Desertifikation stoppen! – Wie soll man die Kontinente bewässern?

#0066cc;">Wörter: 3429#0066cc;">; #0066cc;">Linkslevel: +4#0066cc;">; #e80000;">Sozialisten#0066cc;">; #0066cc;">Version: 1.04
 

 

Projekt zur Rettung der Biosphäre –

 

 

 

 

Die Verwüstung des Planeten

Verwüstung und Biomasse

Die Desertifikation großer Teile des Planeten schreitet voran. Der asiatische Steppengürtel, der Nahe Osten, ganz Nordafrika, der Osten Südamerikas, Teile Spaniens, Ostbrasilien und andere Gegenden trocknen aus. Die Biomasse verringert sich auch aufgrund der Desertifizierung. Es stellt sich die daher die Fragen, ob durch systematische Bewässerung bisher trockener Gebiete die Biomasse des Planeten wesentlich vergrößert werden kann, so daß sich ein Zeitfenster für die Reabsorption des CO2 aus der Atmosphäre ergibt. (»Wie soll man Kohlenstoff absorbieren?«) Das Problem ist so gewaltig, daß hier prinzipiell dargestellt werden muß, wie in dieser tatsächlich Situation zu verfahren ist.

 

Rasante Verwüstung

Die Verwüstung ist eine allererste Folge des Klimawandels, sie geht dem Anstieg des Meeresspiegels zeitlich voraus.
In der Regel ist es so, daß wo Wüste ist, Wüste bleibt, weil nur der Klimawandel beschleunigt wurde. Wir können feststellen, daß selbst endorheische Einzugsgebiete in der Überzahl austrocknen.
Die Verwüstung auf dem Planeten fällt in eine Zeit der langsamen Entwicklung einer Warmzeit. Durch anthropogene Tätigkeit wird diese Verwüstung jedoch um viele Größenordnungen beschleunigt. Durch Ackerbau und Viehzucht werden Wälder abgeholzt, die der Erosion trotzten und die Wasser speicherten, verdunsteten und auch Regen anzogen. Ist der Wald weg, entwickelt sich eine Wüste. Das geschieht oft über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten. Fehlender Wald bedeutet trockene Kontinente – bedeutet Verringerung des Landlebens. Die Menschen werden sich der Verwüstung meist nicht bewußt, wenn die Flüsse weniger Wasser führen, Sie bemerken es aber, wenn der Grundwasserspiegel sinkt und Brunnen oder Oasen austrocken bzw. wenn Land versteppt und die Wüsten sich ausbreiten, wo vorher Steppe war.
In Südeuropa – insbesondere auf der iberischen Halbinsel ist eine stetige Verwüstung zu beobachten. Der Mensch hat in Südeuropa den Fehler begangen, die Wälder abzuholzen.
In Afrika dehnt sich die größte Wüste der Welt – die Sahara – nach Süden (Sahel-Zone) und nach Norden aus. Das bedeutet, daß derzeit immer noch fruchtbare Gegenden südlich des Atlas rasant austrocknen und Menschen künftig nur noch nördlich des Atlas Datteln und andere Waren produzieren können. Ein Beispiel ist das Daraa-Tal, das derzeit etwa 200 000 Menschen ernährt. Der Bodélé-See ist längst ausgetrocknet, der Tschad-See und sogar das am Atlantik gelegene Nigeria trocknen langsam aus. Der große Turkana-See trocknet aus.
Der Asiatische Steppengürtel trocknet aus (Der Aralsee ist ausgetrocknet.) und südlich von Kaukasus und Kaspischem Meer trocknet Süd-Westasien aus. Die südliche Hälfte des Urmia-Sees ist ausgetrocknet.
Nord-Ost-Brasilien und der gesamte Westen der Vereinigten Staaten trocknen ebenfalls aus.
Das Problem ist nur zu lösen, wenn die Menschheit als ganzes intelligent handelt.

 

#0066cc;">Problemextraktion:
Können alle Kontinente sich noch selbst mit Wasser versorgen?

