Warum China kein Imperium ist

Wörter: 1041; Linkslevel: -2 Asozialisierte Mitläufer
Bei der Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels an den zersetzerischen chinesischen Dissidenten Liao Yiwu kam es zu Aussagen, die die deutsche Politik sich selbst zu sagen nicht traut, weil sie schlimme Folgen für das deutsch-chinesische Verhältnis hätten. Trotzdem sehnt man sich händeringend nach ihnen, da es außenpolitisch kaum Angriffspunkte gibt, von denen aus man irgend etwas gegen China in Stellung bringen könnte.
Man wählt daher gezielt chinesische Dissidenten aus, die so sehr gegen China eingestellt sind, daß sie entweder die Kolonialisierung ihres eigenen Landes fordern oder auf ihr Regime hetzen oder – noch besser – gezielt Sezessionismus herbeihetzen.
 
In der erwähnten Veranstaltung kam es rhetorisch unterstützt durch eine verlesene Tötungsszene zu der inkriminierenden Aussage “Dieses Imperium muß zerbrechen!”. Wir werden hier diskutieren, ob China ein Imperium ist und was denn da zerbrechen soll.

 

Was ist ein Imperium?

Ein Imperium ist ein Gebilde aus Ländern und Staaten, das fremde Länder und Staaten erobert, sich einverleibt oder nur unterwirft. Ein Imperium lebt von dieser Unterwerfung fremder Länder und Völker. So gibt es beispielsweise das us-geführte NATO-Imperium, das tausende von US-Militärbasen in der gesamten Welt unterhält. Nur wenige Länder haben sich den USA diesbezüglich bisher verweigert. Einige dieser Länder sind selbst große Wirtschaftsmächte, wie z. B. China, Rußland, Indien, oder sie gehören zu Lateinamerika, wo man sich traditionell gerade von der US-Herrschaft befreit hat. Ein Imperium bestimmt die Wirtschaft und die Politik der Länder, die zu ihm gehören. Ein Imperium ist imperialistisch und muß daher wachsen. Es führt also ständig Krieg. Die NATO führt viele Kriege und zerstört Länder mit wachsender Geschwindigkeit. Ein Imperium ist charakterisiert durch seine unfaire und erpresserische Wirtschaftspolitik.
Ein Imperium nutzt Vasallenstaaten um sich militärisch zu verstärken. Es setzt Vasallen und Söldner ständig ein.

 

Hat China die Merkmale eines Imperiums?

Die VR China besitzt keine Militärbasen außerhalb ihres Territoriums.
Die VR China besetzt keine fremden Länder.
Bekannt ist, daß die westlichen Staaten China als Absatzmarkt und als Konjunkturmotor schätzen. – Aber wie verhält es sich mit den armen Ländern? Die VR China ist in Asien, Lateinamerika und in Afrika ein besonders geschätzter Handelspartner, weil die Bedingungen des Handels mit China im Vergleich zum Westen besonders fair sind. Das Verhältnis des Westens zu Süd- und Mittelamerika, Asien und Afrika ist ein ausbeuterisches und ein kriegerisches. Der Handel mit China ermöglicht es armen Ländern hingegen, sich zu entwickeln. Auch deswegen ist die VR China dem Westen ein Dorn im Auge. China unterwirft fremde Länder nicht, um sie auszubeuten.
China hat auch keine Vasallen und keine Söldner – im Gegensatz zum Westen.
Die VR China führt keine Kriege. Ähnlich, wie der Iran in Mittelasien, der ebenfalls systematisch angefeindet wird, führt China keine Kriege. Iran und China sind Friedensfaktoren des asiatischen Kontinents. Das ist etwas, das den Westen stört.

 

Besteht China aus annektierten Gebieten?

