klasse wechseln mußten.
Schulbildung war natürlich in der DDR durchweg kostenlos. Schulgeld wurde als perverser Anachronismus angesehen. In der BRD gibt es elitaristische (grundgesetzwidrig) und sektiererische Schulen, die Schulgeld verlangen.
Jeder Schüler bekam eine Lehrstelle. Jeder lernte mindestens einen Beruf.
In der BRD gibt es (mindestens) drei unterschiedliche Schulbildungen durch die sehr unterschiedliche Zukunftschancen vorprogrammiert werden. Diese Ungleichheit ist (lange Zeit) politisch gewollt (gewesen). Auch das Bildungsbürgertum war lange mit dieser privilegierten Situation einverstanden.
Damit ist die DDR der BRD in Bildungsfragen bereits haushoch überlegen. Folge dieser konsequenten Politik war eine extrem niedrige Analphabetenrate, die so gering war, wie in Finnland.
Kritik am DDR-Bildungssystem haben wir allerdings bei der absoluten Zahl von Hochschulzulassungen, die für ein Industrieland extrem niedrig war. Dieses Problem gibt es heute allerdings auch in der BRD, da „im Lande der Richter und Henker“ die Idee möglichst viele Menschen zu bilden (wie man das beispielsweise in Skandinavien tut) nicht verbreitet ist. Im europäischen Vergleich ist die Zahl der Studierenden und die Zahl der Hochschulabschlüsse in der BRD sehr gering.
Im Vergleich mit der BRD läßt sich vor allem feststellen, daß in der DDR an alle gedacht wurde, während in der BRD bis heute ein großer Teil der Einwohner praktisch weggeworfen wird und die Schüler diese Schichtung bereits in der Schule beigebracht bekommen, damit die „Versager“ sich selbst verachten und später als Arbeitslose nicht aufmucken, sondern sich schämen.
Lehr- und relative Lernmittelfreiheit war in der DDR selbstverständlich. Das heißt, Schulbücher kosteten in der DDR zwischen 1,50 M und 3,00 M. In der BRD gibt es nur Lehrmittelfreiheit. Die Schulbücher der BRD werden von einer unübersichtlichen Zahl von Verlagen hergestellt, da in jedem Bundesland, jede Schulform eigene Schulbücher präferiert und teilweise noch Unterschiede zwischen verschiedenen Schulen oder Lehrern existieren. Das ist zwar für die Verlage gut, aber nicht für die Bildung und schon gar nicht, für darauf aufbauende Bildung. In deutschen Hochschulen und Universitäten wird für Naturwissenschaftler deshalb in den Ferien vor jedem Semester ein Mathematikkurs für Studienanfänger angeboten, der alle Bundesländer auf ein Niveau bringen soll.
In den 70er Jahren haben Studentenrevolten kleine Änderungen in der Politik der BRD erzwungen, u. a. die Öffnung der Hochschulen für Arme. Dazu wurde das Bundesausbildungsförderungsgesetz beschlossen. Mittlerweile wurde diese Öffnung auf verschiedene Weise bekämpft, u. a. mit Studiengebühren, die ungerechter Weise in einigen Bundesländern der BRD erhoben wurden. Daß Bildung Ländersache ist, zeigt den nachrangigen Stellenwert der Bildung in der BRD. Das Recht auf Bildung ist in der BRD ständig in Gefahr. Ein Recht auf gleiche Bildung gibt es nicht.
In der DDR gab es ein formales Recht auf höhere Bildung, allerdings waren die Studienplätze sehr beschränkt. Da bereits vor dem Abitur gesiebt wurde und ungerechter Weise nur zwei Schüler pro Klasse (relatives Kriterium) Abitur auf der erweiterten Oberschule machen durften, gab es keine Gerechtigkeit in der höheren Bildung. Was die DDR hier besser machte als die BRD, war die konsequente Förderung von Arbeiterkindern. Im modernen Begriffssystem würde man heute sagen, Förderung bildungsferner Kinder. Im Bewußtsein der Wissenschaft der BRD ist die Bildungsferne ein fester Begriff. In der Politik leider nicht. Hier herrscht teilweise immer noch die elitaristische Idee der Begabtenförderung vor.
Auf diese Weise wurde in der DDR eine Berufskastenbildung vermieden.
Volkshochschulen kosteten in der DDR sehr wenig. Ein Einzelabiturlehrgang (über ein ganzes Jahr, enthaltend den Stoff der 11. + 12. Klasse) kostete für Mathe, Deutsch, Russisch, Physik, Chemie, Biologie, Staatsbürgerkunde, … jeweils zwischen 8,- M und 15,- M. In der BRD kostete ein halbjähriger Sprachkurs je nach Gegend und Nachfrage (Auslastung) zwischen 80,- und 200,- DM.
 

Entgelte in der DDR, die es in der BRD so nicht gab

  • Ausbildungsbeihilfen für EOS-Schüler (erweiterte Oberschule) und
  • Stipendien für Studenten
  • Lehrlingslohn ähnlich dem im Westen, nur entsprechend niedriger, im Vergleich zur Miete aber höher.

 

Recht auf Wohnen

Vorbemerkung

Das Mietrecht der Weimarer Republik sah bereits Rechte, die eine Diskriminierung von Mietern z. b. nach Einkommen oder Beruf verhinderten, und Exmittierung vorbeugten vor. Dieses Mietrecht wurde in der Bundesrepublik über Jahrzehnte hinweg abgebaut. In der DDR blieb es erhalten, so daß man sagen kann, daß das Mietrecht (z.B. Mietvertrag ohne Ansehen der Person) in der DDR etwa das der Weimarer Republik war. Eigenbedarfskündigung, die in der BRD spät entstand, war aufgrund der Eigentumsregelungen aber auch ansonsten in der DDR undenkbar. Mieterhöhungen gab es nicht, Exmittierungen und Wohnungsräumungen waren unbekannt.
 

Die Obdachlosigkeit der BRD und wie sie zustande kommt

Obdachlosigkeit als Verelendungsphänomen
In der DDR gab es keine Obdachlosigkeit. Obwohl es lange Zeit Wohnungsmangel gab, war niemand obdachlos. Die Obdachlosigkeit ist daher ein Phänomen, das mit der Arbeitslosigkeit einhergeht, da entscheidend nicht die Frage der Verfügbarkeit von Wohnraum oder von Arbeitsplätzen ist, sondern die gesellschaftliche und politische Bereitschaft alle zu integrieren. In der BRD ist ein großer Teil der Politik von Sozialchauvinismus durchdrungen, weshalb eben diese (politische) Bereitschaft fehlt.
Verelendung wird von der asozialen Gesellschaft zugelassen, von der sozialen nicht.
 

Neue Massenverelendung in der BRD im Rahmen der Hartz-Gesetze
Mit einer besonderen Schaffung bzw. Faschisierung von “Angemessenheits”-Bedingungen für das Recht auf Wohnen armer Leute unter “Rot-Grün” bzw. „Schwarz-Gelb“ steigt die Gefahr für arme Menschen wohnungslos zu werden.
Genthrifizierung und steigende Mieten in Ballungszentren verschärften die Situation besonders in den letzten Jahren zusätzlich.
Die Genthrifizierung ist nach der Vereinigung in besonderem Maße aufgefallen. Wie zuvor in westeuropäischen Ballungszentren schlagen die Grundstückspreise aufgrund einer verschärften Urbanisierung der Innenstädte immer stärker auf die Mietpreise durch, so daß insbesondere bei Neuabschlüssen von Mietverträgen Preise auftreten, die durch eine inzwischen gehobene Lage zu einer Klassentrennung durch den Mietpreis führen. Da man höhere Preise erzielen kann, werden verbliebene alte Mieter oft vergrault oder heraussaniert. All dies war in der DDR undenkbar. selbst einige Politbüromitglieder wohnten in normalen Mietwohnungen zwischen beliebigen anderen Leuten.
 

Vergleich mit der DDR
Während die BRD (nach der Vereinigung) preiswerten Wohnraum vernichtet (durch Teuersanieren, Abriß und Einstellung des sozialen Wohnungsbaus) und zusätzlich für die besondere Verarmung der Ärmsten sorgt oder ihnen vorschreibt, welche Wohnungen sie zu mieten haben (nämlich Wohnungen, die der Markt teilweise gar nicht mehr anbietet — was man im Berufsleben als Mobbing bezeichnen würde), hat die DDR all ihre Kraft darauf verwandt, preiswerten Wohnraum zu schaffen. Während sich die Wohnungssituation in der reicheren BRD trotz Schrumpfens der Bevölkerung (teilweise sogar genau deswegen (Abriß im Osten oder Abriß billiger Wohnungen und Bau oder Sanierung teurer Wohnungen)) stetig verschärft, hat sie sich in der DDR stetig verbessert.
Das Recht auf Wohnen war in der DDR gelebtes Staatsziel. In der BRD läßt man Leute erst mal obdachlos werden, um dann von den vielen verelendeten Obdachlosen einige wenige für völlig überteuerte Mieten unterzubringen, woran sich private Vermieter eine goldene Nase verdienen.