Prinzipielle Notwendigkeit

Leider regnet es nicht mehr überall in ausreichendem Maße. Niemand weiß, ob es sich bereits um den Klimawandel handelt. Es ist daher vorsichtshalber davon auszugehen, daß sich die Situation nicht mehr bessert. Daher müssen Maßnahmen getroffen werden, die es zulassen, mit extrem wenig Wasser zurechtzukommen. Dazu gehört ein exzessiver Bau von Zisternen und Wasserspeichern, Eine prinzipielle Versorgung mit Trinkwasser aus anderen Gegenden ist anzustreben. Ein öffentliches Wassermanagement ist notwendig, um Schaden durch Raubbau zu vermeiden.

 

Wo gibt es Wasser?

In Afrika gibt es derzeit genug Wasser im Kongobecken. Dieses Wasser ist jedoch mittelfristig gefährdet, da die Demokratische Republik Kongo und alle ihre angrenzenden Staaten exzessiv tropischen Regenwald vernichten. Die Folge wird ein ungebremstes katastrophisches Abfließen der Wassermassen nach jedem Regen sein. Südafrika dürfte ebenfalls stärker austrocknen. Es ist also damit zu rechnen, daß Afrika sich nicht selbst mit ausreichend Wasser versorgen kann. Aus diesem Grunde muß im Falle Afrikas und auch im Falle der arabischen Halbinsel an eine interkontinentale Wasserversorgung gedacht werden.
An vielen Stellen der Kontinente wechseln sich Überschwemmungen mit großer Trockenheit ab. Gerade in Afrika häufen sich diese Phänomene. Es ist daher nicht nur in allen Trockenregionen, sondern auch in den Desertifikation bedrohten Gegenden notwendig, große Wasserrückhaltemöglichkeiten zu schaffen. Dazu können Polder und Zisternen dienen. Wo Wasser für Landwirtschaft benötigt wird, müssen sehr große Reservoire geschaffen werden. Das ist vor allem in ganz Afrika wichtig.

 

#0066cc;">Problemeingrenzung:
Funktioniert Entsalzung?

Eine Wasserversorgung ganzer Kontinente oder Kontinentteile kann nicht einfach so erfolgen. Niemand hat derzeit die Energie, so viel Meerwasser zu entsalzen.

 

Das Problem mit der Sole

Bei der Entsalzung fällt als Nebenprodukt Salzsole an. Diese wird bisher immer in das jenige Meer zurückgepumpt, aus dem das Salzwasser entnommen wurde. Dabei entstehen mehrere Probleme. Zum einen kann die Salzsole bei ungünstiger
Einleitung aufgrund der Konzentration oder aufgrund ungünstiger Temperatur zu einer Schichtung des Meereswassers führen, die den Sauerstofftransport durch Konvektion behindert. Das größere entstehende Problem liegt jedoch langfristig in der Veränderung der Konzentration desjenigen Meerwassers, aus dem das Wasser entnommen wird, da das entnommene Volumen an Trinkwasser durch nachströmendes Salzwasser ersetzt wird. Die Flora und vor allem die Fauna vieler Meere hängt empfindlich vom Salzgehalt ab. Es gibt normaler Weise in jedem Meer einen stationären Zustand, dem ein bestimmter Salzgehalt an einem bestimmten Ort entspricht. Ein Meer, das schlecht mit einem Ozean verbunden ist, oder wenig Nachschub aus Flüssen erhält, kann durch exzessive Wasserentnahme versalzen. Wasser durch Entsalzung aus dem schwarzen Meer, dem Kaspischen Meer oder dem Mittelmeer oder gar dem See Genezareth oder sogar aus den Zuflüssen des Aralsees zu entnehmen, ist nicht nachhaltig.

