Aktiengesellschaft

(AG) — verantwortungslose kapitalistische Rechtsform, deren Existenz ein Systemverbrechen bildet; Die Aktiengesellschaft ist die kapitalistischste Unternehmensform, bei der das am Anfang zugrunde liegende Kapital (Grundkapital) in Aktien zerlegt ist, welche den Mitgliedern der Aktiengesellschaft (den Aktionären) dann normaler Weise zu sehr ungleichen Anteilen gehören. Aktien werden in Papierform ausgegeben und berechtigen zu Anteilen an der Gewinnausschüttung, sowie je nach Quorum zur Teilnahme an der Aktionärsversammlung, die den Vorstand des Unternehmens wählen kann. Die Handelbarkeit der Aktien hat zwei Folgen:

  1. Sie führen zu einem am (die Gewinnerwartung oberflächlich ausdrückenden) Aktienwert orientierten An- und Verkauf der Aktien durch Aktionäre und durch Kurzzeitaktionäre, die Spekulanten heißen und
  2. Sie bilden eine unkontrollierte Zusatzwährung 2. veränderbaren Wertes, die nicht vom Staat herausgegeben wird. (→ Aktie!)

Das offizielle Ziel eines als Aktiengesellschaft finanzierten Unternehmens ist die Steigerung der Eigenkapitalrendite. Daß Unternehmen wird durch den Shareholder Value bewertet, welcher den Grundwert des Unternehmens und somit den Wert der einzelnen Aktien abbildet. Durch Börsentätigkeit kommt es zu einer praktisch geforderten Eigenkapitalmindestverzinsung. Bewertungsart und unbegrenzte Handelbarkeit der Aktien führen dazu, daß der Shareholder Value der einzig relevante Parameter der als Aktiengesellschaften finanzierten Unternehmen ist. Art und Weise der Definition des Shareholder Value und die gleichzeitige rechtliche Nichthaftbarkeit der Aktionäre machen die Aktiengesellschaft zur asozialsten und verantwortungslosesten Rechtsform für Unternehmen überhaupt.
Die AG hat im Monopolkapitalismus die wichtige Funktion steuerlose und verantwortungslose Ausbeutung breiter Massen bei gleichzeitiger Nichthaftbarkeit der Aktionäre zu ermöglichen. Aktiengesellschaften dienen dem Bürgertum zur Abwicklung großer, krimineller und vor allem möglichst akkumulativer Geschäfte. Aktiengesellschaften sind undemokratisch das heißt konkret kapitaldemokratisch (Wer mehr Anteile hat, bestimmt mehr.).
Zusammengefaßt bietet die kapitalistische Rechtsform Aktiengesellschaft die Möglichkeit daß Eigentümer trotz der enormen Größe der Unternehmen – viel mehr gerade durch ihre Größe besonders skrupellos ausbeuten können, ohne dafür haftbar zu sein. Zur Täuschung schiebt die Rechtsform einen handelnden Vorstand vor, der in Wirklichkeit auch nur aus besseren (sehr gut bezahlten) aber abhängigen und sofort kündbaren Gehaltsempfängern besteht. Diese Täuschung verschleiert die Nichthaftung der eigentlichen Eigentümer. Die einzige Haftung der Aktionäre besteht in einer Gewinn/Verlust-Haftung, welche sie nicht gegenüber evtl. vom jeweiligen Konzern Geschädigten, sondern nur gegenüber den erfolgreicheren Spekulanten haftbar macht. Durch diese Konstruktion entsteht die kapitalanarchische Spielwiese, auf der die Helden und die Verlierer der Spekulation ihren asozialen Egoismus als Antrieb und Maß der Welt betrachten können. So entsteht die skrupellose zerstörerische und asoziale Vorgeghensweise, die diesen Planeten, Die Menschheit und die Menschlichkeit zugrunde richtet.
Aktiengesellschaften sind der perverseste in Rechtsform gegossene Ausdruck des Eigentumsprivilegs. Sie gehören verboten!

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