 

Recht auf Berufsausbildung

In der DDR lernte jeder, der geistig dazu in der Lage war, einen Beruf. Die meisten schrieben in ihrem Leben genau eine Bewerbung für eine Berufsausbildung und wurden prompt genommen. Ablehnungsgründe waren in der Regel gesundheitlicher Art, wenn es nicht besondere Leistungsanforderungen gab. Eine Lehrstelle zu finden war ohne spezielle Gesundheitliche Einschränkungen kein Problem. Für die mit Problemen wurden Lösungen gefunden. In der BRD gibt es zwei wesentliche Probleme. Das erste ist, daß Lehre bzw. Berufsausbildung meist privat organisiert ist und niemand Privatunternehmen zwingt, neue Arbeitskräfte auszubilden. Die Folge davon ist ein Lehrstellenmangel und ein Facharbeitermangel. Das zweite Problem ist, daß Auszubildende sehr inhomogen und insgesamt verhältnismäßig schlecht gebildet aus der Schule kommen. Dadurch haben Privatunternehmen eine schöne Ausrede, Bewerber abzulehnen, so daß am Ende tatsächlich Menschen übrigbleiben, die nicht ausgebildet werden. Ungelernt können sie ihre Arbeitskraft sehr schlecht verkaufen.

 

Recht auf Arbeit

In der BRD müssen alle, die nicht Eigentümer von Produktionsmitteln sind, Bewerbungen schreiben. In der DDR hatte jeder mindestens einen Beruf und fand sofort eine adäquate Arbeit. Die Besonderheit des Sozialismus war, daß man in seiner Stadt bzw. Gegend eine Arbeit finden konnte. Man konnte sie sich (natürlich der Gegebenheiten entsprechend) sogar aussuchen. In der BRD schreibt man viele Bewerbungen, bietet seine Arbeitskraft in schlecht bezahlten oder sogar unbezahlten Praktika zur Probe an und kann trotz allem keine Arbeit finden.
Arbeitsaufnahme in der DDR: Man ging zu einem einschlägigen Betrieb, der Menschen mit der Ausbildung bzw. mit dem eigenen Beruf einstellte und sagte, daß man dort arbeiten wolle. Dann sah man dort nach: „Wir hätten da dies und das …“ Im Rahmen des Möglichen konnte man sich eine Abteilung aussuchen. Bedarfe des Betriebes wurden mit speziellen Zuschlägen gesteuert. Der Autor selbst machte sein Abitur auf der Abendschule und wollte von der Schichtarbeit auf Normalarbeit umsteigen und den Arbeitsweg verkürzen. Zwei andere Betriebe kamen infrage, in denen er sofort hätte anfangen können. Sie konnten jedoch nicht annähernd so viel Geld bezahlen.

 

Recht auf Kinderbetreuung

In der DDR hatten alle Werktätigen die Möglichkeit ihre Kinder in Kindergärten oder Kinderkrippen zu bringen um ihrer Arbeit nachzugehen. Am Anfang gab es nicht genügend Kinderkrippenplätze. Die DDR arbeitete mit Hochdruck an der Erhöhung der Plätze. Für den Sozialismus selbstverständlich war, daß die Betreuung der Kinder in den Kinderkrippen (ganz kleine Kinder) und in den Kindergärten kostenlos war.
In der BRD ist selbst heute, wo es einen gesetzlichen Anspruch auf Kinderbetreuung gibt nicht überall ein flächendeckendes Angebot vorhanden. Jahrzehntelang stand die Politik der Kinderbetreuung feindlich gegenüber. Gerade in Süddeutschand wurden arbeitende Frauen als Bedrohung für den Arbeitsmarkt gesehen. Kindertagesstätten schlossen dort extra um die Mittagszeit, so daß Hausfrauen ihre Kinder zum Mittag nach Hause holen „konnten“ bzw. mußten. Die kapitalistische Rechtschreibprüfung schlägt für Kinderbetreuung „Kundenbetreuung“ vor. Die privaten Kostenaufwendungen für die Kinderbetreuung sind in der BRD enorm, da sie noch heute selbst im Osten zu einem großen Anteil kostendeckend sein müssen.
Die DDR sah die Kinderbetreuung als wesentlichen Baustein zu ökonomischen Gleichstellung der Frau.

 

Leben ohne Elend in der DDR

Sozialisten optimieren eine Größe, die man zwar messen, aber nicht fühlen kann. Sie bekämpfen (verringern) das restliche Elend, das man in der Gesellschaft finden kann. Dieses Elend wird in der BRD von denen, die nicht im Elend leben, meist nicht wahr genommen. Daher ist es gerade in den westlichen Staaten, die von der Ausbeutung der dritten Welt leben und in denen es einem großen Teil der Bevölkerung scheinbar1 gut geht, nicht allen verständlich, wozu man Anstrengungen unternehmen soll, um das restliche Elend zu beseitigen. Um es noch einmal klar zu sagen: Die Summe allen Elends in der Bevölkerung kann nicht gefühlt, sondern nur gemessen werden.
In der DDR gab es kein Elend! Das ist ein Resultat, das kein kapitalistischer Staat bisher erreichen konnte.

 

Erschwingliche Nahrungsmittel und Waren

Wir verweisen hier auf den Wikipedia-Eintrag für Endverbraucherpreise. Grundnahrungsmittel, wie Brot, Milch, Eier, Fleisch, Fisch, Fett, Zucker, usw. waren sehr preiswert.
Auch Waschmittel, Hygieneartikel und Waren des täglichen Verbrauchs, wie z. B. Papier waren sehr preiswert.
In der BRD können arme Leute nicht so bedenkenlos einkaufen, wie in der DDR. In der DDR war der normale Lebensstandard fast so hoch, wie in einer klassischen BRD-Familie mit einem Tarifeinkommen, mit dem Unterschied, daß es keine Luxusartikel gab, daß die (Heim-)Elektronik nicht so weit entwickelt war und auch im Genußmittelbereich viel weniger Luxus verfügbar war. Umgekehrt haben allerdings die wohlhabenden Bundesbürger keine Vorstellung davon, was von ihrem täglichen Konsum Luxus ist, da die wahren Preise durch Ausbeutungsverhältnisse (die es auch im Handel gibt), verschleiert werden. Im Osten waren die Preisrelationen realistischer. Da Kakao teuer war, kostete eine Kugel Vanille- oder Fruchteis 10 Pf, eine Kugel Schokoeis aber 20 Pf. Daß auch Kaffee ein relativer Luxus ist, haben DDR-Bürger (damals) noch gewußt.
Technische Geräte vom Fahrrad bis zur Nähmaschine waren im Westen natürlich weiter entwickelt, im Osten aber auch erschwinglich.
Dieser hohe Entwicklungsstand beruhte darauf, daß die BRD als der DDR benachbartes Vergleichsland zur Spitze der kapitalistischen Staaten gehört. Während der größte Teil des Kapitalismus im Elend versinkt, feierte Westeuropa eine stürmische Produktivkraftentwicklung eben auf Kosten dieses größeren Teils, denn nur so kann der Kapitalismus existieren.

 

2. Grenzüberschreitende Ausbeutung

Die Punkte 4 und 5 der Vorrede werfen die Fragen auf, worauf der relative Wohlstand des entwickelten Kapitalismus westlicher Prägung beruht, und was die ökonomische Überlegenheit dieses Kapitalismus, den wir weiter unten als Imperialismus unter die Lupe nehmen, zu bedeuten hat.

 

Grenzüberschreitende Ausbeutung der Arbeitskraft
 
BRD

Ausbeutung bedeutet Aneignung des Mehrwertes durch Kauf der Arbeitskraft mithilfe des durch Waffengewalt geschützten Privateigentums an Produktionsmitteln. Diese Ausbeutung betrifft nicht nur die Lohn- und Gehaltsabhängigen in den westlichen Industriestaaten, sondern die in der ganzen kapitalistischen Welt. Da grenzüberschreitend Unternehmen gekauft und besessen werden können, gibt es grenzüberschreitende Ausbeutung. Jedoch manifestiert sich Ausbeutung auch in Handelsverhältnissen. Wenn ein Unternehmen in einem armen Land substituierbar ist, weil die Großunternehmen, Konzerne, Handelsketten und andere Konglomerate im Westen einen Vorsprung bei der Akkumulation haben, während sie selbst kleine unter vielen im eigenen und auch in anderen Ländern sind, müssen sie im Handel mit den großen Bedingungen zu ihren Ungunsten akzeptieren, sind sie im Handel unterlegen, akkumuliert im Handel mit ihnen der transnationale Konzern (TNK), weil er die Bedingungen des Handels (stärker beeinflußt oder gar) diktiert. Diese Art der Ausbeutung im Handel muß das Unternehmen, das selbst kapitalistisch ist und Gewinne realisieren muß, an seine Beschäftigten weitergeben (fehlende Gewinnspanne im Handel Þ Steigerung des Mehrwertes) und daher Armutslöhne zahlen. Diese Situation wird meist durch besondere Erpressung durch die westlichen Handelspartner immer weiter verschärft. Das Management der westlichen Industrie-, Textil-, Agrar-, Mineralöl-, oder Rohstoffkonzerne ist sich der Situation bewußt und arbeitet in diesen Fällen direkt an der Erhöhung der Ausbeutung in den Zulieferbetrieben, aber auch strategisch und indirekt, z. B. durch Förderung repressiver Regierungen. So war die Erschießung von Gewerkschaftern in der zweiten Hälfte des 20. Jhr.s in Lateinamerika keine Seltenheit. Die Taten waren rechts angebunden und wurden von den repressiven kapitalistischen Regierungen nicht verfolgt. Da ein Teil der Gewinnspanne im Konkurrenzkampf draufgeht, profitieren nicht nur die Aktionäre der TNKs, sondern auch die europäischen, nordamerikanischen und japanischen Kunden von den relativ preiswerten Waren, obwohl sie selbst ausgebeutet werden. Die Beschäftigten in der westlichen Welt werden jedoch weniger stark ausgebeutet, als die Menschen in der sogenannten Dritten Welt – in den Entwicklungsländern.