Entsalztes Wasser kann also nur vorübergehend genutzt werden, da das salzige Abwasser nicht einfach so ins Meer gepumpt werden kann. Es muß ausreichend verdünnt, mit Sauerstoff angereichert werden und in Gegenden entsorgt werden, in denen ohnehin salzreiches Wasser absinkt. Entsalzung kann daher in der Regel nur eine Übergangslösung sein.
Eine noch kurzfristigere Lösung ist die Entsorgung in meerfernen Lagerstätten. Eine volumenbegrenzte Variante ist die Entsorgung der Sole im Toten Meer.
#0066cc;">(Was nicht geschehen darf: Das Projekt Tote-Meer-Kanal verfolgt die Idee, das Tote Meer mit Wasser aus dem roten Meer aufzufüllen, um seine potentielle Energie zu gewinnen. Dadurch würde das konzentrierte Salzwasser des Toten Meeres mit dem Salzwasser des roten Meeres verdünnt. Durch die im Wasser des roten Meeres gelösten Kalziumionen, würde im toten Meer Gips ausfallen, was die Reflexion erhöhen und die Verdunstung verringern würde. Dadurch wäre weniger Platz für neues Wasser. Sollte es zu einer versehentlichen Auffüllung des Toten Meeres kommen, würde es danach ins rote Meer fließen. Das Tote Meer wäre immer noch tot, aber das rote Meer würde mit Salzwasser verseucht. Das Projekt wurde erfunden, um Energie beim Herabfließen ins Tote Meer zu gewinnen. Die Idee ist nicht nachhaltig, da das Volumen des Toten Meeres begrenzt ist. Was geschehen könnte: Sollte man den Kanal vom Mittelmeer her bohren, wäre es kombinierbar mit der Entsalzung von Wasser. Das Mittelmeer würde entlastet und leicht salzärmeres und sauerstoffreiches Wasser könnte aus dem Atlantik nachströmen. Ein enger (gebohrter) Kanal ließe sich nach der Nutzung auch leicht wieder verschließen. Das Projekt erfordert Frieden. #0066cc;">)

Entsalzung funktioniert begrenzt und schafft Umweltprobleme. Es ist keine Dauerlösung. Bereits die arabische Halbinsel wird stark mit entsalztem Wasser versorgt. Die Salzkonzentration im Persischen Golf und im roten Meer steig hierdurch und bedroht die Fauna und Flora. Die natürliche Durchmischung dieser Gewässer, ihre Zuflüsse und die bereits bestehende Minerallast der zufließenden Gewässer begrenzt immer die entnehmbare Wassermenge.
Die iberische Halbinsel, sowie die zwischen Atlas und Sahara gelegenen Gebiete müssen daher kurz- und zur Not auch noch mittelfristig mit entsalztem Wasser aus dem Atlantik versorgt werden. Statt einer Einleitung von Sole könnte künftig auch die völlige Trocknung des Salzes und seine umhüllte Deponierung in Sedimentierungsgebieten im Meer die Alternative sein.
 

Wie soll Sole ins Meer geleitet werden?

Im provisorischen Ausnahmefall soll das zu entsalzende Wasser bevorzugt aus den Ozeanen entnommen und die Sole bevorzugt in Ozeanen oder in Landsenken entsorgt werden. Dazu ist sie soweit mit Wasser zu verdünnen, daß sie nicht im Rohr ausfällt und dann da wo natürlicherweise Sedimente entstehen, zu entsorgen. Die Leitungen können unter Berücksichtigung der Löslichkeiten der Mischung zusammengefaßt werden und dann hunderte oder Tausende Kilometer weit ins Meer gepumpt werden. Am Ende sollte noch Sauerstoff hinzugefügt werden. Wenn der Sauerstoff (Luft) in einer separaten Leitung mitgeführt wird, kann er beim Austritt diffus verteilt werden und so durch Löslichkeitsverdrängung zu einem Ausfall eines Teils der Salze führen.
Tatsächlich kostet die Entsalzung von Meerwasser meist mehr Energie, als die Entsalzung von Ozeanwasser. – Energie ist der zu zahlende Preis! Steigt der Salzgehalt von schlecht an Ozeane angebundenen Meeren weiter an, leiden Fauna und Flora noch mehr.

