Eigentum

universelles Vererbungs-, Nutzungs- und Verwertungsrecht am Besitz; Das demagogische Dogma Eigentum behauptet, Eigentum wäre seinem Eigentümer eigentümlich. (Property, Propriete) Die Demagogie ist notwendig, um dem eigentlich geraubten Eigentum Rechtsform zu geben. Die Rechtsform verschleiert das Privileg. Durch die Rechtsform erscheint die bewaffnete Verteidigung des Privilegs (bzw. der vielen mit dem Eigentum verbundenen Privilegien) als gerecht.
Das Ideologem Eigentum ermöglicht es, fast beliebige Sorten von Eigentum zu bilden und beliebig viel Eigentum anzuhäufen. Es ermöglicht bei besonders hoher ideologischer Priorität, wie man sie im Kapitalismus findet, auch fast beliebige Arten von Eigentum zu bilden. Das Eigentum verschleiert Privilegien, Raub und Abhängigkeiten. Das ewige Eigentum sichert Herrschaft. Bemerkenswerte historische Eigentumsarten sind
das Eigentum

  • an Menschen oder an Arbeitskräften (Sklaverei oder Leibeigenschaft),
  • an Grund und Boden,
  • an Geld (symbolischer Wert),
  • an erneuerbaren Ressourcen, wie Trinkwasser oder Jagdpriviegien,
  • an Produktionsmitteln,
  • an gekaufter Arbeitskraft oder
  • das neuartige noch nicht voll durchgesetzte und gefährliche geistige Eigentum, welches Eigentum an Ideen, Verfahrensweisen und Informationen bedeutet und den Handlungsspielraum der Menschen noch weiter einschränkt bzw. ihre Abhängigkeit weiter erhöht.

Nach Gefährlichkeit abgestufte Arten von Eigentum im Kapitalismus sind
harmlos

  • |persönliches Eigentum,
  • |Wohneigentum (Hauseigentum),
  • Eigentum an selbstgenutztem Boden,
  • besonders umfangreiches (vielfaches) Eigentum an Häusern,
  • besonders umfangreiches (vielfaches) Eigentum an Boden (Land),
  • Eigentum an allgemein benötigten Ressourcen (Brunnen, Bodenschätze),
  • Eigentum an Produktionsmitteln,
  • Eigentum an allein und selbständig nicht mehr baubaren oder erwerbbaren Produktionsmitteln,
  • Eigentum an selbständig nicht mehr wartbaren oder an allein nicht mehr bedienbaren aber hoch konkurrenzfähigen Produktionsmitteln.
  • Kapital (vermehrungsfähiger Wert),
  • Patente
  • geistiges Eigentum

hoch gefährlich
Das Eigentum an Produktionsmitteln, das aufgrund der wertschöpferischen Dominanz der Industrie über die Landwirtschaft den Kapitalismus charakterisiert, schafft erst die Ausbeutung der Arbeitskraft, ermöglicht den Handel mit ihr als Ware und macht damit die Produktion der Zukunft zur Ware. Die perverseste Eigentumsform ist das Eigentum an Ideen. Zunächst wurde Eigentum an Konstruktionen, Produktionsmethoden und Verfahren entwickelt. Dieses wurde später zum geistigen Eigentum an verschiedenen Arten von Ideen und Entdeckungen verallgemeinert. Dieses geistige Eigentum an Ideen bedeutet, die Ausbeutung, aber auch die allgemeine Nutzung dieser Ideen oder Ressourcen zu verbieten (so künstlich Mangel zu erzeugen), was man demagogisch „Schutz“ dieses Eigentums nennt und es ( – eigentlich den erzeugten Mangel) dann auszubeuten.
Bereits unterhalb der meisten dieser bemerkenswerten Eigentumsarten, dient das Eigentumsdogma dazu, Eigentum, das andere benötigen, von dem andere abhängig sind oder auf das andere angewiesen sind, nur zu dem Zweck zu bilden, es gewinnbringend zu veräußern, es an Abhängige zu vermieten, Abhängigkeiten zu erzeugen und auszubeuten oder einfach um anderen nur zu schaden.
Eigentum, das über das persönliche Eigentum hinausgeht, kann nur mit Waffengewalt erzeugt und aufrecht erhalten werden. Das Eigentum ist die letzte ideologisch Bastion der Ausbeuter. Es abzusichern, gelingt in gebildeten Gesellschaften nur noch durch Pflege von Ressentiments gegenüber Nichteigentümern und Stigmatisierung Andersdenkender.

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