Wenn Ausbeutung auf diese Weise in andere Länder verlagert wird, also in armen Ländern eine höhere Mehrwertrate, als in den reichen Ländern realisiert wird und es ein stillschweigendes Einverständnis der ausgebeuteten Klasse in den entwickelten kapitalistischen Ländern gibt, nennen wir das einen
 

Klassenkompromiß
Zum Klassenkompromiß wurde im Artikel »Linkes Lexikon K« das notwendigste geschrieben. Durch den Klassenkompromiß werden die Ausgebeuteten zu Komplizen des Kapitals je nach Ausprägung kann der Klassenkompromiß einen nationalistischen oder rassistischen – zumindest ausländerfeindlichen Ausdruck annehmen. Er asozialisiert die lohnabhängig Beschäftigten und wirkt daher nicht nur der internationalen Solidarität, sondern der Arbeiterbewegung selbst entgegen. Während der Zeit des östlichen Staatssozialismus war der Klassenkompromiß Westeuropas und insbesondere der BRD aus politischen Gründen besonders stark ausgeprägt.
 

DDR

In der DDR gab es keine Ausbeutung, da sich niemand Privates den Mehrwert der Produktion angeeignet hatte. Obwohl über die Verwendung der Mittel nicht demokratisch entschieden wurde, gab es keine herrschende Klasse. Das Fehlen von großem und extrem großem Privateigentum an Produktionsmitteln, bewirkte, daß der Mehrwert der Produktion im wesentlichen dem Volke zugute kam.
Das müßte natürlich noch nicht heißen, daß die DDR als ganzes (als technologisch fortgeschrittener Industriestaat mit Massen und Serienproduktion) nicht trotzdem seine Stärke ausnutzend, arme Länder ausbeutete. Diese Möglichkeit hätte bestanden! Es gehörte jedoch zur Philosophie der sozialistischen Staaten, Handel zum gegenseitigen Vorteil – eben in Abgrenzung zum Imperialismus2 (Kapitalismus) zu führen.
 

Energieverbrauch und Entwicklung

Energieverbrauch und Produktivkraftentwicklung
Wie schon in »Der energetische Blickwinkel in der Politik – …« beschrieben, hängt die Produktivkraftentwicklung stark vom Energieverbrauch ab, da Tätigkeiten wie Forschung und Entwicklung, aber auch Lernen, Lehren und das Speichern, Vervielfältigen und Pflegen von Information sehr energieaufwändig – also Luxus – sind. Dafür wurde (ebenda) sogar ein physikalisches Argument gefunden. Die westlichen Industrieländer nutzten starke Energiequellen für die Industrialisierung früher als andere wodurch sich ein starker technologischer Vorsprung ergab.
 

Energieausbeutung
Das es in der Natur des Kapitalismus liegt, daß ein einmal erlangter Vorsprung leicht ausgebaut werden kann und man desto unbesiegbarer wird, je größer dieser Vorsprung ist, konnten die westlichen kapitalistischen Länder ihren Produktivitäts- und Wissensvorsprung durch Überproduktion und Handel ausbauen. Schließlich wurden sie so zahlungskräftig, daß sie nicht nur ihre eigenen Brennstoffe, sondern auch Brennstoffe in anderen Ländern ausbeuteten, lange bevor die Bewohner dieser Länder auf die Idee kamen, diese Brennstoffe selbst zu nutzen.
 

Rohstoffausbeutung
Gleiches geschah mit allen Rohstoffen, die man in anderen Ländern fand, je nachdem, welche Verwendung man bereits dafür hatte. Kohle, Öl, Eisen, Kupfer, Gold, Diamanten, … – alles was die Wirtschaft brauchte.
 

Arbeitskraftausbeutung
Die Erlöse des Handels machten den Westen (eigentlich den Norden) reich. Die Produkte, die man nun herstellen konnte, machten ihn jedoch superreich. Da es Konkurrenz gibt reicht es trotzdem nie aus und daher wurden von Anfang an die Arbeitskräfte der „dritten Welt“ ausgebeutet. Zunächst durch Versklavung und später im Kapitalismus durch Niedrigstlohnarbeit. Durch diese Vorverarbeitung vieler Rohstoffe und Güter wurde ein gewaltiger Profit geschaffen. Von diesem Riesenprofit profitierten auch die Armen in den reichen Ländern ein wenig.
 

Straßenverkehr
Der Straßenverkehr nimmt im Kapitalismus exzessive Formen an. Besonders bemerkenswert ist, daß Formen öffentlichen Personenverkehrs in allen imperialistischen Industriestaaten von großen Auto-und Mineralölkonzernen bekämpft werden. Speditionen kämpfen gegen den Ausbau des Güterverkehrs auf der Schiene. Schlecht ausgebaute und abgestimmte öffentliche Verkehrssysteme, aber auch schienengebundene Transportkapazitäten sind im Westen daher kaum leistungsfähig. Ausnahmen bilden Städte mit U-Bahnnetz. Öffentlichen Verkehr gibt es im Westen fast nur da, wo Menschen darauf angewiesen sind. Der Kleinheit und Ineffizienz der meisten öffentlichen Transportsysteme wegen sind die Preise hoch. Daher besitzen viele selbst ein Auto. So kann man sagen, daß der Westen den Energieverbrauch zu Transportzwecken in einen Exzeß treibt, der die gesamten chemischen Energiereserven in zweihundert Jahren verbraucht
 

ÖPNV im Sozialismus preiswert
In der DDR kostete eine Fahrkarte für Bus, S-Bahn oder Straßenbahn 20 Pf. Leider gab es jedoch einen westlich geprägten Revisionismus, der beispielsweise dem individuellen Straßenverkehr Bahn brach. Die relative Unschuld, die global betrachtet im geringeren Straßenverkehrsaufkommen lag, war den DDR-Bürgern< kaum bewußt. Die Fahrpreise waren in der DDR vor allem aus sozialen Gründen gestützt.
 

Kraft-Wärme-Kopplung
Um die Jahrtausendende herum begann man in der BRD Kraft-Wärme Kopplung durchzusetzen. In der DDR hatte man die schon in den 80er Jahren (Heizkraftwerk Mitte (Berlin)).
 

Fazit von Energieverbrauch und Entwicklung
Was die Energieausbeutung angeht, handelten die sozialistischen Staaten damals so ähnlich, wie die entwickelten kapitalistischen Staaten. Daß Ressourcen begrenzt sind, spielte im kalten Krieg keine Rolle. Trotzdem ist gerade das internationale Handeln des Westens schon damals typisch für den räuberischen Imperialismus gewesen. Hierauf wird im nächsten Kapitel eingegangen.

 

3. Außenpolitik

Was bedeutet diese ökonomische Überlegenheit

für den Westen?

Der Westen gewöhnte sich daher an die Ausbeutung und nahm Phänomene, wie Ausbeutung nicht als Gewaltakt oder Nötigung wahr, sondern als clevere Geschäftsideen. Die Kapitalisten spannen Legenden, nach denen sie die Länder, die sie ausbeuteten, industrialisierten und Kapitalisten ihnen Nutzen brachten. Die Kolonialkriege die hierzu geführt werden mußten, wurden dabei geflissentlich übergangen. Aufstände und Rebellionen als Werke schlimmer Kräfte und Unabhängigkeitsbewegungen als unverschämt, verbrecherisch, später terroristisch dargestellt.
 

für die Entwicklungsländer?

Die „Entwicklungsländer“ waren zunächst noch keine. Sie wurden zu solchen gemacht. Das ging so. In den Jahrhunderten der Unterjochung wurden die traditionellen Produktionsmethoden Schritt für Schritt abgeschafft oder obsolet. Neue Abhängigkeiten bildeten sich und neue Waren überschwemmten das Land. Die einheimischen Bevölkerungen wurden von ihren Produktionsmethoden und damit von ihren Produktionsmitteln getrennt. Es entstanden neue – kapitalistische – Produktionsverhältnisse. In diesen waren die jeweiligen Einheimischen zunehmend abhängig und unfrei. Die Länder selbst – viele wurden durch Kolonialismus oder durch die Befreiung von ihm erst geschaffen – wurden abhängig.
Emanzipatorisch und freiheitlich denkende Politiker dieser Länder strebten dann nach Unabhängigkeit und erkannten, daß sie diese nur durch strikte Entwicklungspolitik errreichen werden. Durch die kapitalistischen Industriestaaten (den Westen) werden solche Politiker regelmäßig ermordet. (Salvador Allende, Che Guevara, Patrice Lumumba, Muammar al Gaddafi, Saddam Hussein und viele andere …) Der Sozialismus jedoch unterstützt die fortschrittlichen unter ihnen und behindert die Entwicklungspolitik armer Länder nicht.
 