 

#0066cc;">Problemlösungen 1 und 2:
Wasserrückhaltung und Wasserklärung

Wie oben schon erwähnt, müssen zu aller erst (unter Aufwendung von nachhaltig erzeugter Energie) Möglichkeiten der Wasserrückhaltung und der Mehrfachnutzung ausgeschöpft werden. Mehrfachnutzung bedeutet Klärung. Für sie muß nachhaltig Energie bereitgestellt werden. Überdachte Polder, Zisternen, ehemalige Aquifere können genutzt werden, um Wasser definierter Qualität einer entsprechend definierten Nutzung zuzuführen. Wasserklärung macht aus zu entsorgendem Wasser, das anderes Wasser verschmutzen könnte, nutzbares Wasser.
 

Worauf kommt es an?

#c5000b;">Es kommt darauf an, das durch den Menschen genutzte Wasser so lange wie möglich auf den Kontinenten zu halten und zu nutzen.
Für die Landwirtschaft werden sehr große Wassermengen benötigt. Es gibt daher die Verführung Staudämme zu errichten. Diese würden jedoch ein starken Eingriff in Flußlandschaften, Überschwemmungsgebiete und Öksysteme darstellen. Daher ist es notwendig neben vielen kleinen dezentralen Zisternen auch große Ringwallspeicher zu errichten. Diese können, mit unzerreißbaren Fasern umwickelt, mit minimalem Materialaufwand errichtet werden. Diese Bauform ist notwendig, um einer langfristigen Bewegung durch den Druck vorzubeugen und eine lange Lebensdauer bei geringstem Aufwand zu gewährleisten. Kleine Zisternen können durch Verankerung unter dem Wall auftriebsgesichert werden.
Bei großen Speichern für die langfristige Melioration ist vor der Einleitung eine Teilentsalzung mit Austauscherharzen notwendig.

 

#0066cc;">Problemlösung 3:
Trinkwassertransport

Generelle Lösung des Austrockungsproblems

Zusätzlich zu den Lösungen1 und 2 müssen die austrocknenden endorheischen Einzugsgebiete aus nichtaustrocknenden exorheischen Einzugsgebieten versorgt werden. Langfristig muß Trinkwasser von dort herangeschafft werden, wo es ausreichend vorhanden ist.

 

Teillösungen

So muß der Osten Brasiliens durch Wasser aus dem Amazonas versorgt werden. Dazu sind Tausend Kilometer lange Leitungen zu verlegen. Der Amazonas ist geeignet, da er recht salzarm ist. Im brasilianischen Sertão hat es bereits Jahre lang nicht geregnet. Dort wird eine Steppe oder eine Wüste entstehen, die die Biomasse des verringert. Auch in Großstädten, wie Sao Paulo wird das Wasser knapp.
Schwieriger ist es mit dem asiatischen Steppengürtel. An seinem Anfang liegt der Aralsee. Dieser muß wieder aufgefüllt werden, indem die Flüsse Topol, Irtytsch und Ischim da, wo sie schon genug Wasser haben, angezapft werden, und das Wasser über hunderte Kilometer zum Aralsee geleitet (über den Berg gepumpt) werden. Die Flüsse Amudarja und Syrdarja, die den Aralsee speisen, sind durch extremen Wasserverbrauch derart geschrumpft, daß kaum noch etwas übrigbleibt. Durch die Verbreitung wassersparender Maßnahmen (wassersparenden Anbau und insbesondere die intensivere Mehrfachnutzung von Wasser durch den Bau von Klärwerken) ist der Verbrauch einzuschränken. Für all das wird nachhaltig erzeugte Energie benötigt. Füllt sich der Aralsee auf, kommt es zu einer Verbesserung des Klimas bis hin nach China. Eine Zunahme der Biomasse Asiens kann dann erwartet werden. Da derzeit auch die Nach-Aral-Region bis hin zu Kirgistan und Tadschikistan austrocknet, muß auch dieser Teil der Steppe langfristig bewässert werden. Dazu muß der Ob angezapft werden.
Die Arabische Halbinsel kann auf die Dauer nicht von entsalztem Wasser leben, da sonst der Persische Golf und das Rote Meer langfristig versalzen.
Ägypten nutzt bereits den Nil um Westägypten mit Wasser zu versorgen. Die Kanäle dafür sollten so schnell wie möglich kühl überdacht werden. Vorratsspeicher sollten ebenfalls vor der Sonne geschützt werden.
Die in Äquatorialafrika gelegenen Seen (Rukwa-See, Turkana-See) müssen, soweit erforderlich durch große Wasserleitungen vom Kongo versorgt werden.
Für die Sahara und die Sahelzone die immer weiter nach Süden verschoben wird und die Äthiopische Hochebene, wird eine besondere Lösung benötigt.

