Sandkastenmitarbeit

Methode, Rechtsaußenmitglieder von linken Parteien in relativ unpolitische Teilarbeiten einzubinden um ihnen (relativ unpolitischen) Gestaltungsspielraum zu geben. So entsteht ein Gestaltungserleben, das das Mitglied von den eigentlichen Zielen der eigenen Partei entfremden kann. Das führt zur Verstärkung der Abtrünnigkeit. Ein Beispiel dafür ist das Schicksal der Sylvia Yvonne Kaufmann (SYK), die am EU-Verfassungsntwurf mitgearbeitet hat und sich dabei von den Inhalten ihrer Partei entfernte. Die neoliberale und NATO-zistische Lebensfremdheit und Menschenfeindlichkeit der (später gescheiterten und als Lissabon-Verträge durchgedrückten) EU-Verfassung wurde von ihr nicht mehr empfunden. (SYK trat später in die sozialchauvinistische und langsam sterbende SPD ein.) Die Gefahr der Abtrünnigkeit besteht bei ungefestigten Politikern. Des Gefahrenpotentials der Sandkastenmitarbeit sollten sich alle bewußt sein. Kriterien für Sandkastenmitarbeit/echte Mitarbeit sind einfach:

  • Kann man echt politische Forderungen durch-/um-setzen?
  • Muß man Schreckliches mit umsetzen?
  • Verlangt der als Partner auftretende Opponent immer mehr Entgegenkommen?
  • Was bekommt man für die Teilnahme?

Teilnahme bedeutet beteiligt zu sein und wirft auch Ruf und Richtung der Partei in die Wagschale. Dem kann ein gegnerisches Konzept Rechnung getragen haben.

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