DDR

Die DDR unterstützte linke Regierungen bei ihrem Versuch, sich aus der Umklammerung der kapitalistischen westlichen Staaten zu befreien. Dabei zogen die Ausbeuter, die ja um ihre Profite gebracht wurden, alle Register. Mord Aufstandsniederschlagung und Krieg waren normal. Daher brauchten die armen Staaten jede Unterstützung. Die DDR unterstützte viele Befreiungsbewegungen in aller Welt und zahlte im Handel faire Preise. Solidaritätssendungen kamen dazu. Vietnam, Nikaragua, Kuba und andere Länder wurden unterstützt. Viele davon in Afrika. Da auch die armen Länder gegen den Kapitalismus kämpften, war man insbesondere mit linken Regierungen solidarisch, da diese von den Imperialisten ja bis aufs Blut bekämpft wurden.
 

Formales

Die DDR hat immer die vom Völkerrecht vorgesehenen 0,7 % vom BIP als Entwicklungshilfe gezahlt, während die Zahlungen der BRD schwankend etwa bei der Hälfte lagen. Die DDR hat sich also rein formal schon viel genauer ans Völkerrecht gehalten.

 

Zusammenfassung

DDR

  • Die DDR-Politik war eine Politik der friedlichen Koexistenz
  • Es gab Handel zum gegenseitigen Vorteil,
  • Friedenspolitik
  • und verantwortungsvolles Handeln
  • Entwicklungspolitik
  • Ausbildung von Fachkräften für Entwicklungsländer gehörte dazu.

 
Die sozialistischen Staaten waren ein Faktor der Stabilität in den internationalen Beziehungen.
 
BRD

  • Im Gegensatz dazu steht eine aggressive imperialistische BRD, die keine Verbrechen ausläßt, um dem deutschen, us-amerikanischen, später auch internationalen Monopolkapital Profite auf Kosten von Milliarden Menschen zu verschaffen. BRD-Politik bedeutet Armut, Elend, Krankheit und Tod.
  • Das Agent-Orange-Hersteller-Land BRD hat niemals Entschädigungen gezahlt, so wie auch bezüglich des zweiten Weltkrieges und seiner Opfer eine entschädigungsfeindliche Politik verfolgt wurde.
  • Arme Länder wurden ausgebeutet, ihre Regierungen bestochen, Apartheid-Staaten und Militärdiktaturen unterstützt. Us-amerikanische Putsche und Invasionen in armen Ländern wurden nicht angeprangert, sondern häufig unterstützt.
  • Handel zum eigenen Vorteil ist seit der Nazizeit und von den Nazis in die BRD eingeführte – Politik. Beispiel dafür sind die Doktrin der positiven Außenhandelsbilanz, durch die arme Länder in Schulden geraten und die erst spät abgeschaffte Möglichkeit Gelder für die Bestechung von Regierungen und Beamten in armen Ländern dann in der BRD von der Steuer abzusetzen.
  • Insbesondere nach der Vereinigung der deutschen Staaten trat die volle Kriminalität der BRD durch ihre aggressiv verbrecherische Außenpolitik zutage. Nicht nur die Bestechung korrupter Regierungen gehörte nun zum Programm, sondern die Unterstützung der verbrecherischsten, der nationalistischsten, der gewalttätigsten Elemente in anderen Ländern. Zum Zwecke der Spaltung, Stimmungmache, für Unruhe, Mord, Totschlag und vor allem Destabilisierung wurden die mafiösesten, kriminellsten, skrupellosesten und brutalsten Elemente zu Partnern der NATO und später – nach kriegerischer Zerschlagung und Zerstörung ihrer Länder – gar zu Ministerpräsidenten (Jugoslawien) gemacht.

 

Nochmal DDR
Die DDR verstand sich explizit als Gegenmodell und Gegner des Imperialismus.

 

Imperialismus gegen friedliche Kooperation

Was bedeutet Imperialismus?

Imperialismus bedeutet

  • Staat als Dienstleister des Monopolkapitals,
  • Regierungen als Diener des Finanzkapitals,
  • ständiger weltweiter Krieg um die Neuaufteilung der Welt,
  • daher zuallererst Bekämpfung der sozialistischen Staaten mit allen möglichen Mitteln.

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Auch ohne Armee nahm die BRD immer an diesem Kampf teil. Das kostet viel Geld, das heute der Rüstungsindustrie in den Rachen geworfen wird. Auch heute werden bis zur Selbstaufgabe astronomische Summen veruntreut, nur weil die Kapitalmärkte dies’ verlangen. Der Krieg wird von imperialistischen Politikern als „Normalität“ verkauft. Dafür ist jeder Aufwand recht.
 

 

4. Emanzipation der Frau und Kinderfreundlichkeit

Lügen und Hetze auf die DDR
Einige asoziale „Sozialwissenschaftler“ der BRD vergleichen die DDR oft mit dem NS-Regime. Das liegt daran, daß die Bürgerlichen die Denunziation der DDR für politisch korrekt halten. Einer Pseudooriginalität geschuldet sind dann solche Vergleiche. So wird beispielsweise das Ehestandsdarlehen der DDR mit Regelungen im NS-Regime verglichen. Unter den Tisch fällt dabei, daß die DDR ein menschenfreundliches System war, das die im Gegensatz zum NS-Regime die Emanzipation der Menschen und insbesondere der Frau zum Ziel hatte und im Gegensatz zur BRD frauen- und kinderfreundlich war. Dabei war die DDR nicht nur in Versorgungs- und Arbeitsrechtsfragen kinderfreundlich, sondern in allen Fragen des Alltags und der Gesundheitsversorgung.
Der Vergleich mit dem NS-Regime ist auch deswegen infam, weil das Ziel des NS-Regimes die schrankenlose Vermehrung des Volkes war. Solche Bestrebungen gibt es heute nur noch bei der katholischen Kirche und bei den völkisch eingestellten Israelis und Palästinensern. Dabei waren die sozialistischen Staaten die bisher einzigen entwickelten Staaten, die eine stabile Bevölkerung hatten. Während die armen Länder eine wachsende und die extrem reichen Länder eine sinkende Bevölkerung aufweisen, wagt es die menschenfeindliche BRD, die DDR mit dem NS-Regime zu vergleichen. In »Warum “die Mauer” tatsächlich ein Antifaschistischer Schutzwall war« wird beschrieben, daß von beiden deutschen Staaten eben gerade die BRD der Nazi-Staat ist. Der Vergleich ist zusätzlich infam und zynisch, weil der Zweck des Vorwurfes die Herabsetzung einer sozialen und menschenfreundlichen Maßnahme ist, die in Vergessenheit geraten soll und die außerdem außerhalb der BRD teilweise schon als altbackene Binsenweisheit verstanden wird. Daher gibt es hier ein paar Fakten, die die BRD alt aussehen lassen.
 

Emanzipation der Frau und Kinderbetreuung

Die Emanzipation der Frauen war in der DDR so weit fortgeschritten, wie bisher in keinem kapitalistischen Land. Gleiche Bezahlung, Wiedereinstellgarantie nach dem Schwangerschaftsurlaub und flächendeckende kostenlose Kinderbetreuung für Kleinkinder und Schüler sind nur einige der grundlegenden Punkte, welche die BRD bis heute nicht auf ihrem Territorium verwirklichen konnte. In der BRD wird die Etablierung von Kindergärten und Krippen (Kitas) politisch aktiv behindert. Gerade in Süddeutschland wird strikt darauf geachtet, daß Kitas mittags schließen und Frauen ihre Kinder abholen und nach hause zum Essen bringen müssen. Die Berufsfähigkeit der Frau wird aktiv verhindert. Erst nach 2010 konnte in der vergrößerten BRD ein gesetzlicher flächendeckender Anspruch, der jedoch viel Geld kostet, durchgesetzt werden. Der Grund für diese Politik ist die Tatsache, daß die Gleichberechtigung der Frau einen großen Bedarf an Arbeitsplätzen erzeugt. Dem begegnet der Kapitalismus mit Prekarisierung.

Weitere Lügen
An der berliner Spree, gegenüber vom Berliner Dom gibt es ein „DDR-Museum“, betrieben von westdeutschen Privatpersonen, das die relative Gleichberechtigung der Frau in der DDR zu leugnen sucht. In dieses geschichtsfälschende Museum gehen täglich viele vor allem westliche Touristen. Die offizielle Politik schweigt die Errungenschaften der DDR und insbesondere die erreichten gesellschaftlichen Fortschritte tot. Ihre Bekanntheit könnte in der BRD, die in Fragen der Gleichberechtigung und in Fragen der Kinder- und Erziehungspolitik mittlerweile auch in Europa zunehmend zurückfällt, zu politischen Problemen führen. Fortschritt totzuschweigen heißt jedoch fortschrittsfeindlich zu sein.
 