 

#0066cc;">Schwer lösbares Teilproblem
Nordafrika

Nordafrika, das ohnehin besonders von der nächsten Warmzeit bedroht ist, wird durch anthropogene Tätigkeit zusätzlich ausgedörrt. Das Mittelmeer ist ebenfalls durch invasive Arten bedroht, weshalb der Salzgehalt des Mittelmeeres relativ zu den Ozeanen niedrig bleiben sollte. Eine Versorgung ganz Nordafrikas durch exzessive Entsalzung kommt daher mittelfristig nicht infrage. Es würde stark versalzen. Es muß daher salzarmes Trinkwasser in extremer Menge herangeschafft werden.
Wo gibt es genug Trinkwasser? Genug Trinkwasser führen die Flüsse Wolga, Ob, Jenissej, Lena, Jangtse Bramaputra usw. Der nächste dieser Flüsse ist die Wolga. Sie speist das Kaspische Meer, dessen Verdunstung von fundamentaler Bedeutung für Asien ist. Die Wolga kommt daher nicht infrage. Die Donau, die für den Salzgehalt des Schwarzen Meeres von fundamentaler Bedeutung ist, kommt ebenfalls nicht infrage. Dnepr und Don kommen ebenfalls nicht infrage. Der nächste Fluß ist der Ob. Er muß an einer dem Kaspischen Meer fernen Stelle (am Knick bei Igrim) angezapft werden, da ein Teil des Einzugsgebietes (Topol, Irtysch und Ischim) bereits der Auffüllung des Aralsees dienen. Der Wasserverlust muß daher (teilweise) durch eine Leitung vom Jenissej ausgeglichen werden, da die Einspeisung in das nördliche Eismeer nicht ganz ohne Bedeutung für seinen Elektrolyt- und Wärmehaushalt ist. Die Stelle(n), an der das Wasser angezapft werden soll, ist wichtig, da das Wasser nicht zu salzhaltig sein sollte. Die Leitung sollte dem Ural ausweichend über das Turgai-Plateau verlaufen, da die Leitungen vom Irtysch-System zum Aralsee bereits durch die Turgaisenke (Тургайская Ложбина) verlaufen. Eine Zuammenlegung der Leitungen sollte vermieden werden, damit keine Opportunismen bei der Wasserverteilung am Aralsee auftreten. Sie muß daher nördlich von Aqtau (Schewtschenko) ins Meer führen, seinem Verlauf nach Süden folgen und im Nordiran oder Aserbaidschan an Land kommen. Da der Salzgehalt des Kaspischen Meeres stark schwankt, wird aufgrund des Auftriebs der Leitung eine etwas bewegliche Leitungsreserve benötigt. Ansonsten sollte die Leitung so beschwert und gleichzeitig an Pontons gesichert sein, daß sie möglichst in einer festen Wassertiefe oberhalb des höheren Salzgehaltes, aber so tief, daß die Schiffe problemlos passieren können, verankert bleibt. Die Leitung kommt bei Rizwand an Land und biegt nach Südwest.
Im Nordiran gibt es einen Abzweig (3 % des Volumenstroms) nach Nordwesten zum Auffüllen des Urmia-Sees (Daryatscheh-ye Orumieh). Dann kommt das schwierigste Stück über Ausläufer des Elbrus- und Zagros-Gebirges, dann durch den Irak, über Tigris und Euphrat, dann durch Jordanien. Hier wird ein Abzweig zur Versorgung von Saudi-Arabien, Jemen und Oman gelegt. Um dem Dauerkriesengebiet in Israel auszuweichen muß der Verlauf ein Stück über saudi-arabisches Territorium führen um dann durch Südisrael, nach Sinai zu führen. Alle Regionen, die austrocknen (Jordanien, Israel/Palestina, Saudi-Arabien, Sinai), bekommen jeweils eine kleine Menge Wasser ab. In Ägypten muß um dichtbesiedelten und urbanen Gebieten auszuweichen, der Golf von Suez überquert werden. Daher fließt der große Rest durch Ägypten und durch Südlibyen. Um Leitung zu sparen, wird direkt die ehemalige Sahelzone angepeilt. Östlich von Al Kufra wird eine wichtige Nordafrikaabzweigung errichte, die schräg durch Libyen zum großen Erg führt. Dort werden über Tausend Jahre die ostlibyschen Vorräte in Al Kufra wieder aufgefüllt und ein gewisser Teil wird in das libysche Netz aus Ghaddafi-Zeiten eingespeist. Ein Teil des Wassers geht nach Westlibyen, ein kleiner Teil nach Süd-Tunesien, der Rest zum östlichen und Westlichen großen Erg.

