Warum das Leben des Möchtegern-Parasiten nicht glücklich ist

Wörter: 949; Linkslevel: -5 Faschisten

Es ist sinnvoll, zunächst »Wie gestaltet man Parasitismus effizient?« zu lesen.
 
In »Wie gestaltet man Parasitismus effizient?« wurde beschrieben, daß die Welt nur für wenige Parasiten reicht und diese dafür sorgen müssen, daß auch diejenigen, die ihnen ergeben dienen, nicht bis (ganz) nach oben kommen. Im Gegenteil: je schmutziger ihre Untersrückungsleistung ist, desto weiter bleiben sie heute unten, da sie nicht zur Fassade des Rechtsstaates passen.

Hier geht es um die persönliche Perspektive der Möchtegern-Parasiten.

 

Ist menschlich sein schwach?

Einige besonders Rechtsextreme glauben, daß Menschlichkeit, eine Schwäche ist, die die Betroffenen abhält, eine erfolgreiches Leben zu führen. Daß eine Gesellschaft, in der alleso denken,nicht stabil wäre, ist in »Wie gestaltet man Parasitismus effizient?« angedeutet. Hier geht es nun darum, daß der Parasit und insbesondere der Möchtegern-Parasit selbst nichts davon hat. Wer die Unmenschlichkeit zu seinem Werkzeug gemacht hat, tut ständig anderen etwas an. Damit beschädigt er seine eigene Menschlichkeit.
Faschisten sind nun keine gewöhnlichen Rechtsextremen, sondern solche, die ihre Unmenschlichkeit und ihre enorme Gewaltbereitschaft mit einer Ideologie bemänteln und weit systematischer zu Gewalt greifen oder sich erbarmungsloser Verwaltungsakte bedienen, soweit sie die Macht dazu haben. Daher stellt sich die Frage, ob es sich denn für sie lohnt, diesem Drang nach Unterwerfung nachzugehen.
 

Was fehlt dem Faschisten?

Die faschistischen Ideologien teilen die Menschen in Gruppen mit unterschiedlichen Rechten. Die Durchsetzung dieser unterschiedlichen Rechte ist den Faschisten ein Bedürfnis. es gibt aber einen Haken. Der Faschist beschädigt die Reste seiner eigenen Menschlichkeit. Wer immer es gewöhnt ist, Gruppen von (unschuldigen) Menschen zu verletzen, wird auch gegen über Gruppen, den gegenüber seine Ideologie Respekt verlangt, nur aufgrund der Ideologie respektvoll sein. Was das heißt, kommt noch.
Die Ideologie, nach der Menschen unterschiedlich viel wert sind, ist nämlich immer falsch. Wie kommt das? Wert ist etwas, das der Rechtsextremist nicht kennt. Wenn der Rechtsextremist Menschen bewertet, macht er bereits unbewußt einen Fehler. Jede Werttheorie über Menschen ist falsch. Daher ist sie willkürlich. In der Praxis sieht das so aus, daß unterschiedliche Faschisten (z. B. deutsche oder chilenische, …) auch unterschiedliche Ideologien und somit unterschiedliche Ideen über den Wert der unterdrückten Gruppen haben. Das liegt daran, daß rechte Ideologien nur Instrumente der Rechtfertigung sind. Sie wurden ad hoc erstellt.
Eine falsche Theorie bedeutet hier insbesondere, daß die Annahme über die Unterschiedlichkeit von Menschengruppen falsch ist.
Wenn also jemand täglich oder oft andere Menschen verachtet oder mißhandelt, schleicht sich diese Verachtung z. B. in die eigene Familie. Es ist selbst, wenn der Faschist ideologisch Wert auf diese Unterscheidung legt, auf die Dauer nicht möglich, die Menschenverachtung von denjenigen Gruppen fernzuhalten, die der Ideologie nach viel wert sein sollen.
Menschenverachtung ist Menschenverachtung!
Gleichwohl tut der Faschist so, als hätte er das Problem unter Kontrolle. Die Erziehung seiner Kinder beweist das Gegenteil. Gewalt herrscht auch in seinem Heim.
Mit der praktischen Anwendung von Erniedrigung und Unterdrückung stumpft der Faschist ab. Er verliert den Rest seiner eigenen Menschlichkeit. Der Faschist tut so, als wäre er froh darüber und der Verlust der Menschlichkeit eine Stärke. Tatsächlich ist es eine Schwäche.