Kinderfreundlichkeit in der DDR

Zinsloser Ehekredit. Davon wurde nach der Geburt des ersten Kindes 1000 M, nach Geburt des zweiten Kindes 1500 M und nach Geburt des dritten Kindes 2500 M erlassen.
Ab dem 2. Kind gab es ein Babyjahr. Während des Babyjahres blieben Betriebszugehörigkeiten erhalten. 30-jährige Betriebsjubiläen waren für Frauen keine Seltenheit.
Schwangerschaftsgeld, Wochengeld
Kindergärten waren von 6 bis 17 Uhr geöffnet.
Geldleistungen für Kinder, für Pflege kranker Kinder,
Reduzierte Wochenarbeitszeit für Frauen mit drei, später zwei Kindern
 

BRD

In der BRD gibt es die Elternzeit (— hieß Babyjahr in der DDR) erst seit 2001. Eine „Arbeitsfreistellung“ als „Erziehungsurlaub“ gibt es erst seit den 90er Jahren. Davor herrschte Mittelalter.
BRD-Politiker streiten sich heute noch beim Kindergeld um lächerliche Beträge und klopfen sich für zehn Euro Erhöhung auf die Schultern.
 

Feriengestaltung

In der BRD sind Freizeit- und Urlaubsangebote sehr teuer. In der DDR hatten größere Betriebe große Ferienlager, so daß Eltern ihre Kinder zwei Wochen für wenig Geld in ein Ferienlager schicken konnten. Wenn beide Eltern ein Betriebsferienlager nutzen konnten, konnten sie vier Wochen Urlaub von der Kindererziehung nehmen.
Die Freizeit konnte man in der DDR für ein Taschengeld bestreiten. Kino, Schwimmhalle, Theater, Freizeiteinrichtungen, Sportanlagen und vieles mehr standen für alle Kinder und Jugendlichen erschwinglich und flächendeckend zur Verfügung. Fahrkarten für Bus, U-Bahn und Straßenbahn kosteten 20 Pf. In der BRD kostet bereits die Fahrkarte das Vielfache einer DDR-Kinokarte. Kinokarten sind in der BRD für viele unerschwinglich. In der BRD sieht man heute Videos und spielt viel am Computer.
 

Frauenbewegung

In der BRD waren Feministinnen wie Homosexuelle, Behinderte, Ausländer, Prostituierte und andere diskriminierte Gruppen immer ein bisschen für sich, so weit sie nicht richtig links waren. Diese bewußtlose Sektiererei zahlte sich nicht aus. Echter Feminismus ist bis heute meist systemunkritisch – und also marginal. Das zeigt sich in ungleicher Bezahlung, ungleicher Arbeitszeit, undankbareren Beschäftigungsverhältnissen, was den Arbeitsweg im Verhältnis zur Arbeitszeit betrifft, schnellerer Entlassung und schlechterer (Wieder-)Einstellung. In der DDR wurde größter Wert auf die ökonomische Gleichstellung der Frau gelegt. Im Libyen des Muammar al Ghaddafi waren die Frauen ökonomisch gleichgestellter (equal pay), als in der BRD. Statt dessen stritt man sich in der BRD um die Grammatik der Gleichstellung.
In der DDR hatte der Demokratische Frauenbund Deutschlands (DFD) feste Sitze in der Volkskammer. In der BRD wurde der DFD 1957 ohne Angabe von plausiblen Gründen verboten.
Erst das Beispiel aus dem Osten Deutschlands erzwang zumindest eine formale Kinderbetreuung.

 

5. Zweck der Forschung

Freiheit der Forschung gibt es bisher nirgends auf der Erde. Aber in der DDR diente die Forschung dem Frieden und dem Volke. In der BRD dient die Forschung der Vermehrung privaten Kapitals, dem Krieg, der Eroberung von Marktanteilen, dem Marketing und nur sehr selten wirklich den Menschen. Dazu muß man nicht nur die Artikel »Was ist schlimm an privater Rüstungsindustrie?«, oder »Was ist schlimm an privater Pharmaindustrie?« lesen. Jedes Kind weiß heute, daß sinnlose Produkte hergestellt werden, weil man ein Bedürfnis nach ihnen erzeugen kann. Oft dient Forschung auch der Manipulation. Zum Beispiel in der Versicherungsmathematik, der Finanzmathematik oder dem Datamining, bei der Berechnung und Manipulation von Kaufverhalten.
Forschung wird seit Gerhard Schröder, der den akademischen Mittelbau abgeschafft hat, nicht mehr ordentlich öffentlich gefördert. Die Nachfolgeregierung aus der CDU-CSU hat mit der FDP, aber auch mit Stimmen der SPD die “Exzellenzinitiative” auf den Weg gebracht die das Problem noch einmal verschärft. Wo vorher Drittmittelungerechtigkeit herrschte und bereits unter Helmut Kohl mit der Regel, daß jeder, der Drittmittel einwirbt, dasselbe noch einmal dazubekommt ohnehin schon Abhängigkeit von der Industrie erzeugt hatte, zog nun endgültig auch noch staatlicher Elitarismus in Gesetzesform ein.
Da in der BRD Rüstungsgüter zum Zwecke des Gewinns exportiert werden, kann Rüstungsforschung nicht akzeptabel sein. Sie dient nebenbei dem Krieg und dem Massenmord. Die DDR hat Rüstungsgüter höchstens an Länder geliefert, die sich vom Kolonialismus befreien wollten oder sich gegen den aggressiven mörderischen US-Imperialismus zur Wehr setzen mußten.

 

6. Soziale Folgen

Zwang zum Konkurrenzkampf Statusdenken

Wenn Konkurrenz wichtig sein und nicht infrage gestellt werden soll, entsteht daraus Statusdenken. Das ist die einfachste Rechtfertigung für Ungleichheit und Sozialraub. Gleichzeitig hält es den Reichen die Unterdrückten vom Leibe. So entwickelten sich die beiden deutschen Gesellschaften auseinander. Während es im Westen je nach Position wichtig war, nicht unterzugehen oder noch mehr Status zu entwickeln, entwickelte sich im Osten ein reichhaltiges Sozialleben.

 

Sozialer Umgang

Die Sozialisation in der DDR war anders als in der BRD. In der DDR war jeder auf vielfältige Weise integriert. Man kannte die Familien der Kollegen, die Eltern der Mitschüler und war in Vereinen organisiert. Da jeder ein Recht auf Arbeit hatte, war der Umgang auf der Arbeit vergleichsweise kollegial bis freundschaftlich.
In der BRD besteht eine größere Distanz zwischen den Menschen. Es gibt Mißtrauen, Statusdenken, Konkurrenz, Neid, Frivolität, Häme, Gleichgültigkeit und mitunter die heimliche Bereitschaft im richtigen Moment zuzuschlagen, um seine Chance zu nutzen. Daher schotten Westdeutsche sich vorsichtshalber voneinander ab. So bieten sie weniger Angriffsfläche.
In der DDR lebten 17 Mio. in Unschuld.
In der BRD leben Menschen, die schamlos von „Standortpolitik“ oder gar von „Wettbewerbsfähigkeit“ faseln. Was sollen dazu die Rumänen oder Albanier sagen – oder was, die Afrikaner?

Der wichtigste Punkt ist der soziale Umgang der Menschen in der DDR. Unschuldig zu leben und sich ohne Arglist zu begegnen ist ein unauffälliges Gut. Selbst heute kommen die meisten ehemaligen DDR-Bürger – obwohl sie zustimmen würden – nicht selbst darauf.
 

Intergration des Einzelnen

In der DDR gab es vielfältige Möglichkeiten sich sportlich oder vereinsmäßig zu betätigen. Die Betriebe gaben die Möglichkeit zu Brigadefeiern, Betriebsfeiern, Betriebssportfesten. Es gab Betriebssportvereine, die gibt es auch in der BRD in großen Betrieben. Die Asozialität, die man in vielen westdeutschen Unternehmen findet, gab es in DDR-Betrieben nicht.

 

Erziehung

Im Geiste es Potsdamer Abkommens wurden die Verbrechen des „Nationalsozialismus“ zur DDR-Zeit in der Schule behandelt. Alle Kinder sollten zu friedliebenden sozialistischen Persönlichkeiten erzogen werden. Der Gruß der Jungpioniere auf: „Für Frieden und Sozialismus – seid bereit!“ – „Immer bereit!“ mutet heute etwas militärisch an. Der Inhalt jedoch stellt die BRD, die Jahrzehnte an ihrem Comeback als Kriegspartei gearbeitet hat, in den Schatten.
Gewaltverherrlichende Filme oder gewaltverherrlichende Literatur waren unbekannt und verboten. Hitlers „Mein Kampf“, das in der BRD schon mal von einer 15-jährigen Weltklasseschwimmerin gelesen wurde, war in der DDR nicht zu bekommen. Schund und Schmutz waren geächtet und berüchtigt als Merkmale des Kapitalismus.
Alle Schüler wurden im Geiste des Antifaschismus erzogen. Alle Schulklassen besichtigten die KZs. Jeder wußte, was Nazis sind.

 

7. Kleinigkeiten

DDR

Es gab in der Schule kostenloses Schulessen und Milch für alle Kinder.
Sinnvolle sehr preiswerte Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche gehörten selbstverständlich zum Sozialismus Jedes Kind konnte daher in einem Verein für sehr wenig Geld seinen Neigungen nachgehen.
Dazu gehörte auch Sport, wovon ungefähr zwei Drittel aller Kinder und Jugendlichen Gebrauch machte.
Drogenmißbrauch und AIDS gab es in der DDR praktisch nicht (wenn man von Alkohol und Nikotin absieht).
 