Die Hauptleitung führt nun zu den eigentlichen Zielen in der früheren Sahelzone. Etwas Wasser bekommt der Sudan und ein großer Teil wird benutzt, um den Tschadsee (langsam) aufzufüllen. Hierzu wird ein Teil des Wassers teilentsalzt. Im Norden des Tschadsees geht die Hauptleitung um den Tibesti herum durch die Tenere, die ergrünen soll und dann zwischen Hoggar und Air ou Azbine nach Westen. Radioaktiv verseuchte Gebiete um Arlit werden nicht versorgt. Sie sollen abgedeckt und markiert werden. und der Rest geht nach Niger, Algerien, Mali und Mauretanien. Ehemals wasserführende Senken aus der letzten Eiszeit können so wieder aufgefüllt werden. Alle Länder, die die Leitung über ihr Territorium führen (Kasachstan, Iran, Irak, Jordanien und Israel, Saudi-Arabien, Ägypten, usw.), werden ebenfalls mit etwas Wasser versorgt. Sie sind ebenfalls von tendenzieller Austrocknung betroffen. Eigentlich müßte ein Abzweig zum stark durch Austrocknung betroffenen Äthiopien gelegt werden. Dieses ist am besten durch das durch das Rote Meer zu erreichen. Will man tatsächlich Äthiopien, Tunesien, Nordalgerien, Mauretanien und vielleicht Westsahara mitversorgen, muß das Projekt vergrößert werden. Dann benötigt man eine weitere Entlastungsleitung von der Lena zum Jenissej.

 

#0066cc;">Ausführung:
Wie baut man eine 12500 km lange Riesenwasserleitung?

Bauliches

Ausführung der Leitung. Aufgrund der enormen Durchflußmenge muß der Innendurchmesser der Leitung an der dicksten Stelle am Anfang mindestens elf Meter (besser 16 m) betragen. Die Dimensioniserung der Pumpstationen erzeugt Herausforderungen der besonderen Art. Pumpen – groß wie Häuser – sind erforderlich. Der Wartung wegen, muß die Leitung doppelt ausgelegt werden. Die Rohre müssen extrem widerstandsfähig sein, einer großen tangentialen und axialen Zugkraft widerstehen und für die Dauer der Nutzung der Kavitation widerstehen. Die Rohre selbst bestehen also innen aus wasserfester Keramik, die mit 200 µm Diamant im Lichtbogen beschichtet wurden. Alternativ sind auch einige mm Karborund möglich. Die Rohre werden weiter aus Beton, Kohlefaser zur Verspannung, Beton und wieder Keramik beschichtet, die Verbindung erfolgt mittels Gewinden. Dehnungsfugen (wärmeisoliert) werden aus hochgenau gearbeiteten Karborundsteckteilen gefertigt, die ineinander gleiten können und mit Stahlfedern zusammengehalten werden. Die Leitung soll für mindestens 600 Jahre Haltbarkeit ausgelegt werden. Als Pumpen könnten Karborundbeschichtete Kreiselpumpen aus Stahl dienen. In der Wüste sind auch MHD-Pumpen möglich. Je größer der Durchmesser, desto höher die Effizienz. Ein anfänglicher Transportinnendurchmesser von sechzehn Metern an der Quelle ist anzustreben.
Eine gewaltige Förderleistung wird benötigt, weshalb gewaltige Pumpen erforderlich sind. Keine einzelne Pumpe kann den erforderlichen Volumenstrom erzeugen, da die Mächtigkeit schnell rotierender Maschinenteile bei nichtmagnetischer Lagerung begrenzt ist. Daher kann bei sinnvollem Wirkungsgrad nur ein schalenförmiges Injektionsverfahren in das aufgeweitete Förderrohr und anschließende laminare Querschnittsreduktion des