In seiner öffentlichen Hetzrede hat Liao Yiwu behauptet, das “Imperium” China hätte Gebiete “annektiert”.
China ist ein tausende Jahre altes Land. Als solches hat es eine wechselvolle Geschichte. Und sicherlich hat es als Kaiserreich erobert und annektiert. Jedoch kann man heute kein einziges großes Land nennen, das nicht irgendwann in seiner Geschichte irgend etwas annektiert hat. Nationalstaaten sind aus Stammesgebieten, Fürstentümern oder Königreichen entstanden. Alle diese Staaten würden nicht existieren, wenn es nicht Eroberung und Annexion gegeben hätte. Die meisten Staaten sind daher Vielvölkerstaaten. Es kommt darauf an, wie sie mit den in ihnen lebenden Minderheiten umgehen. Es ist von daher üblich, Sezessionismus normaler Weise nicht zu unterstützen und es ist völkerrechtswidrig, ihn von außerhalb zu unterstützen. Eine Regel, die sich mit der Rechtmäßigkeit dieses Vorwurfes befaßt, ist die Status-Quo-Regel, die eine Rückänderungsfrist von 30 Jahren einräumt.
Der an China gerichtete Vorwurf der Annexion von Gebieten ist daher falsch und billig.

 

China ist kein Imperium!

 

Warum bekommt L Y. diesen Preis?

Die von Liao Yiwu auf der Veranstaltung des deutschen Buchhandels erhobenen Forderungen sind daher blödsinnig und gegen das friedliche Zusammenleben der Völker gerichtet. Der aus China stammende Dissident, der offenbar einen großen Haß gegen sein Land oder seine Führung hat, ist nicht ausgezeichnet worden, weil er ein so bedeutender Kämpfer für Menschenrechte wäre, obgleich mehr Menschenrechte der VR China gut tun würden. Er ist ausgezeichnet worden, weil er als Dissident bereit war, die übelsten Vorwürfe an China zu richten, die Politiker von sich aus nicht erheben würden. Er ist ausgesucht worden, weil er nicht links ist, sondern den Antikommunismus des Westens teilt. Er ist ausgesucht worden, weil das zu befördern bereit ist, was jeden Vielvölkerstaat auf billige Art und Weise zerstören kann, den nationalistischen Sezessionismus. Die von L. Y. vorgetragene und durch den Preis geadelte Hetze paßt in das Schema des Westens. Sie ist das generelle Konzept, mit dem schon die Sowjetunion, Jugoslawien, der Irak, Libyen und Syrien gespalten oder zerstört wurden. Diese Hetze ist den Strategen der NATO, die einen Unterwerfungskrieg gegen das mächtige China scheut, Gold wert.
Die Forderung, daß China zerbrechen möge, ist genau der Traum des Westens, der von einer kolonialistischen oder wenigstens neokolonialen Unterwerfung träumt.

Der Westen interessiert sich von seiner kapitalistischen Natur her nicht für Menschenrechte. Er bekämpft sie. Deswegen werden Friedensnobelpreise an Kriegsherren und Volksverhetzer vergeben.

 

Welche Einmischung ist die übelste?

Die übelste Einmischung sind Krieg und Vertreibung. Auf dem Weg dahin liegen jedoch notwendiger Weise die Hetze und der Konflikt. Hat man keinen Konflikt, muß man einen schaffen. Hierzu bieten sich ohne Anhaltspunkte nur ethnische oder religiöse Konflikte an. Wenn man systematisch extreme Nationalisten oder religiöse Extremisten unterstützt, kann man auf die Dauer einen Konflikt triggern. Da kommt es zupaß, wenn man den Gegner verschiedener Menschenrechtsverletzungen beschuldigen kann – ein gefundenes Fressen für den Imperialismus!
Der Westen versucht in China von der Hetze zur Triggerung von Konflikten überzugehen.
Wollte man Menschenrechte befördern, würde man vor allem linke Gruppen unterstützen müssen.
[Evariste]

 

Liao Yiwu

Der Vorwurf an China, ein Imperium zu sein, ist nicht einfach nur ungenau – er ist falsch. L. Y. beweist damit mehr als Kleingeistigkeit – er offenbart (ob echt oder vorgetäuscht) dummen Fanatismus. Die Forderung, es müsse zerbrechen, ist eine Anbiederung an den Westen, die aus einem Berufsdissidenten einen Politsöldner des Westens macht.

 

Friedenspreis des deutschen Buchhandels

Für den Friedenspreis des deutschen Buchhandels ist diese Verleihung an Liao Yiwu, ein Tiefpunkt in der Geschichte des ganzen Börsenvereins.
[Evariste]

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