BRD

Soziales im Zusammenhang mit Schulessen, Kinderbetreuung nach der Schule, Freizeitangebote der Stadt, für Kinder und Jugendliche ist lokal geregelt. Dem Staat Bundesrepublik sind diese Dinge nicht wichtig. Ihr vorkommen ist inhomogen und hängt von der lokalen Politik bzw. Tradition ab. Schulessen kostet daher Geld.
Drogen, wie Kokain haben einen festen Platz in der westlichen Gesellschaft von der Elbe bis zum Pazifik. Neuerdings breitet sich sogar das extrem gefährliche Crystal Meth aus.
 

Die Bedeutung des Wortes

Mit inhaltlichen Äußerungen kann man in der BRD heute weder Eindruck machen, noch Aufmerksamkeit erregen. Das war in der DDR anders. Das gesprochene und geschriebene Wort war wichtig. In der BRD wird viel bedeutungsloses verbreitet und wer sich überhaupt Gehör verschaffen will, braucht einen geeigneten Verstärker. Der BRD-Bürger ist darauf trainiert, nur das zu glauben, was häufig wiederholt wird. Da aber nur das häufig wiederholt wird, was unbedeutend und falsch ist, entsteht eine gesellschaftliche Bedeutungsabwehr. In der DDR war das Wort und damit die Meinung sehr wichtig. Politische Diskussionen und auch kritische Meinungen fanden große Beachtung. Viele Ex-DDR-Bürger leben heute noch in dem Irrglauben, daß man in der DDR kritische Dinge nicht zur Sprache bringen konnte und daß es gefährlich gewesen sei, Kritik zu äußern. Dem liegt ein einfaches Mißverständnis zugrunde. Wenn Kritik konstruktiv geäußert wurde, und nicht feindlich, konnte sie nicht nur geäußert, sondern nutzbringend angebracht werden. Selbst Maßregelungen konnte man mit den richtigen Argumenten und einem passenden Klassikerzitat niederschlagen, Opponenten und Vorgesetzte in Konfrontationen im Handstreich für sich gewinnen. In der BRD ist all das unmöglich, da der gemeine BRD-Bürger nicht auf Argumente reagiert. Der „gelernte“ BRD-Bürger reagiert allenfalls auf Schlagworte und dies’ am stärksten, wenn sie den (eigenen) Habitus oder Status betreffen.
 

Einhaltung von Vorschriften

Hygiene
In der DDR hatte man im Verkaufsraum einer Bäckerei immer zwei Personen: eine, die das Geld berührte und eine, die die Ware berührte. Bei der Herstellung von Fisch, Fleisch und anderen sensiblen Gütern wurden die Vorschriften bereits von der Herstellern selbst überwacht, da sie kein kommerzielles Interesse an schlechter Ware hatten. In der BRD kommt es z. B. immer wieder vor, daß die Sichtung von Fischfleisch von den Herstellern von Fischware unterlassen wird, nur um ein oder zwei Arbeitsplätze einzusparen.
In der DDR gab es eine konsequente und flächendeckende Erziehung dahingehend, daß Kinder sich vor dem Essen und nach benutzen der Toilette die Hände waschen. In der BRD stellt Erziehung selbst ein Phänomen dar, das sehr inhomogen verteilt ist.
 
Arbeits- und Unfallschutz
In der DDR durfte man nicht unter schwebenden Lasten hindurchgehen. In der BRD kommt es vor, daß Kräne Lasten über fließenden Verkehr heben.
Jedes Kind bekam in der DDR-Schule effektiven Schwimmunterricht. In der heutigen BRD ist der Unterricht sehr inhomogen organisiert und häufig ineffektiv. Viele Kinder können nicht mehr sicher schwimmen.
 
Resüme
Der Unterschied liegt nun darin, daß in der BRD zwar die Vorschriften schärfer sind (Weshalb die Chemieindustrie heute in der dritten Welt produziert), man sich in der DDR jedoch an sie gehalten hat. Siehe Beispiel mit den Rettungswegen (Strg F). In der DDR fand der Kampf um die Einhaltung von Vorschriften auf innerbetrieblicher Ebene statt. Ihr stand nur der Schlendrian einiger Werktätiger im Wege. In der BRD sind es die Unternehmer und Betriebsleiter, also die, die über Einstellungen und Entlassungen befinden, die sich entschließen, gegen Vorschriften zu verstoßen. Der Kampf findet in der BRD auf einer ganz anderen Ebene statt und hat viel potentere Gegner.

 

8. Oberflächliches

In vielen Erinnerungen von grenzüberschreitend Reisenden wird die DDR als blaß, grau, verfallen und die BRD als leuchtend farbenfroh und glitzernd beschrieben.
 

Was es in der DDR nicht gab und warum
 

  • Grafitti – Siehe hierzu: »Warum gibt es Kriminalität?« Abschnitt Vandalismus)
  • Hakenkreuze, Reichskriegsflaggen, Eiserne Kreuze usw. – Alles faschistische war verboten. Das Potsdamer Abkommen und der Sozialismus prägten die DDR grundlegend. Das galt auch für
  • Nazidemonstrationen – die natürlich verboten waren wie die Nazis selbst;
  • öffentliches und verstecktes Elend – gibt es im Sozialismus nicht;
  • Reichtum – wurde gesellschaftlich verteilt;
  • Pornographie – wurde nicht verlegt, da es sich um Schund handelt, für den kein Papierkontingent da war und dieser Schund außerdem eine ausreichende Frauenverachtung nötig macht;
  • Prostitution – entsteht an Wohlstandsgrenzen – gab es innerhalb der DDR nicht.

 

Glitzernde BRD

In der BRD gibt viel oberflächlichen Glanz. Zeitschriften und Produktverpackungen glänzen und leuchten in klaren Farben. Dazu wird viel Farbstoff und viel Gift umgesetzt.
So leuchtend wie die Farben, so unsachlich ist die Reklame. Die Vielfalt der Produkte führt nicht zur Verbreitung der sinnvollsten, sichersten, praktischsten, brauchbarsten oder gesündesten Produkte, sondern aufgrund des Marketings und der vorsätzlich unsachlich gehaltenen Reklame zur Verbreitung von irgendwelchen Produkten mit glitzernder Verpackung. Selbst Kleinigkeiten sind in der BRD aufwändig verpackt, so daß manchmal die Verpackung wertvoller als das Produkt ist. In der DDR konnte man hingegen schon ein einzelnes Löschblatt für einen Pfennig erwerben. Es gab Produkte, die nur wenige Pfennige kosteten. Papier und Verpackungen wurden in der DDR sehr viel sparsamer als in der BRD verbraucht. Unbeschädigtes oder teures Geschenkpapier wurde z. T. wiederverwendet.

 

9. Demokratie

Daß die BRD kein demokratisches Land ist, steht in »Warum die BRD undemokratisch ist«. Bevor wir zu den Vorteilen der DDR vor der BRD kommen, beschreiben wir aus linker Sicht, warum die DDR undemokratisch war.
 

Wahlen

Die Wahlen der DDR waren nicht frei und nicht geheim in der BRD sind sie zumindest geheim. In der BRD dürfen hingegen selbst Nazis zu den Wahlen antreten, was nicht für Demokratie spricht.
 

Meinungs- und Pressefreiheit

In der DDR gab es Einschränkungen der Meinungsfreiheit dahingehend, daß der Staat, und das System nicht kritisiert werden durften. Die Pressefreiheit war so eingeschränkt, daß zusätzlich auch die SED nicht kritisiert werden konnte. Unabhängige Presse gab es aufgrund des Papierkontingents nicht.
In der BRD konnte man als Kommunist oder Friedensaktivist verfolgt werden.
Die öffentliche Meinungsfreiheit war in der BRD etwas größer. In der DDR war die innerbetriebliche Meinungsfreiheit weit größer, da man nicht entlassen werden konnte.

 

Verfaßtheit

Die BRD besitzt ein provisorisches Grundgesetz, das absichtlich nicht Verfassung heißt. Dieses Grundgesetz wurde der BRD nach dem zweiten Weltkrieg gegeben um die Folgen des zweiten Weltkrieges wenigstens einigermaßen zu reparieren. Eine wirkliche Abkehr vom Faschismus ist der Gesellschaft bis heute nur in Teilen und sehr schleppend gelungen. Immerhin hat man formal Wert auf Bürgerrechte und Menschenrechte gelegt.
Das Grundgesetz der BRD ist bis heute nicht dem Volke vorgelegt worden. Laut Gründungsidee sollte das nach Vollendung der deutschen Einheit geschehen. Aufgrund der Kräfte des Kapitals und der Marktwirtschaft sind die Menschenrechte in der BRD trotz relativer Mäßigung immer veräußerbar geblieben, da die BRD trotz relativer Meinungsfreiheit und formaler Pressefreiheit undemokratisch ist3.
 
In der DDR hat man sich entsprechend dem Potsdamer Abkommen von Anfang an klar vom Faschismus abgegrenzt. hochkriminelle nazistische Umtriebe wurde verhaftet und aus Führungspostionen entfernt. Die Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik wurde 1974 dem Volke vorgelegt und bestätigt. Damit ist die DDR der einzige formal demokratisch korrekt verfaßte deutsche Staat, der jemals existiert hat.

