Religion

ist ein Dogmenkomplex mit mystischem Kern. Er hat folgende Funktionen.

1. Aufgrund einer effektiven Selbstkontrolle des Bewußtseins ist es ein hocheffizientes Überwachungssystem und somit ein Monitor für nichtkonformes Denken.
2. Religion leitet aus einem Absolutheitsanspruch einen Wahrheitsanspruch ab, mit welchem (Klassen-)Herrschaft (religiös) begründet wird.
3. Religion “befriedigt” gewisse Bedürfnisse, nach Trost, Gemeinschaft, Kultur und Aberglauben, ermöglicht außerdem Ritualhandlungen, Trance und Meditation.
4. Durch Regeln, welche in der Religion festgelegt sind, wird mit der Schaffung der Religion eine öffentliche Moral kreiert, die sich dann eben aufgrund dieser Religion gegenüber Änderungen große Zähigkeit aufweist.
Da Religion einen irrationalen Kern hat, beruht sie auf akausalem Denken. Sie ist folgerichtig unwissenschaftlich. Kreationimus, Realitätsferne und politische Passivität sind die Folge.
Solange also an diese Religion geglaubt wird, kann ein religiös begründeter Herrschaftsanspruch zumindest gegenüber den zahlreichen untersten Untertanen sehr komfortabel aufrecht erhalten werden. Aus diesem Grunde bietet sich jedes Religionssystem auf natürliche Weise den Herrschenden als Bewußtseinsmonitor an. Abweichendes Bewußtsein äußert sich bereits fernab jeder Herrschaftskritik.
→ auch Artikel »Was ist schlimm an Religion?«

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hilfe

WordPress theme: Kippis 1.15