Querfront

Politische Erscheinung, der Vereinigung von Linken oder Pseudolinken mit Rechten oder Pseudorechten, bezüglich eines Themas oder (meist) eines thematischen Komplexes, so daß ein spektrumübergreifendes thematisches Zusammenwirken und eine Frontstellung gegenüber (oft ehemaligen) weiter außen stehenden Positionen des Spektrums resultiert. Nach Evariste gibt es für eine Querfront zwei Motivationsrichtungen: Die rechte Seite der Motivation ist das Bedürfnis Geltung im Spektrum zu erlangen, zu verwirren, zu desinformieren oder zu provozieren und Mischungen daraus – und die linke Seite der Motivation, welche dem unbewußten oder verdrängten Wunsch nach Verrat (der Linken) z. b. aus materiellen Gründen folgt und einen Nebenkriegsschauplatz eröffnet, anhand dessen der Haß auf die früheren Mitstreiter eingeübt werden kann. Ein sehr spezieller Fall ist die geheimdienstliche Beeinflussung mittels eingeschleusten Personals oder gene-rell/rös materiellen Zuwendungen. (Beispiele: Antideutsche) Eine Querfront kann momentaner Ausdruck einer Drehung im Spektrum sein, die dem Selbstbetrug des (ehemals) Linken dient. Dem nicht nur rhetorisch, sondern auch analytisch geschulten Linken fällt der Verrat schwer, weshalb er sich selbst austricksen muß. Der Ex-Linke errichtet dazu in selbstbetrügerischer aber vom Bewußtsein möglichst ferngehaltener Absicht über eine begrenzte Thematik (z. B. Antisemitismus) eine auf dem politischen Spektrum scheinbar senkrecht stehende Pseudodimension und eröffnet zur zusätzlichen Betäubung eine möglichst haßerfüllte Privatfehde mit den ehemaligen Mitstreitern. Über die Pseudodimension(en) erfolgt dann die Drehung. (Einfache Drehungen gibt es nur im Zwei- und Drei-dimensionalen.) Echte Querfronten sind selten.

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