 

 

Skizze 1
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Skizze 1: Sicherheitsventil für Druckabfallimpuls an engen Krümmungen – ein Element der passiven Sicherheit, das das Ausbrechen des Rohres aus der Verankerung aufgrund der gegenüber der Fracht weit geringeren Trägheit, verhindern soll.
 

Rohres auf den Förderdurchmesser des Transportrohres erfolgen. So kann das parabolische Strömungsprofil von Anfang an durch Injektion in ein aufgeweitetes Rohr (vier- bis fünffacher Querschnitt) modelliert werden. Durch stetig differenzierbare Querschnittsverringerung entsteht dann die Strömungsgeschwindigkeit des Transportrohres.
 

 

 

 
Skizze 2
 

 

 

 

 

Skizze 2: Havarierückstoßventil bei weiter Krümmung; Funktion: Abschälen des äußeren Schichtimpulses; Diese Ventilsorte ist nur bei Reihenschaltung und alternierender Winkelversetzung innerhalb einer weiten Krümmung sinnvoll. Sie reagiert nicht passiv.
 

Wenn die Größe der Pumpen auf die Größe normaler Gebäude beschränkt ist, kann die Injektion auf den einzelnen Schalen sektorenweise erfolgen. Dazu wird zunächst ein laminarer Fluß in einem weiten eckigen Rohr erzeugt. Dieses Rohr geht kontinuiertlich über in eines mit um 45 ° versetzten Kanten. Schließlich geht es fließend über in die jeweilige Schalensektorendüse des Injektors. Dadurch werden Wirbel vor der Injektion eliminiert. Die inneren Schalensektorinjektionsdüsen sind (parabolisch zum Radius) gegenüber den äußeren leicht zurückgesetzt. Ein durch leicht verlängerte Wandreibung zu erwartender Wirbelansatz formt so aus den Schalenstufen ein kontinuierlicheres Strömungsprofil. So wird Energie gespart.
Mehrere tausend Pumpen an jeder Pumpstation werden benötigt. Die Trägheit der gewaltigen zu transportierenden Masse bildet dabei ein besonderes Problem. Die gesamte Anlage muß gegen den gewaltigen Anfahrimpuls und gegen Vibrationen abgesichert werden. Alle Einbauten, wie Schieber Krümmer, Reduktionsstücke müssen extrem strömungsgünstig sein und gegen den Impuls plötzlicher Druckänderungen abgesichert sein (Skizzen 1 und 2). Dazu werden an richtungsändernden Rohreinbauten Energieabsorber benötigt. Große Strahldump- und Vorratsbehälter für Unfälle müssen an wichtigen Einbaustellen und Stationen vorgehalten werden. Aufgrund der Kosten müssen Krümmungen vermieden werden. Vorratsbecken in Wüsten sollten überschattet sein. Vorhersehbare Unfälle werden so nach dem Prinzip der passiven Sicherheit abgefangen. Ein Havarie-Sicherheitsventil für enge Krümmungen, das das verankerte Rohr gegen einen Havarieimpuls absichern soll, ist in Skizze 1 abgebildet. Es sollte selbständig öffnen und schließen und magnetisch verriegelt sein. Normaler Weise sollten jedoch nur weite Krümmungen existieren .
In weiten Krümmungen muß der Druckabfallimpuls anders aufgefangen werden (Element aktiver Sicherheit in Skizze 2) oder passiv mittels Berstscheiben in radialer Richtung zur Krümmung abgelassen werden. Größere Beschädigungen der extrem teuren Leitung werden so vermieden.
 

