Analogieschluß

(logischer) Schluß, der durch Übertragung einer Analogie zustande kommt. Analogieschlüsse sind oft falsch. Wenn der Schluß durch Übertragung einer Analogie von einem Gebiet auf ein anderes so zustandekommt, daß die Analogie aufgrund des Bedeutungswandels des Homphons, aufgrund falscher Induktivität, deduktiver Inkongruenz, aufgrund des Gebiets-Strukturwandels während der Übertragung (Anisomorphie) oder aufgrund der Nichtbeachtung von logischen Negations-Anzahl-Äquivalenzen (wenn dieser De-Morgan-Fehler die Analogie stört) zustandekommt, ist ein Analogieschluß auf jeden Fall falsch. Leider sind Analogieschlüsse vor allem in den Gesellschaftswissenschaften sehr häufig. Im Sprachgebrauch des Westens mischen sich esotherische Analogien ohnehin in jede mit Halbwissen geführte Diskussion.
Analogieschlüsse sind nicht nur für die Politik sondern auch deswegen von Bedeutung, weil sie die argumentative Stringenz wissenschaftlicher Diskussionen, Seminare und sogar Veröffentlichungen stören oder zumindest verwässern können.

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