emanzipativ, Emanzipation

emanzipativ, Emanzipation im allgemeinen — befreiend, Befreiung aus Abhängigkeit; Stabile Unterwerfung ist nicht möglich ohne geistige Unterwerfung. Geistige Unterwerfung vergiftet und infiltriert das Denken mit Inhalten und Werten der Unterdrücker. Die Kritikfähigkeit wird somit korrumpiert. Der Begriff Emanzipation bedeutet insbesondere die geistige Befreiung, welche durch Menschlichkeit getriebene Konstruktivität, sowie Denken und Analyse voraussetzt und ohne die die Überwindung gesellschaftlicher oder ökonomischer Abhängigkeit nicht möglich ist.; im besonderen — Emanzipation der Frau in patriarchalen Gesellschaften. In unterdrückerischen Gesellschaften muß es Menschenverachtung geben, da sie von den Produktionsverhältnissen (Basis) im Überbau induziert wird und so das Funktionieren der Basis sicherstellt. Wegen der Konkurrenz und der Menschenverachtung entsteht Diskriminierung. Es entspricht der klassischen Art der Produktionsmittel und der geschlechtlichen Arbeitsteilung, daß Frauen eine dieser mehr oder weniger diskriminierten Gruppen bilden. Die ökonomische Notwendigkeit dieser Diskriminierung schwindet mit dem Einsatz von Maschinen bei schweren Tätigkeiten. So kommt es noch im Kapitalismus zu einer schichtweisen Befreiung der Frau. Frauen in den oberen Schichtender Gesellschaft werden weit früher befreit, als in den unteren Schichten. Wenn eine Frau diesbezüglich ein Bewußtsein entwickelt und ihr mittlerweile in vielen Ländern verbrieftes Recht wahrnimmt, nennt man sie emanzipiert.
Das Gegenteil der Emanzipation ist die gehorsame Unterwerfung und die Betäubung des eigenen Denkens.

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