Energetisches

Die Energieerzeugung sollte zunächst durch Windkraft, Photothermie und einige Jahrzehnte später durch Photovoltaik erfolgen. Parallel können im Nordwestiran Pumpspeicherwerke gebaut werden. Überschattungen für Vorratsbehälter, wie sie in der Wüste vorkommen können, sollten aus Beton sein. Da sie fest installiert sind, ergibt sich die Möglichkeit darüber Sonnenenergie mittels Photothermie oder Photovoltaik zu gewinnen.
 

Finanzierung

Finanziert werden, muß das Projekt durch die Vereinten Nationen. Eventuell muß eine Sonderabgabe beschlossen werden. Aufgrund der Tatsache, daß derzeit Kriege um die Rohstoffe Asiens und Afrikas geführt werden, ist an eine Realisierung erst nach Abschaffung des Kapitalismus zu denken.
Eine Kooperation zur Auffüllung des Aralsees kann schon früher als Friedensprojekt dienen.
 

Zweck

Zweck des größten dieser Mammutprojekte ist die Versorgung Nordafrikas. Aber auch die Versorgung der immer stärker trockenfallenden, sich ausdehnenden ariden und hyperariden Gegenden von Asien, Südamerika und der arabischen Halbinseln muß in Angriff genommen werden. Durch exzessive Melioration und Beeinflussung des Subklimas, kann die kontinentale Pflanzenmasse mindestens in Afrika und Asien positiv beeinflußt werden. Hierdurch kann am schnellsten viel Kohlenstoff gebunden werden. Voraussetzung ist die nachhaltige Energieversorgung.

 

Wassereinsparung

Gerade in Gebieten großer Trockenheit ist Wasser Leben. Wasser muß eingespart und darf nicht verschwendet werden. Die schon erwähnte Mehrfachnutzung des Wassers ist möglich,wenn man Energie zu Verfügung hat. Mit Energie kann Wasser gereinigt werden. Idealer Weise definiert man komplexe Wasserqualitäten, die man dann einer unterschiedlichen Nutzung zuführt. Wichtig ist außerdem, daß man biologisch zu behandelnde Wässer nicht noch vergiftet und giftige Abwässer nicht noch mit biologischem Müll belastet. Jeder Aufarbeitungsschritt kostet Energie. Je weniger unterschiedliche Schad- oder Nutz-Stoffe vermischt sind, desto besser!
#c5000b;">Sauberes Wasser kostet Energie.
Von großem Interesse bei großer Wasserknappheit ist auch die Anwendung des Wassers. So kommt es vor, daß z. B. in Israel, einem Land mit sehr ungleicher Wasserverteilung Reiche trotz Wasserknappheit ihren Rasen sprengen oder in der Sonne ihr Auto waschen, während anderen das Wasser zum Waschen fehlt.
#c5000b;">Voraussetzung einer wirksamen Wassereinsparung ist die Abschaffung des Kapitalismus.

Wenn eines Tages Wasser in ganz Nordafrika wie selbstverständlich mit photovoltaische gewonnener Energie oder Windenergie entsalzt oder mit Rohrleitungen von weither herbeigeschafft wird, wird man den wahren Wert des sauberen Wassers kennen, das unsere Atmosphäre jeden Tag an vielen Stellen des Planeten selbst destilliert.
[Evariste]
 
Ergänzt am 07.01.2015, 21,01.2015, 03.09.2015
Ergänzt am 05.08.2016; Ver.: 1.0.4

 

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