Mit dem Verlust der Menschlichkeit verliert der Faschist vor allem den Sinn seines Lebens.

Genau genommen, hat er meist vorher schon den Sinn größtenteils verloren oder nie gefunden und wurde aus Verzweifung gewaltversessen. Die Gewalt ist eine direkte Folge der Menschenverachtung. In der Folge entsteht ein Kreislauf aus der Verletzung der Menschenwürde und weiterer Abstumpfung. Was der Faschist nicht versteht, ist, daß er sich selbst beschädigt. Weder Menschen noch Interessensgebiete interessieren ihn noch. Er bemäntelt diesen Mangel mit Ideologie. Je verweifelter er ist, desto fanatischer folgt er der Ideologie. Daraus erwächst eine heimliche Todessehnsucht. Der Faschist ist ein verkappter Nihilist. Alle Ideologie läuft auf Tod und Vernichtung hinaus. Schon Rechtsextremisten sammeln Waffen. Faschisten streben danach, sie unbedingt einzusetzen. Es gibt nichts gutes und schönes im Leben eines Faschisten.

Der Faschist verweigert die Persönlichkeitsentwicklung. Er will nicht zugeben, daß die Ideologie der Wertigkeit falsch, die Ansichten über die Schwäche des Mitgefühls falsch, und die Schul- oder Cliquenkumpel, die zum ersten mal bei ihm Scham wegen Schwäche oder Zuneigung ausgelöst haben, selbst Blödmänner waren.
Hat der Faschist die Menschenverachtung von seinen Eltern, muß er sich zu ihrer Überwindung von den Fehlern seiner Eltern distanzieren, die er allein meist nicht durchschauen kann.
 

Der Faschist weiß nicht, wie Sinn entsteht

Menschen sind gesellschaftliche Wesen. — Was heißt das? — Menschen brauchen die Gemeinschaft.
Um den Mitmenschen nicht als unangenehm zu empfinden, sind Menschen biologisch mit einer Vielzahl von Trieben ausgestattet, sowie mit Kommunikationsfähigkeit, mit der Fähigkeit sich in andere hineinzuversetzen und auch mit gesellschaftlichen Bedürfnissen. Menschen können sich gegenseitig etwas beibringen und sich Gesellschaft leisten. Die Krone bildet die Fähigkeit konstruktiv zusammenzuarbeiten. Das kann ganz freiwillig geschehen. Je mehr man dabei seine Mitmenschen respektiert, desto besser funktioniert das und desto besser ist das Leben. Faschisten ignorieren all das und tun so, als könnten sie auch allein auf der Welt sein. Dabei sind sie auf dem Holzweg.
Sie verachten andere Menschen, sie verachten sich selbst. – Sie verachten das Menschsein.
Der Sinn des Lebens besteht folglich zu einem großen Teil aus den Beziehungen zu anderen Menschen. verletzt man diese Menschen ständig, schadet man sich selbst. Sinn geht verloren. Für viele Menschen besteht ein Teil des Sinns darin, sich um andere zu kümmern. Bei einem Faschisten ist ein großer Teil des Lebens unwahr. Er widmet sein Leben einer toten Sache. Er verachtet, was gut für ihn wäre.
Was der Faschist nicht weiß, ist, daß die letzten sozialen Kontakte und die letzten echten Interessensgebiete für ihn dadurch eine enorme Wichtigkeit besitzen. Fallen sie weg, steht er ohne Sinn da. – Die Ausflucht ist dann Betäubung. — Betäubung durch Drogen oder durch fanatische Handlungen.
 

Wäre ein Faschist (wissentlich) der letzte Mensch auf der Welt, würde auch er sich umbringen.
[Evariste]

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