 

Mitbestimmung

In der BRD gibt es Formen der Mitbestimmung, wie Einspruchsmöglichkeiten bei Planfeststellungs- und Raumordnungsverfahren und so weiter. Leider hat der Bundesbürger als Gegner meistens private Konzerne mit großen Rechtsabrteilungen.
Es gibt jedoch Mitbestimmung theoretisch auch in Betrieben (wenn die Arbeitskräfte der BRD sich organisieren). Es gibt Petitionsmöglichkeiten beim Deutschen Bundestag.
In der DDR gab es ebenfalls Mitbestimmungsmöglichkeiten. Sie waren zum Teil auf Parteimitglieder beschränkt, da die SED besser informiert war. Ansonsten gab es in der DDR etwas, das es in der BRD nicht gab, nämlich die Möglichkeit,an jede ofizielle Stelle, an jedes Amt und an jede Position zu schreiben. Ein jegliches (ernsthaftes) Schreiben wurde als Eingabe betrachtet und mußte innerhalb von vier Wochen beantwortet werden. Das schloß selbst das Politbüro und den Staatsratsvorsitzenden ein. In der BRD antworten viele Ämter und Verwaltungen nicht auf Briefe und selbst parlamentarische Anfragen werden oft unzureichend beantwortet.
Leider machen Deutsche im allgemeinen wenig Gebrauch von demokratischen Rechten.

 

Verquickung von Staat und Kirche in der BRD

In der BRD gibt es eine Verquickung von Staat und Kirche, die sich auf das Schul- und Hochschulwesen, die gesamte Priesterschaft und sogar den Steuerbereich erstreckt. Darunter haben Atheisten zu leiden.

  • Der Staat beschäftigt Priester als Ausgleich für Landverluste an Frankreich, die zunächst den Fürsten zugeschlagen wurden, wobei auch Kirchen enteignet wurden.
  • Es gibt immer noch ein gültiges Konkordat, das der Hitler mit dem Vatikan geschlossen hat, um die Kirche auf seine Seite zu bringen und ihre politische Betätigung zu brechen. Dafür wurde der Kirche Religionsunterricht gewährt. Mit Vertragsabschluß wurden Zwangsmaßnahmen gegen die Kirchen beendet. Diese Zugeständnisse erkaufte die Kirche durch scheinbare Neutralität bzw. in Wirklichkeit durch einen Seitenwechsel. Fast alle Kirchen trugen später Hakenkreuzflaggen. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom März 1957 ist dieses zwangsweise zustande gekommene Konkordat weiterhin gültig. Heute profitiert die Kirche davon. Die wenigen politisch aktiven Priester, die für die Nazis der Anlaß für diesen Handel waren, wurden damals trotzdem von der Kirche im Regen stehen gelassen. Die Rolle der Kirche in der NS-Zeit wurde BRD-typisch sehr spät und eher am Rande aufgearbeitet.
  • Die Kirchensteuer wird standardmäßig abgezogen, was formal auch für Atheisten gilt, da die Kirche Teil des Staates ist.
  • Im Arbeitsrecht darf die Kirche als Sonderausbeuter auftreten.

span style=”font-family: Arial,sans-serif;”>All das gab es in der DDR nicht.

 

10. Kultur

Leseland DDR

Die Analphabetenrate der DDR war so gering, wie in Skandinavien. Es gab viele Bibliotheken, auch Kinderbibliotheken, von denen reichlich Gebrauch gemacht wurde.
Ihre Dichte war flächendeckend, die Ausnutzung vergleichsweise gut.
In der BRD gibt es (ohne Ausländer ) immer vier Millionen funktionale Analphabeten.
Neueste Entwicklungen, die auf unkontrollierten Medienkonsum (Fernsehsucht und Spielsucht), allerdings auch genauere Messungen zurückzuführen sind, sprechen von 7,5 Mio. funktionalen Analphabeten in der BRD. Die Tendenz ist steigend.

 

Theater

In der DDR wurden Kunst und Theater gefördert und es gab Theateranrechte, da man die Kultur der Arbeiter fördern wollte – also Theater für alle! Diese „Anrechte“ waren nur Gutscheine, für die man für die Hälfte, oder einen Bruchteil der ansonsten auch erschwinglichen Kosten ins Theater gehen konnte. Diese Anrechte bekamen auch andere Berufsgruppen. Einige Leute waren darauf spezialisiert von vielen desinteressierten Leuten Theateranrechte einzusammeln und waren fünfzehn oder zwanzig mal im Monat im Theater. Daher wurden Theater von denen es genug gab, etwas besser ausgenutzt.
In der DDR gab es Kino für alle – trotz 5 Pf. Kulturbeitrag

 

Publikationen

Aufgrund von Papierknappheit gab es ein Papierkontingent. Dieses hatte Vor- und Nachteile. Der Vorteil war, daß nicht jeder Dreck gedruckt wurde. Um das Papier auszunutzen mußte man gut nachdenken. So wurden in der DDR im Gegensatz zum Westen nur sachliche Zeitschriften gedruckt. In der BRD ist es, wenn man von wissenschaftlicher oder technischer Fachliteratur absieht, äußerst schwierig, sachliche Zeitschriften zu finden. Die BRD quillt über vor Schund. Schund und Trivialliteratur wurde in der DDR nicht verlegt — geschweige denn Schmutz. Die Buchhandlungen der DDR waren keine solchen bunten Bilderbuchhandlungen, wie die des kapitalistischen Auslands. Bestseller gab es nicht. Selbst Comics hatten eine hohe Qualität und einen Bildungsauftrag der strikt eingehalten werden mußte. Kinderliteratur mußte kindgerecht sein und pädagogischen Standards standhalten.
Psycho-Schund der BRD wie Esotherik, „Paraphysik“, „Parapsycholologie“, Satanismus, Scientology und anderer Psychokram war in der DDR unbekannt. In der BRD sind Bücher für Kinder oft reiner Schund. Insbesondere Fernsehangebote, Videos und Computerspiele sind meist Schund. Gewaltverherrlichende Filme gab es im Sozialismus nicht.
Schulbücher hatten eine hohe Qualität. Die DDR war ein Kulturstaat!
In der BRD besteht die Kultur der Massen darin, immer gewalttätigere Krimis zu konsumieren und ansonsten gleich geschmacklose Videos oder — getreu dem konsumistischen Gesetz der Reizsteigerung Pornos zu konsumieren.

 

Förderung der Kunst

Viele Künstler, die im Westen vom Erlös ihrer Produkte leben müssen, wären in der DDR pauschal bezahlt worden. Die pauschale Bezahlung sicherte ihnen Unabhängigkeit. In der BRD wird aus politischen Gründen der Erwerbsarbeitszwang aufrecht erhalten, weswegen Künstler gezwungen sind kostendeckend Kunst zu fabrizieren.

 

Politische Kultur

Spenden im persönlichen oder kommerziellen Interesse

In der BRD gibt es da, wo der Staat sich zurückzieht, Mäzenatentum. Durch Abstumpfung der Bevölkerung fällt dadurch auch das Phänomen, zunehmender Untergrabung der Zweckwidmung öffentlicher Einrichtungen und Institutionen immer weniger auf. So gibt es im Wissenschaftsbereich durch systematisch und absichtliche Unterfinanzierung eine zunehmende Drittmittelfinanzierung, die seit Jahren nicht mehr infrage gestellt wird. Der Staat fördert sogar Drittmittelprojekte zusätzlich. Dadurch geht die Beurteilung des Zweckes der Forschung ganz wesentlich auf die Drittmittelgeber über.
In der DDR wurde über den Zweck der Forschung auch nicht sehr öffentlich verhandelt. Allerdings war die Forschung dort immer im Interesse der Öffentlichkeit, da es private Interessen nicht gab.
Aber auch Geschäftsinteressen, Presseäußerungen, Untersuchungen und sogar Titel können inoffizieller Gegenstand von Spenden in der BRD sein.
Die Familie des späteren Kriegsministers Guttenberg spendete an seine Promotionsuniversität einen nicht unbedeutenden Betrag.

 

Personenkult

Nach dem Tod Stalins wurde der Personenkult in der DDR abgeschafft. Es bürgerte sich ein, mit der Benennung von Straßen, Plätzen und Gebäuden nach Personen des öffentlichen Lebens zwei bis drei Jahre nach ihrem Tode zu warten. In der BRD ist Personenkult ganz normal. Ganz abgesehen, von sogenannten Stars und Superstars gibt es unternehmerische Persönlichkeiten bzw. Individuen, die Gebäude, Straßen, Plätze Institutionen oder Kollegien nach sich benennen lasse. Oft geben sich sogar öffentliche Institutionen und Stadt- oder Universitätsverwaltungen dafür her gegen Spenden oder Sachleistungen im vermeintlich öffentlichen Interesse Benennungen nach kommerziell ausgerichteten Privatpersonen vorzunehmen. Eine solche Imagepflege können sich bedeutende Schriftsteller, Denker oder Wissenschaftler nicht leisten.

 

11. Konsum

In der BRD ist man es gewohnt, fremde Länder auszubeuten und von der Außenhandelsbilanz und unfairem Handel, sowie den Energieressourcen der Erde zu leben. Folglich konnten BRD-Bürger – und das bis zum heutigen Tage – global produzierte Produkte in einer Menge konsumieren, wie sie ihnen als globaler Anteil nicht zusteht.
Die DDR lebte diesbezüglich von fairem Handel, so daß Südfrüchte selbstverständlich Luxus waren und in Erwerb und Transport für die DDR einen realen Preis hatten. BRD-Bürger kennen den realen Preis der Energie, der Südfrüchte, der Rohstoffe nicht. Sie verschwenden den Reichtum des Planeten. Die Energie der BRD wird in der Ferne aus der Erde gepumpt.
Legion ist – trotz grüner Strömungen in der Gesellschaft – die Wegschmeißkultur des Westens. Flaschen und Gläser wurden (schon damals) in der DDR mehrfach genutzt, in der BRD wird heute immerhin das Glas der nicht-Pfandflaschen gesammelt.
Der westliche Lebensstil ist durch Ausbeutung, Verschwendung und Kulturlosigkeit charaktrisiert.

 

 

Fazit

Der von mir an sich aufgrund der Unterschiedlichkeit für unzumutbar gehaltene Vergleich von DDR und BRD erweist sich, weil beide deutsche Staaten parallel nebeneinander existierten, als Vergleich zwischen Sozialismus und Kapitalismus. Gerade die Aggressivität, mit der der Kapitalismus sozial benachteiligte Minderheiten bekämpft, mit der er nach der Entlassung durch die Alliierten des zweiten Weltkrieges in alte Kriegsmuster zurückfällt und sogar alte Feinde wieder überfällt, beweisen, die Aggressivität des Imperialismus und entlarven nachträglich die treibende Kraft des Wettrüstens und des kalten Krieges auch für den Blindesten.
 

BRD

Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit, Analphabetismus, Lehrstellenmangel, Ausbeutung, Altersarmut, … und … gehören zum Alphabet des Kapitalismus. Ungleichheit, soziale Unsicherheit Existenzangst, Ressentiments, Frauen- und Kinderfeindlichkeit, Hartleibigkeit und Gemeinheit prägen das Leben im Kapitalismus. Entwicklungsfeindlichkeit und Waffenexporte, die Nähe zu den schlimmsten Militärregimen prägten die Außenpolitik des militärisch damals noch zur Untätigkeit verdammten imperialistischen Staates.
 

DDR

Sozialer Frieden, Teilhabe, Soziale Sicherheit, Friedenspolitik, Integration und Solidarität sind gelebte Politik im Sozialismus. Angstfrei, arglos und unschuldig lebten die Menschen im Sozialismus.
Befreiung vom Faschismus, Leben mit Frauenbefreiung, Leben befreit von Imperialismus und Krieg, Leben befreit von Chauvinismus und Rassenhaß war DDR-typisch. Kindgerechte Kinderliteratur und Kulturprogramme ließen arglose solidarische Menschen heranwachsen.
40 Jahre DDR bedeuteten 40 Jahre gesellschaftlichen Fortschritt, 40 Jahre Sozialismus, 40 Jahre Frieden in ganz Europa, 40 Jahre solidarische Entwicklungspolitik, 40 Jahre Kultur.

 

DDR = menschenfreundlich,

BRD = menschenfeindlich.

 

Ganz ganz langsam …

lernt die BRD von der DDR. Kitaversorgung, Krebsregister, Medizinische Versorgungszentren und Zentralabitur sind kleine Schritte auf einem weiten weiten Weg. Ab August 2018 gibt es im Bundesland Niedersachsen kostenlose Kitaversorgung – gefeiert als „Meilenstein in der frühkindlichen Bildung“.
[Evariste]
Version 005.1, 03.10.2015; 005.2, 17.04.2016; Version 005.3, 07.12.2016; Version 005.4, 17.09.2017
 

Siehe auch
»Warum “die Mauer” tatsächlich ein Antifaschistischer Schutzwall war«
 
 
Fußnoten

1 Das “scheinbar” ist hier nur zu verstehen, wenn der oben vorausgesetzte Artikel »Was ist Verelendung?« gelesen wurde. Einige Elendssorten beispielsweise die intellektuelle Verelendung, sowie die freizeitliche Verelendung werden oft nicht bewußt empfunden. Auch Alkoholismus und wenn man es genau nimmt, jede Form des Elends wird am Anfang verkannt.
2 Der Begriff „Imperialismus“ erscheint in diesem Artikel für Sozialdemokratisierte Linke (Linkslevel) erst unter dem Punkt Außenpolitik.
3 In der BRD gibt es eine zielgruppenspezifische Presseunfreiheit. Wer zu blöd ist, sich ein nicht-manipuliertes Blatt zu kaufen – und das ist die übergroße Mehrheit, wird belogen.

6 Kommentare zu “Warum die DDR besser war, als die BRD

  1. Hallo!
    Dieser Artikel von Euch hat mir wirklich gut gefallen! Ich bin zwar in Westdeutschland aufgewachsen, habe aber auch durch Verwandtenbesuche die DDR kennengelernt. Ehrlich gesagt, habe ich mich nie dort unwohl gefühlt!!! Die Straßen waren sicherer, ordentlicher und das Gefühl von Angst hatte ich in der ehem. DDR nie gehabt!!! Dies ist mir quasi als Kind schon aufgefallen und mir bis heute in guter Erinnerung geblieben!! Es ist wirklich schade und sehr sehr traurig, dass dies durch die Medien alles so ins Negative gezogen wird was die DDR betrifft. In vielen Dingen hätte man einiges übernehmen können statt alles nur nieder zu machen!!! Deswegen bin ich glücklich darüber dass es doch noch Leute gibt, die die DDR-Kultur hochhalten und auf die Lügen der Medien hinweisen!! Macht weiter so!!
    Sabine Sophie

  2. Hallo,
    ein sehr guter Beitrag was man ja heutzutage nicht so häufig bei der so alleinigen Herschaft der Medien lesen kann.
    Mann muss ja garnicht politische Bildung, Bücher gelesen haben oder studiert haben um zu verstehen, dass dieser Beitrag wahr ist.
    Mann muss doch nur in der BRD leben.

  3. Vielen Dank für diesen Artikel. Ein Balsam für meine Seele.
    Ich bin in der DDR aufgewachsen und hatte eine glückliche und unbeschwerte sowie behütete Kindheit. Es fehlte mir an nichts. Heute stehe ich morgens auf und begebe mich in den täglichen Kampf. Kampf mit den Mitmenschen, Kampf im, um und für den Job und damit für die eigene Existenz und mit allem verbunden: die Sorge um mein Kind und was die Zukunft für dieses bringt.

    Ich wünschte, mein Kind könnte genauso stress- und sorgenfrei aufwachsen, ich wünschte, die Menschen würden sich mehr schätzen und achten, ich wünschte, alles wäre ehrlicher.

    Ergänzend zu Euren Artikel: In der DDR erhielten alle Kinder Schwimmunterricht. Heute kann fast jedes 3. Kind nicht mehr schwimmen – wie traurig.

  4. Ich habe eine kleine Frage..
    In der DDR gehörte das Recht auf Arbeit ja zur Verfassung, wodurch alle Menschen eine Arbeit hatten, jedoch auch gezwungen waren zu arbeiten. In der BRD gab es diesen Erwerbsarbeitszwang nicht, weshalb es viele arbeitslose Menschen gab.
    In einem Satz unter dem Stichpunkt “1. Soziale Sicherheit”

    (“All das gibt es in der kapitalistischen BRD bis heute nicht. In der kapitalistischen BRD gibt es zum Zwecke der Aufrechterhaltung des Erwerbsarbeitszwanges kein Recht auf Arbeit.”)

    schreiben Sie allerdings, dass die BRD den Erwerbsarbeitszwang aufrechterhalten will, was ich in Ihrem vorherigen Text nicht so verstanden habe und was auch nicht meiner Vorstellung von der BRD entspricht.

    Habe ich den Satz falsch verstanden oder grundsetzlich etwas nicht?
    Bitte helft mir weiter
    Grüße

  5. Bei all den geschilderten Vorzügen der DDR ist es außerordentlich bedauerlich, dass diese
    es nicht mehr gibt. Wie kann sich so etwas Gutes, Hervorragendes nur in Luft auflösen. Woran lag es? Lag es an den Schulden oder an den zufriedenen Menschen. Ich verstehe es bitte heute nicht. Ich hätte gerne in der DDR gelebt, wenn es diese ewige Bespitzelung nicht gegeben hätte, z.B. der allseits beliebte Schauspieler und Musiker Manfred Krug. Er mußte nach der Wende erfahren, dass sein bester Freund ihn observiert hatte. So etwas ist doch sehr gruselig.

  6. Als ich noch jung war sagte ein Lehrer zu mir:”der einzige richtmäßige Deutsche Staat ist die DDR” als ich in einer Wochenschau sah wie die Mörder von Ausschwitz beim Prozess stramm salutiert empfangen wurden und die Richter die Gleichen wie zur NS Zeiten waren konnte ich es verstehen.
    Heute sehe ich auf den Straßen Hinz und Kunz Verkäufer und Obdachlose. Wie kann sich heute eine ehrliche Arbeiterin oder Arbeiter eine angemessene Wohnung in der Stadt leisten? Ich sehe z.Z. im Krankenhaus solche tollen Schwestern und Pfleger, werden die Genossen eigentlich auch entsprechend entlohnt?
    Dazu noch die Masse der Obdachlosen aus den ehemaligen Ostblockstaaten die jetzt “demokratisch” regiert werden, aber eigentlich faschistisch und total korrupt sind.

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